Philippinen wählen einen neuen Präsidenten

Foto: Pixabay
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MANILA: Auf den Philippinen sind am Montag mehr als 67 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für den scheidenden Präsidenten Rodrigo Duterte zu bestimmen. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Sohn des verstorbenen Ex-Diktators Ferdinand Marcos das Rennen macht. Bei Umfragen lag Ferdinand «Bongbong» Marcos Jr. deutlich vorne. Gewinnt er, so würde seine Familie 36 Jahre nach ihrer Vertreibung in den Malacañang-Palast in Manila zurückkehren.

Politische Beobachter warnen, dass der südostasiatische Inselstaat unter der Führung des 64-Jährigen in eine noch autoritärere Richtung steuern könnte. Das Marcos-Regime unter Ferdinand (1917-1989) und seiner exzentrischen Frau Imelda (92) machte einst mit Mord, Folter und dem spurlosen Verschwinden politischer Gegner von sich reden.

An zweiter und dritter Stelle lagen bei den Umfragen Vizepräsidentin Leni Robredo und der frühere Box-Weltmeister Manny Pacquiao. Insgesamt bewerben sich neun Kandidaten und eine Kandidatin um das Amt. Die Wahl gewinnt, wer die meisten Stimmen auf sich vereint. Duterte hatte den Wahltag zum Feiertag erklärt, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können.

Der Präsident wird für sechs Jahre gewählt, darf danach aber nicht mehr antreten. Die Wahllokale sind von 6.00 bis 19.00 Uhr (0.00 bis 13.00 Uhr MESZ) geöffnet. Erste Ergebnisse werden noch am Wahlabend oder am Dienstagmorgen erwartet.

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