Pop-Idol tritt mit Nazi-Symbol auf

Foto: Facebook
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BANGKOK: Ein Mitglied einer der größten Pop-Sensationen Thailands trug bei einer Konzertprobe am Freitag die nationalsozialistische Flagge mit Hakenkreuz.

Das beweisen Bilder, die auch „Khao Sod“ veröffentlicht hat. Sie zeigen die 19-jährige Pichayapa „Namsai“ Natha aus der sogenannten Girl-Idol-Gruppe mit dem Nazi-Emblem. Bisher haben die Gruppe BNK48 und ihr Agent dazu nicht Stellung genommen. Die Fotos sollen von einer Fernsehprobe stammen. „Wir alle sind sprachlos“ schrieb Jedmangda Aochermathamphan, eine Administratorin der Sexy BNK48-Website. Die Sexy BNK48-Website berichtet kritisch über die Band, normalerweise über Rassismus unter ihren Fans.

Jedmangda erinnert an mehrere Vorfälle, bei denen thailändische Jugendliche Bilder, Symbole und Uniformen aus dem Dritten Reich benutzt hatten. In den meisten Fällen sagten sie später, dass sie die Geschichte nicht kennen. Im Jahr 2016 spielten Studenten der Silpakorn-Universität Adolf Hitler. Die Chulalongkorn University entschuldigte sich im Jahr 2013, nachdem Absolventen den Nazi-Gruß gemacht hatten. Einige Eltern waren in Chiang Mai 2011 entsetzt, als sich Schüler in SS-Kostümen für eine Parade gekleidet hatten.

BNK48 ist eine thailändische Franchise einer japanischen Gruppe namens AKB48. Japan hat auch seinen Anteil an "Nazi-Chic"-Skandalen. Ende 2016 musste sich Sony Music entschuldigen, nachdem ein populärer Act des Labels Keyakizaka46 in Outfits aufgetreten war, die an deutsche Militäruniformen der Nazizeit erinnerten.

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Admin 27.01.19 22:51
Meine Herren...
Ich möchte allen danken, es war eine angregende und sachliche Diskussion ohne Beleidigungen und Beschimpfungen unter Ihnen und wir wünschten uns, dass es bei emotionellen Themen, immer so sein könnte. Wir mussten zu diesem Thema lediglich zwei "unsachliche" Kommentare löschen. Herr Klaus Meier, Kommentare werden nach unseren Regeln freigeschaltet, eigentlich müssten wir dann gar nichts zensieren. Da die Diskussion jedoch vom Thema abweicht, die junge Sängerin wird Ihre Lebenslehre daraus gezogen haben, schließen wir das Thema nach dem Schlusswort von Herrn Franke jetzt ab. MfG Rüegsegger
Jürgen Franke 27.01.19 22:49
Herr Maier, zensiert wir nur, wenn man
sich nicht an die Regeln der Radaktion hält. Aber nochmal: Was hier heute steht, finden Sie in keiner deutschen Zeitung
Rudolf Lippert 27.01.19 22:45
@ franke
Bereits im September 1939 bombardierten Briten deutsche (erreichbare) küstenstädte, welche nicht von militärischem interessse waren.
Jürgen Franke 27.01.19 22:44
Herr Lippert, es ist völlig richtig, auch damals
waren die Deutschen nicht sehr beliebt, so kam es Roosevelt nicht ganz ungelegen, dass Deutschland Amerika im Dezember 1941 den Krieg erklärte, denn nur so konnte er die Kriegswirtschaft ankurbeln und sein Volk aufhetzen, in den Krieg zu ziehen. Henry Ford, übrigens ein glühender Verehrer von Hitler, sorgte dafür, dass in Köln die deutsche Wehrmacht ausreichend mit LKWs versorgt werden konnten. Die Ford-Werke wurden 1945 auch vom Krieg verschont.
Rudolf Lippert 27.01.19 22:31
@franke
Eben das ist es ja. Es gibt keine demokratischen und undemokratischen Bomben. Beide sind bestialisch. Kein besser oder schlechter. Auch ich fand die foltermethoden des vietkong denen amerikanische Soldaten ausgeliefert waren bestialisch. Nur wenn anschließend beides unterschiedlich bewertet wird, entsteht bei mir eine Kluft aus Unverständnis.