Brics-Staaten für Einhaltung globaler Handelsregeln

Chinas Präsident Xi Jinping (l.), Indiens Premierminister Narendra Modi (2-l.), Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (M.), Brasiliens Präsident Michel Temer (2-r.) und Präsident Wladimir Putin (r.). Foto: epa/Mike Hutchings
Chinas Präsident Xi Jinping (l.), Indiens Premierminister Narendra Modi (2-l.), Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (M.), Brasiliens Präsident Michel Temer (2-r.) und Präsident Wladimir Putin (r.). Foto: epa/Mike Hutchings

JOHANNESBURG (dpa) - Die aufstrebenden Volkswirtschaften Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika haben in einer gemeinsamen Erklärung die Einhaltung globaler Handelsregeln gefordert.

Nur ein planbares und transparentes Handelssystem werde es allen Ländern ermöglichen, von den Errungenschaften der Globalisierung zu profitieren, erklärten die sogenannten Brics-Staaten am Donnerstag bei ihrem Gipfeltreffen in Johannesburg. Alle Länder müssten sich an die Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) halten, forderten sie.

Zuvor hatte Chinas Präsident Xi Jinping angesichts des zunehmenden Protektionismus in der Welt eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit der Entwicklungs- und Schwellenländer gefordert. Deren Aufstieg könne nicht aufgehalten werden, sagte Xi. «Die Geschichte schreitet voran, unabhängig von den Wünschen der Menschen», so Xi. Die Bemerkungen des Staatschefs zielten offenbar auf den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Handelskonflikt ab.

China sieht die grundsätzliche Einigung zwischen der EU und den USA im Handelsstreit positiv - ein Ende des eigenen Konflikts mit Washington ist für Peking aber noch nicht in Sicht. In einer ersten Runde traten Anfang Juli 25-prozentige US-Strafzölle auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden US-Dollar in Kraft. Weitere Zölle auf Importe von 16 Milliarden Dollar sollen folgen.

Die Brics-Staaten repräsentieren etwa ein Drittel der Weltbevölkerung und fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung. Die Beratungen von Xi, Russlands Präsidenten Wladimir Putin sowie Brasiliens Staatschef Michel Temer, Gastgeber Cyril Ramaphosa und Indiens Ministerpräsidenten Narendra Modi in Johannesburg enden am Freitag.

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