Phuket wirbt um Kurzstreckenmärkte

Foto: Picture Alliance
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PHUKET: Der Tourismusverband von Phuket setzt seinen Fokus auf Touristen aus Asien, um in der aktuellen Nebensaison mehr Besucher auf die Insel zu locken.

Thanet Tantipiriyakit, Vorsitzender des Phuket Tourism Council, sagte gegenüber der Presse, Phukets Tourismusindustrie sei seit 2019 nur um 10 Prozent gewachsen. „Im Durchschnitt kommen nur 3.000 ausländische Touristen pro Tag in Phuket an, was im Vergleich zu 2019 eine geringe Zahl ist. Viele Menschen meiden Reisen aufgrund von Problemen wie dem Konflikt in Osteuropa. Wir müssen andere Zielgruppen ansprechen“, erklärte er.

Die thailändische Tourismusbehörde (TAT) und der Tourismusrat von Phuket wollen deshalb Thailand als Reiseziel in Kurzstreckenmärkten wie Indien, Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong bewerben, damit das Wachstum um weitere 10 Prozent gesteigert werden kann.

Khun Thanet folgend seien die Marketingkampagnen in Australien und Dubai erfolgreich verlaufen, dennoch bleibe noch viel zu tun. „Die Hotelauslastung in Phuket liegt bei 60 bis 70 Prozent, und 50.000 bis 70.000 Zimmer stehen noch leer. Jedes Hotel in Phuket könnte sein Geschäft bis Ende des Jahres wieder aufnehmen, wenn es nur ein wenig besser wird“, betonte er.

Der Einmarsch Russlands in der Ukraine, Covid-19, steigende Ölpreise und die galoppierende Inflation bremsen den Tourismus nach Aussage von Khun Thanet sehr. „Phuket hat etwa 60 Milliarden Baht an Einnahmen erwirtschaftet, seitdem die Regierung das ‚Phuket Sandbox‘-Programm initiiert hat. Vor Covid-19 haben wir jedoch mehr als 470 Milliarden Baht pro Jahr eingenommen“, so Khun Thanet.

Pisut Saeku, Präsident der Thailändischen Hotelvereinigung der Region Ostküste, rechnet damit, dass Thailand bald wieder mehr Touristen verzeichnen wird, da das Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) das „Thailand Pass“-System für thailändische Staatsbürger am 1. Juni abschaffen und die Beantragungsmodalitäten für Ausländer vereinfachen wird.

Khun Pisut sagte voraus, dass das Königreich zum Jahresende in der nächsten Hochsaison einen Anstieg der Touristenzahlen um 50 Prozent verzeichnen werde, vor allem aus Indien und Vietnam.

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Kradi 29.05.22 16:10
Richtig
@hit the lights: stimmt genau so sehe ich das auch. Wäre die Differenz ein paar Bähtli - kein Problem, akzeptabel und vielleicht sogar richtig - aber das fünf bis zehnfache - ohne mich.
Guenter Scharf 29.05.22 11:10
Ohne Thailand Pass mehr Touris?
@Keule, 28.05.22, 16:30: Was ist am Thailand aPass denn so schlimm/schwierig, dass er angeblich Touris von einem Thailand-Urlaub abhält?
Einfach einloggen, 3 Dokumente hochladen QR-Code bekommen - und ab geht's.
Klar, es geht auch einfacher. Aber das wird doch jeder "Trottel" schaffen! Oder gibt es so viele Faultier unter den Touris?
Hit the Lights 28.05.22 19:30
@Kradi
Ja, Dual-pricing ist ein euphemistischer Ausdruck für Abzocke. Dass das Thais mit durchnittlich viel weniger Einkimmen bekommen, sollten, ja ok. Aber nicht der Faktor 5: Gesehen: (unleserliche Zeichen, klein geschrieben) 40, FARANG (geschätzt doppelt/dreifache Schriftgrösse; wurde absichtlich gross geschrieben beim Ticketschalter) 200. Auch die Diskrepanz 40/300 hatte ich schon mal gesehen. Wenn man das in A bei einer Schilift-Tageskarte machen würde (Ösi 40 Euro, der nicht Ösi-Farang 200 Euro), na dann ...
Kradi 28.05.22 18:20
Wahnsinnig clever...
Wenn man in der Nebensaison Touris aus dem In- und Ausland anziehen will ist natürlich unglaublich schlau, gewisse Nationalparks für "Regeneration" bis in den Oktober zu schließen..... Na ja, ist mir eigentlich egal - solange die "dualen"
Eintrittspreise (auch Ausländerabzocke genannt) gelten verzichte gerne auf Besuche.
Keule 28.05.22 16:30
Den bescheuerten
Thailand Pass abschaffen und es würden sich ein paar Nasen mehr nach Thailand verirren.
Aber anscheinend haben sie es nicht nötig.
Ingo Kerp 28.05.22 16:30
Khun Pisut tätigt eine Vorhersage bezügl. Tourizahlen. Optimistisch wie alle, die mit Tourismus etwas zu tun haben, ist seine Steigerungsprognose um die 50 %. Die Privatwirtschaft würde so eine Vorhersage ins Land der Fabeln verweisen, da mit so unsicheren Zahlen kein Budget erarbeitet werden kann.