Wasserproben aus der Oder unbelastet

​Polens Umweltschutzbehörde

Tote Fische in der Oder in Kostrzyn an der Oder. Foto: epa/Lech Muszynski
Tote Fische in der Oder in Kostrzyn an der Oder. Foto: epa/Lech Muszynski

WARSCHAU: Nach einem Fischsterben in der Oder sind aktuelle Wasserproben in Polen nach Angaben der dortigen Umweltbehörde unbelastet.

«Die aktuellen Ergebnisse bestätigen kein Vorhandensein von toxischen Substanzen, darunter auch Mesitylen, auf dem gesamten untersuchten Flussabschnitt, der sich über fünf Wojwodschaften erstreckt», teilte die Behörde am Donnerstag per Twitter mit. Das Wasser der Oder werde täglich untersucht.

Das Fischsterben in der Oder hatte in den vergangenen Tagen Angler und Behörden in Deutschland an der Grenze zu Polen beunruhigt. Tausende tote Fische wurden in dem Fluss entdeckt, ein Teil davon auf Höhe der Grenzstadt Frankfurt (Oder) und umliegender Orte. Berichten polnischer Medien zufolge hatten in Polen bereits Ende Juli Angler tote Fische am Ufer gefunden. Inzwischen sind es nach Behördenangaben Tausende, die zunächst in Niederschlesien, inzwischen aber auch in der Wojwodschaft Lubuskie weiter nördlich gefunden wurden.

Inspektoren des Gewässeramts in Niederschlesien hatten den Berichten zufolge bereits Ende Juli Wasserproben an drei Stellen entnommen. Anfang August teilte das Gewässeramt in Wroclaw (Breslau) mit, der hohe Sauerstoffgehalt im Wasser weiche von den typischen Sauerstoffkonzentrationen im Sommer ab. Es sei möglich, dass eine Substanz mit stark oxidierenden Eigenschaften ins Wasser gelangt sei. Zudem wurde an zwei Stellen die giftige Substanz Mesitylen nachgewiesen. Die örtliche Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines möglichen Umweltdelikts.

In Polen wächst die Kritik am Umgang der Behörden mit dem Fischsterben. Von der Neißemündung bei Ratzdorf/Kosarzyn an bildet die Oder die deutsch-polnische Grenze. Davor verläuft sie durch beidseitig polnisches Gebiet.

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