Rauch in der Kabine: KLM landet in Phuket

Foto: The Thaiger
Foto: The Thaiger

PHUKET: Wegen Rauch in der Kabine entschloss sich der Kapitän des KLM-Flugs KL 809 von Amsterdam nach Kuala Lumpur zu einer Sicherheitslandung auf dem internationalen Airport Phuket.

Die Boeing 777-200 setzte sicher auf der Landebahn auf. Ursache des Rauchs in der Kabine war ein überhitztes Handy. Es sonderte reichlich Qualm ab, stand aber nicht in Flammen. Zum Leidwesen der Passagiere konnte der Flug nicht fortgesetzt werden, weil die Piloten ihre vorgeschriebene Stundenzahl nach der Phuket-Landung erreicht hatten. Die Passagiere wurden in einem Hotel untergebracht. Mit 18 Stunden Verspätung startete die Boeing am Donnerstag um 11 Uhr nach Kuala Lumpur.

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Leserkommentare

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René Schnüriger 11.05.18 12:34
Rigide Vorschriften!?
Hat die KLM immer noch (zu) strenge Regeln bezüglich Arbeitszeit-Überschreitung der Piloten? Falls ein entsprechender Verstoss vorliegt, kann das zum Entzug der Pilotenlizenz führen. Ein (unter anderem) durch eine solche Regelung gestresstes Team, startete am 27. März 1977 auf Teneriffa ihren Jumbo ohne Startfreigabe, und verursachte dadurch einen Zusammenstoss mit einem Pan-Am-Jumbo mit insgesamt 583 Toten, eine der schwersten Flugzeugkatastrophen der Geschichte. Natürlich will niemand übermüdete Piloten und die genauen Umstände zum beschriebenen Fall auf Phuket sind nicht bekannt. Jedoch sind vernünftige Arbeitszeit-Regeln, gepaart mit verantwortungsvoller Selbsteinschätzung der Piloten, unabdingbare Voraussetzungen für einen sicheren und wirtschaftlichen, aber auch kundenfreundlichen Flugbetrieb.