Priester bei Segnung erschossen

Segnung der Asche auf den Philippinen. Foto: epa/Rolex Dela Pena
Segnung der Asche auf den Philippinen. Foto: epa/Rolex Dela Pena

MANILA: Als „brutalen Mord“ verurteilt die Bischofskonferenz der Philippinen das Attentat auf einen 37 Jahre alten Priester.

Mark Ventura war am letzten Aprilsonntag von einem maskierten Mann bei der Segnung von Kindern in einer Turnhalle in Gattaran auf der philippinischen Hauptinsel Luzon erschossen worden. Ventura ist auf den Philippinen der zweite katholische Priester seit Dezember 2017, der einem Mordanschlag zum Opfer fiel. Beide Priester hatten sich für die Rechte der Ureinwohner, Bauern und Armen eingesetzt. Die Philippinen gelten weltweit als eines der gefährlichsten Länder für Menschenrechtler, Umweltaktivisten und kritische Journalisten. Die meisten der „außergerichtlichen Tötungen“ werden nie aufgeklärt. 

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Leserkommentare

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Christoph Schwab 26.05.18 09:05
Ergänzung an Michael Lenz
Luzon - Die Polizei gab am Montag bekannt, dass der im April ermordete katholische Pfarrer Mark Anthony Ventura mehrere Affären hatte. Der Cagayan Valley Police Regional Office Chef Superintendent Jose Mario Espino sagte, dass die Special Investigation Task Group (SITG) Ventura die den Mordfall untersucht, heraus gefunden hat, dass der Pfarrer mindestens mit acht Frauen Affären hatte. Laut Espino sind unter den Frauen, Ehefrauen eines Vize-Bürgermeisters, eines Polizisten, eines Soldaten und eines Geschäftsmannes. Espino sagt, der Pfarrer wurde vermutlich aus Eifersucht oder wegen seiner Anti-Bergbau-Interessenvertretung getötet. Für Informationen die zur Festnahme der Täter führen, ist eine Belohnung von 300.000 PHP ausgesetzt.