Preiskontrollen für 51 Produkte verlängert

Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit
Foto: epa-efe/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Die thailändische Regierung hat die Preiskontrolle für eine Liste von 51 Produkten und Dienstleistungen um ein weiteres Jahr verlängert. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die steigenden Lebenshaltungskosten für die Bürger zu bekämpfen. Diese Entscheidung wurde am Dienstag (11. Juni 2024) unter dem Vorsitz von Handelsminister Phumtham Wechayachai getroffen.

Laut dem Gesetz über die Preise von Waren und Dienstleistungen von 1999 bleibt die Liste von Produkten in 11 Kategorien unverändert. Zu den kontrollierten Artikeln gehören lebenswichtige Güter wie Lebensmittel und Konsumgüter sowie landwirtschaftliche Produkte und Ausrüstungen, einschließlich Düngemittel, Pestizide, Tierfutter, Traktoren und Reismähdrescher. Auch Baumaterialien, Papier, Erdölprodukte und Medikamente bleiben weiterhin unter Preisüberwachung.

In einer wichtigen Entscheidung hob der Zentrale Ausschuss für Waren- und Dienstleistungspreise die zuvor vom Zuckerrohr- und Zuckerverband vorgeschlagene Maßnahme zur Kontrolle der Zuckerpreise auf, da sich die Marktbedingungen wieder normalisiert haben. Zucker bleibt jedoch weiterhin ein kontrolliertes Produkt, um Hortung und illegale Exporte zu bekämpfen.

Die aktualisierte Preiskontrollliste soll in der kommenden Kabinettssitzung zur Genehmigung vorgelegt werden. Zusätzlich wurden neue Regelungen eingeführt, die von Händlern verlangen, sowohl offline als auch online die Preise für insgesamt 290 Artikel transparent zu machen. Diese Regelung umfasst 240 Produkte und 50 Dienstleistungen. Darüber hinaus sind Händler nun dazu verpflichtet, die täglichen Ankaufspreise von 33 landwirtschaftlichen Produkten offenzulegen. Diese Maßnahme soll die Ausbeutung von Verbrauchern und Landwirten verhindern.

„Unsere Zielsetzung ist es, faire Bedingungen auf dem Markt zu schaffen und die wirtschaftliche Belastung für unsere Bürger zu minimieren“, erklärte Minister Phumtham.

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Tondidi 14.06.24 12:08
Aha
Das ist ja beruhigend, dass es sowas gibt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass z.B. die Rohreispreise seit Jahren zwischen 9 und 14 B pro kg pendeln, wogegen der Düngerpreis sich vor 2 Jahren verdoppelt hat.
Laddawan Sukkon 13.06.24 14:20
Inkompetenz erklärt
Wahlkampfversprechen diverser Regierungen haben immer wieder Gehaltserhöhungen in Aussicht gestellt, wenn Partei A, B oder C gewählt würde. So ging es 2014 von 200 auf 300 Baht Tageslohn und nun von 300 auf 400 Baht Tageslohn. Mindestgehalt für Universitätsabgänger würde auf 15,000 Baht/monatlich angehoben.

Diese populistischen Wahlversprechen politischer Natur müsste dann von der steuerzahlenden Privatindustrie übernommen werden. Quintessenz ist, dass der Mindestlohn innert 10 Jahren verdoppelt wurde; die Nutzniesser (die Wähler) aber dann staunen, dass Nudelsuppen und Reis mehr als doppelt so teuer werden - in anderen Ländern heisst dieser Schlüssel Inflation.
Der Schuss mit den Uniabgänger ging auch nach hinten raus; mehr als 200,000 Abgänger fanden keine Stelle für 15,000 Baht; weil fast ausnahmslos alle Null Praxiserfahrung haben, sich als Mehrbessere über der Arbeiterklasse führen und in vielen Fällen nicht einmal das Personalblatt eines zukünftigen Arbeitgebers (in thailändisch) ausfüllen konnten.
Die Nummer mit dem Reis ist im Moment am Laufen; hunderttausende von Tonnen Reis für 15,000 Baht/Tonne eingekauft (z.T. aus Kambodscha und Burma eingeschmuggelt) und seit 10+ Jahren im Lager; Weltmarktpreis war damals nicht einmal die Hälfte. Soviel zum populistischen Wahlkampf - besser und wesentlich unterhaltsamer als was wir hier in Deutschland erleben ............