Polizei korrigiert Verletztenzahl nach Attacke auf US-Nachtclub

Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Tatort. Foto: Parker Seibold/The Gazette
Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Tatort. Foto: Parker Seibold/The Gazette

COLORADO SPRINGS/WASHINGTON: Nach den tödlichen Schüssen in einem bei Schwulen, Lesben und der Trans-Gemeinschaft populären Nachtclub im US-Bundesstaat Colorado haben die Ermittler die Zahl der Verletzten korrigiert. Insgesamt seien 18 Menschen verletzt worden, davon 17 durch Schüsse, teilte die Polizei von Colorado Springs am Montag (Ortszeit) mit. Ein weiteres «Opfer» habe keine sichtbaren Verletzungen davongetragen. Die Polizei hatte anfangs von 18 Verletzten gesprochen, später dann von 25. Die Zahlen könnten sich auch nochmals ändern, sagte eine Sprecherin.

Die Polizei veröffentlichte am Montag auch die Namen der fünf Todesopfer der Attacke. Sie waren in der Nacht zu Sonntag in dem Club getötet worden, als ein Mann dort um sich schoss. Der mutmaßliche Schütze wurde am Tatort festgenommen, ebenfalls verletzt. Er sei weiter im Krankenhaus, teilte die Polizei am Montag mit.

Nach Überzeugung der Polizei hatte der 22-jährige Mann den Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe betreten und sofort das Feuer eröffnet. Zwei Anwesende im Club seien eingeschritten und hätten den Angreifer gestoppt, darunter ein Mann namens Richard Fierro. Zu dem genauen Ablauf äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Fierro sagte der «Washington Post», er sei Ex-Soldat, habe den Angreifer von hinten gepackt, zu Boden gerissen, ihm die Handfeuerwaffe abgenommen und damit auf ihn eingeschlagen.

Der zuständige Bezirksstaatsanwalt Michael Allen betonte, es seien noch keine finalen Anklagepunkte gegen den Verdächtigen bei Gericht vorgebracht worden. Das stehe noch aus. Er stimmte die Öffentlichkeit auf längere Ermittlungen ein. Keine Angaben machte Allen dazu, ob der Verdächtige inzwischen mit der Polizei gesprochen habe.

Offizielle Angaben zum Motiv des mutmaßlichen Täters gab es zunächst nicht. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Colorado, Phil Weiser, hatte allerdings gesagt, er halte ein anderes Motiv als Hass für schwer vorstellbar.

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