Raisi wirft Westen Doppelmoral bei Menschenrechten vor

Irans Präsident Seyyed Ebrahim Raisi. Foto: epa/Justin Lane
Irans Präsident Seyyed Ebrahim Raisi. Foto: epa/Justin Lane

NEW YORK: Irans Präsident Ebrahim Raisi hat dem Westen Doppelmoral bei Menschenrechten vorgeworfen. Westliche Staaten positionierten sich zu einem Fall im Iran, der noch untersucht werde, schwiegen aber «über den Mord Dutzender Frauen» in einem anderen Land, sagte Raisi am Mittwoch in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York, ohne konkreter zu machen, auf welches Land er anspielte.

Mit Blick auf den Iran dürfte Raisi die Kritik am Vorgehen der iranischen Regierung im Fall der 22-jährigen Mahsa Amini gemeint haben. Die junge Frau war vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen ihres «unislamischen Outfits» festgenommen worden. Was genau danach geschah ist unklar, jedenfalls fiel Amini ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus. In zahlreichen Städten brachen danach Proteste aus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück. Die Regierung ordnete eine Untersuchung an.

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Derk Mielig 23.09.22 00:20
@San
Es ist ja nun nicht so, dass ich diplomatisches Geschick nicht anerkennen würde, allein, es liegt mir nicht.
Hinzu kommt, dass ich in meinem täglichen Broterwerb schon immer recht freundlich sein muss, analog wie online. Dabei bin ich ein Mann der direkten, klaren, ehrlichen, Worte. Deshalb ist man doch kein Provokateur?! Man möge mir also bitte den einen oder anderen Ausrutscher verzeihen [;-)]
Toni San 22.09.22 21:59
Derk
Sehr freundlich von Ihnen das Sie dass anerkennen. Da soll noch einer behaupten wir wären Provokateure ;)
Derk Mielig 22.09.22 21:40
@San - "Irgendwie ... seltsam"
Dass haben Sie aber sehr freundlich umschrieben.
Toni San 22.09.22 19:00
Michael
Irgendwie schon seltsam ihr vergleich. Vielleicht gehen Sie nochmal in sich.
Michael R. 22.09.22 16:30
Fanatiker haben wir auch
@Ingo Kerp
"... dank blindem Haß und falsch verstandener Religion."

Wenn ich mir vorstelle, mit welchem Eifer in westlichen Demokratien die MeToo-Sau durchs Dorf getrieben wurde und wird, oder wie ernst in Deutschland der Gender-Schwachsinn genommen wird, wundert mich nicht mehr, dass die Muslime gleich mit Selbstmodattentaten daherkommen.
Ingo Kerp 22.09.22 13:20
Jede Art von Gewalt, egal ob an Frauen oder Männern ist grundsätzlich zu ächten und abzulehnen. Egal ob das z.B. mit Kochbenzin übergossene und angezündete Frauen in Indien sind oder Genital verstümmelte in Afrika. Auch die im Iran offensichtlich zu Tode geprügelte Frau gehoert zu den sinnlosen Opfer, dank blindem Haß und falsch verstandener Religion.