Pressefreiheit statt Propaganda

Eine Reaktion auf den Leserbrief von Wolf Dietrich, „Linksgrüne Propaganda“ (FA11/2019):

Wenn ein AfD-Angehöriger und pensionierter Journalist die Redaktion DER FARANG anschreibt und sich als Kollege betitelt, der muss schon ziemlich dement sein! Und wenn er dann auch noch auf angebliche Missstände bei der Berichterstattung („linksgrüne Propaganda“) hinweist, habe ich erhebliche Zweifel an seiner Aussage, dass er ein ehemaliger Journalist sei. Bleibt wie ihr seid und macht weiter so! Ich liebe Pressefreiheit und überparteiliche Berichterstattung.

Jürgen Kesselheim 


Die im Magazin veröffentlichten Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. DER FARANG behält sich darüber hinaus Sinn wahrende Kürzungen vor. Es werden nur Leserbriefe mit Namensnennung veröffentlicht!

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Joerg Obermeier 15.07.19 23:15
Ich empfinde es als groben Sarkasmus, wenn ausgerechnet immer diejenigen einer Minderheitenansicht über nicht vorhandene Meinungs- und Pressefreiheit, System- und Lügenpresse fabulieren. Das dann sogar auch noch in dieser angeblich gar nicht vorhandenen freien Presse, die dafür auch noch als System- und Lügenpresse diffamiert wird nachzulesen ist. Sich für diesen Anachronismus der Mehrheit dann auch gleich noch geistig überlegen zu fühlen ist der Gipfel einer geistigen Verarmung.
Helmut Engel 15.07.19 00:55
Pressefreiheit ist ein Phänomen, die es noch nie gegeben hat. Wenn man aber die Pressefreiheit so verstehen will, dass der Konsument sich aussuchen darf, wer ihn Informiert oder mit Detail verfälschten Nachrichten berieselt, dann ist die Pressefreiheit gewährleistet. Auch das Weglassen von unbequemen Meldungen die der Zensur verpflichteten Medien Welt auferlegt wurden, kann als Lücke aber auch als Lüge wahrgenommen werden. Bei jedem ordentlichen Gerichtsverfahren wird der Zeuge belehrt, dass auch das Weglassen oder bewusste verschweigen für die Aufklärung relevanter Wahrnehmungen, im Falle des Nachweises einer falschen oder weggelassenen Relevanz oder einer versuchten Verschleierung, als Lüge geahndet werden kann. Übrigens ist es nicht von Bedeutung wer mit welscher Gesinnung oder politischer Ausrichtung sich an der Wahrheitsfindung in ehrlicher und Verschleierungsfreier Aussage der Wahrheitspflicht als Zeuge zur Verfügung stellt, die Verantwortung hat auch die Presse, da der Konsument für die Information einen Geldbetrag entrichten muss, könnte man dieses Verhalten der Presse sogar, als vorsätzliche Schädigung um einen eigenen wirtschaftlichen Vorteil zu generieren ahnten. Das wäre allerdings nur in einer Demokratie möglich. Forcierte Zustimmungen sollte man auch von diversen verbitterten Allgemeinbildungsresistenten nicht überbewerten. Abhängigkeiten Lassen mitunter die Wahrnehmung echter gefahren in den Hintergrund Abgleiten, nicht jedem ist Weitsicht gegeben.
Wilfried Stevens 14.07.19 13:59
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Ja, brauchste ja nicht zu lesen...weiss ich...mich interessieren natürlich in erster Linie deutschsprachige Nachrichten aus Thailand und den Nachbarländer, ... lese auch Bangkok Post, Khaosod English und manchmal Cambodia Daily, Vientianetimes - inzwischen flutet ja die dpa-Nachrichtenmenge...politisierte Kommentare werden also bleiben...
Joerg Obermeier 20.06.19 15:11
Welche Beleidigung denn?
@ Herr Franke, mir ist ja schon bewusst, dass sich die AfD als parlamentarischer Arm rechter Extremisten und Terroristen das Recht auf die alleinseligmachende Wahrheit vorbehält. Und alles was dieser faschistoiden Weltsicht nicht entspricht als "linksgrüne Propaganda" verunglimpft wird. Und ob diese AfD tatsächlich "nicht verfassungsfeindlich" wäre, dazu gibt es auch ganz unterschiedliche und völlig andere Ansichten. Wenn nun eine "ziemliche Demenz" gemutmaßt wird, ist das auch keine anmaßende Beleidigung, sondern lediglich ein, vielleicht zwar untauglicher, aber immerhin Versuch einer Begründung und Entschuldigung für gewisse Äußerungen zu finden.
Jürgen Franke 20.06.19 01:13
Herr Kesselheim, es ist eigentlich eine
abscheuliche Anmaßung Ihrerseits, wenn Sie einem pensionierten Journalisten Dements unterstellen, weil er der AfD, einer nicht verfassungsfeindlichen Partei angehört. Meinungsäußerungen sollten nicht mit Beleidigungen verfeinert werden.