Regierung will Tollwut ausrotten

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die Regierung will mit einer vierstufigen Maßnahme zur Ausrottung der Tollwut beitragen. Nach Angaben des Department of Disease Control (DDC) soll Thailand das erste Land der ASEAN-Region sein, das das tödliche Virus vernichtet.

Das Königreich hat in diesem Jahr bisher nur drei menschliche Tollwutinfektionen gemeldet, viel weniger als in den letzten Jahren, teilte Dr. Opas Kankawinpong mit, der amtierende Generaldirektor des DDC. Er sprach auf einem Treffen, bei der die Regierungspolitik zur Ausrottung der Tollwut und zu besseren Schutzmaßnahmen gegen Vogelgrippe und andere Grippearten diskutiert wurden. Das Risiko, an Grippe zu erkranken, nimmt mit Beginn der kühlen Jahreszeit zu.

Die vierstufigen Maßnahmen zur Ausrottung der Tollwut umfassen u.a. die Impfung aller Personen, die mit Tollwut oder ihren Trägern in Kontakt kommen. Freiwillige Helfer des öffentlichen Gesundheitswesens oder Staatsangestellte, die vor Ort arbeiten und ein Risiko haben, sich mit Tollwut anzustecken, sollen gegen das Virus geimpft werden. Das DDC wird auch mit der Behörde für Viehzucht und der Abteilung für Kommunalverwaltung zusammenarbeiten, um Kriterien für die Bewertung des Risikos von Tollwutausbrüchen in Gebieten, die für diese Krankheit anfällig sind, festzulegen. Die Bewertung würde den lokalen Behörden helfen, Gegenmaßnahmen vorzubereiten und Gebiete, in denen die Tollwut bekämpft wurde, als frei von dem Virus zu zertifizieren, sagte Dr. Opas.

Bisher sind in diesem Jahr drei Menschen in Sa Kaeo, Nong Khai und Sisaket mit Tollwut infiziert worden und gestorben. Sie zogen sich das Virus zu, nachdem sie von Haushunden gebissen oder gekratzt worden waren und sich nicht in ärztliche Behandlung begeben hatten.

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Bangkok Tour 28.11.20 22:45
Einen Virus kann man nicht "ausrotten"
das ist der Wissenschaft bisher weltweit noch niemals gelungen und wäre eine Sensation. Man kann nur durch gezielte Massnahmen versuchen, seine Ausbreitung zu begrenzen.

Wie im Beitrag suggeriert, tritt Tollwut jedoch keinesfalls allein bei Strassenhunden auf!
Die häufigste Übertragungsart der Tollwut auf den Menschen sind neben Bissen (Speichel) oder Kratzverletzungen von infizierten Hunden und Katzen auch Füchse, Waschbären, Stinktiere (Skunks), Schakale und Wölfe, ausserdem von Insektenfressern (zum Beispiel Igel) sowie Marderhunde und Fledermäuse. Rinder, Pferde, Niederwild. Weitere Pflanzenfresser können sich zwar selbst infizieren, treten jedoch nur selten als Überträger auf den Menschen auf.

Es ist wohl eher schlicht unmöglich, alle wild lebenden Tiere zu immunisieren, wie es der Beitrag suggeriert. Dadurch AUSROTTUNG UNMÖGLICH !

Tollwut ist extrem ansteckend! Eine Infektion mit dem Tollwut-Virus (Rabies) ist auch noch beim Verzehr oder sonstigen Kontakt mit einem damit infizierten TOTEN Lebewesen möglich!

Schnellstmöglich nach einem Kontakt mit einem (vermutlich) infizierten Lebewesen kann eine Immunisierung den Ausbruch der Krankheit noch verhindern. Es werden Immunglobuline injeziert, die das Tollwut-Virus im Lebewesen bekämpfen (passive Immunisierung) Ansonsten nimmt die Infektion einen qualvollen Verlauf und endet meist tödlich.
Vor Reisen oder Aufenthalt in SE-Asien sollte man sich Tollwut impfen lassen bzw. seinen Antigen-Status beim Arzt überprüfen lassen.
Ling 28.11.20 18:34
@Jürgen Soehring
Unmenge an Geld für Tollwutimpfung? Wo waren Sie denn?
Das kann ich nicht bestätigen. Drei Sprizen und dreimal Wunde reinigen, samt neuem Verband, a 100 Baht hat 1449 Baht gekostet, und zwar im Hua Hin Hospital. Von meiner Auslandskrankenversicherung bekam ich 35 Euro erstattet.
Nach zwei weiteren Bissen wurde jeweils nur einmal nachgespritzt und das hat dementsprechend weniger gekostet.
Kurt Wurst 27.11.20 23:22
Hunde @ Andre Stoll
Ich persönlich habe auch in Thailand noch keine Speisekarte gesehen, wo Ratten angeboten werden, obwohl ich weiß, dass sie gegessen werden (schmecken übrigens ganz gut, nur die kleingehackten Knochen, wo ich nicht drauf rumkauen möchte, sind mir zu viel Spuckerei).

Sie sollten also in Vietnam nicht unbedingt auf die Speisekarte schauen, sondern, falls möglich, Einheimische fragen und ggf. begleiten.
Andre Wagner 27.11.20 22:22
@Konrad Stoll - Hundeplage
Komisch, ich war 3 Monate in Vietnam, nirgendwo stand Hund auf dem Speisezettel! In keinem Hotel, in keinem Restaurant, in keinem Streetfoodbereich und auch in keinem Homestay, wurde irgendetwas mit Hundefleisch angeboten. Auch in kleineren abgelegenen Essbuden, in denen ich nur Locals gesehen hatte, stand nirgendwo Hund auf dem Speisezettel. Sie verwechseln vielleicht China mit Vietnam. Dass in China Hundefleisch verzehrt wird, kenne ich nur vom Hörensagen. Den Mut China zu bereisen hatte ich bisher nicht. Die Chancen dazu stehen wahrscheinlich auch sehr schlecht. Inzwischen bestehen die Chinesen ja sogar ergänzend auf einen Bluttest, der nachweist, dass man keine Antikörper gegen Covid19 hat. Falls ich noch einmal nach Vietnam einreisen darf, werde ich speziell in einer Essbude der Locals nach einem Gericht mit Hundefleisch nachfragen. Aber keine Angst, essen würde ich das nicht, denn ich bin Vegetarier.
Konrad Stoll 27.11.20 19:07
Hundeplage
@Andre Wagner, da wo Hunde auch auf dem Speisezettel stehen gibts nicht viel streunende Hunde.