Singapore Airlines lässt «Dreamliner» am Boden

Probleme mit Antrieb

Foto: epa/Wallace Woon
Foto: epa/Wallace Woon

SINGAPUR (dpa) - Bei Boeings Langstreckenjet 787 «Dreamliner» sorgen die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce weiter für Probleme.

Die Fluggesellschaft Singapore Airlines lässt zwei Maschinen des Typs wegen vorzeitiger Abnutzung der Triebwerksschaufeln vorerst am Boden, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen hatte in Absprache mit Rolls-Royce die Maschinen der Reihe vorsichtshalber genauer untersucht. Die beiden jetzt außer Betrieb genommenen Jets in der Langversion 787-10 sollen nun komplett neue Antriebe erhalten.

Den Angaben zufolge hat Singapore Airlines die Überprüfung all ihrer Jets vom Typ 787-10 inzwischen abgeschlossen. Bis Mittwoch sollen die Untersuchungen auch bei der kürzeren Version 787-9 beendet sein.

Der Ärger mit den vorzeitig alternden Triebwerksschaufeln bei mehr als 100 Exemplaren des Antriebs Trent 1000 hatte Rolls-Royce 2018 zusammen mit anderen Belastungen tief in die roten Zahlen gerissen.

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Leserkommentare

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Norbert Kurt Leupi 03.04.19 10:16
Sind die Boeing-Pannen " sicherer " als
viele glauben ? Warnungen gibt es für nahezu alle Flugzeuge aller Flugzeugbauer .Vor den beiden 737-8 Max Abstürzen gab es vor Jahren schon Software - und andere Probleme (z.B. brennende Batterien ) bei den 787 Dreamlinern ! Aber auch bei anderen Flugzeugtypen , wie A 380 oder A 320 , wurden Sicherheitshinweise und Warnungen herausgegeben , weil man bei Inspektionen fehlende Befestigungen entdeckte , bei anderen stellte man kleine Risse im Rumpf fest und bei wieder anderen traten Triebwerksprobleme auf , die aber den Triebwerksbauern , wie Rolls Royce, GE, Pratt and Whitney, etc.angelastet werden müssen ! Insgesamt gesehen aber besteht immer noch ein sehr hohes Sicherheitsniveau in der Luftfahrt , immerhin sind die Flieger im Schitt 248 Tage in der Luft pro Jahr und stehen ununterbrochen unter Strom , mit allen elektronischen Steuereinheiten an den Generatoren !