Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Die Polizei droht mit rechtlichen Schritten gegen Demonstranten während der Covid-19-Pandemie, einschließlich der „Car Mob"-Kundgebung, die am Sonntag den Sturz von Premierminister Prayut Chan-o-cha wegen seines Umgangs mit der Coronakrise forderten. An der Vibhavadi Rangsit Road setzte die Polizei Gummigeschosse, Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein.

Polizeigeneral Piya Tawichai, stellvertretender Kommissar des Metropolitan Police Bureau, sagte, die jüngsten Proteste seien illegal und die Teilnehmer würden strafrechtlich verfolgt. Fünf Protestgruppen hielten am Sonntag Demonstrationen ab. Es handelte sich um die Gruppe United Front of Thammasat and Demonstration, die eine Kundgebung am Demokratiedenkmal abhielt und von Parit Chiwarak angeführt wurde, sowie um eine Gruppe, die von Nattawut Saikuar, einem ehemaligen Schlüsselmitglied der United Front for Democracy against Dictatorship, angeführt wurde. Diese Gruppe demonstrierte an der Ratchaprasong-Kreuzung und später auf der Vibhavadi Rangsit Road.

Außerdem fand auf der Vibhavadi Rangsit Road ein von dem Rothemden-Aktivisten Sombat Boonngam-anong angeführter Autokorso statt. Weitere waren die Thai Mai Thon (Thais werden es nicht tolerieren) mit einer Autokundgebung auf der Ram Intra Road und das Nonthaburi Network, das sich an der MRT-Station Phra Nang Klao Bridge versammelte und sich dann der von Sombat angeführten Autokundgebung anschloss.

Gegen 17.30 Uhr versuchten Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, die Car-Mob-Gruppe zu stoppen, die sich in der Nähe des Veterans General Hospital an der Vibhavadi Rangsit Road versammelt hatte. Die Demonstranten warfen mit Gegenständen und Feuerwerkskörpern auf die Polizei.

General Piya erklärte, in Bangkok seien Versammlungen von fünf Personen und andere Aktivitäten, die das Risiko einer Ausbreitung des Virus bergen, verboten. Verstöße gegen das Notstandsdekret und das Seuchenkontrollgesetz würden mit Strafen geahndet. Mit Anklagen müssten auch diejenigen rechnen, die sich dem Car-Mob angeschlossen und gehupt oder den Verkehr behindert hätten.

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