Pflichtversicherung soll alle Risiken abdecken

Touristen am Patong Beach auf Phuket. Foto: epa/Narong Sangnak
Touristen am Patong Beach auf Phuket. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Auf dem Seminar „Thai Chic Travel Fair“ am Mittwoch in Bangkok wurde einmal mehr der Ruf nach einer obligatorischen Reiseversicherung für ausländische Urlauber laut.

Dieses Mal ging es nicht um Hospitäler, die auf Rechnungen von nicht versicherten Ausländern sitzenbleiben. Dieses Mal ging es um die Entlastung der Staatskasse. Nach der Schiffskatastrophe vor Phuket mit 47 getöteten chinesischen Urlaubern wurden aus dem Fonds 64 Millionen Baht als Entschädigung an die Hinterbliebenen der Opfer und an verletzte Überlende gezahlt. Pongpanu Svetarundra, Staatssekretär im Ministerium für Tourismus und Sport, sagte, der vom Staat geschaffene Entschädigungsfonds sei fast abgeräumt, für weitere Unglücke mit Touristen stünden kaum Mittel bereit. Pongpanu plädierte für eine Pflichtversicherung für Touristen, die alle Risiken während des Aufenthalts in Thailand einschließlich Fahrten und Sportarten abdeckten. Die Idee wurde von Tourismus- und Sportminister Weerasak Kowsurat unterstützt, ohne allerdings Details zu nennen.

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Jürgen Franke 29.07.18 15:11
Gratulation Herr Levi de Ruiter, Ihre
Ausführungen sind wieder einmal an Deutlichkeit nicht zu überbieten. Die spannende Frage für uns bleibt, das Ergebnis dieses Seminars abzuwarten. Möglicherweise müssen zukünftig alle Touristen ein GPS Armband tragen, um sie, bei Boots- oder Busunfällen leichter identifizieren zu können.
Jürgen Franke 28.07.18 17:25
In dem Redaktionsbericht wurde nicht
erwähnt, dass auf dem Seminar ferner vorgeschlagen wurde, die Touristen mit einem GPS Armband zu ersehen, damit man sie schneller identifizieren könne. Das Schiffsunglück hat mit 64 Millionen Bath den Fond erheblich belastet, der nun wieder gefüllt werden müsse. Offensichtlich sind in Thailand die Schiffseigentümer nicht haftpflichtversichert, so dass der Staat die Haftung übernommen habe.
Oliver Harms 28.07.18 05:55
die urlauber sollen erweiterte kurtaxe zahlen :-)
hier geht es weniger um eine unfall-krankenversicherung als darum,daß die urlauber für die entschädigung die nach unfällen die durch pflichtverletzung seitens einiger beamter enstehen zahlen sollen.der staat will seine finanzielle verantwortung an die urlauber weiter delegieren.der 80 jährige golfer soll quasi das riesiko welches der chinesische roller-pilot bei seinen tiefflug artigen fahrversuchen oder der rote fahnen als nationalfarbe begreifende russe am strand bei den selbstmordversuchen durch schwimmen bei sturm mittragen.
Jürgen Franke 27.07.18 23:47
Es wird von einer Pflichtversicherung
gesprochen, die, wenn sie kommen sollte, sicherlich lediglich die Kosten für das Visum erhöhen wird. Alles andere wäre organisatorischer Unsinn und Selbstmord für die Touristik Industrie.
R. Müller 27.07.18 15:26
@ Ingo Kerp
Sie haben wohl recht. Logisch gesehen müssten die Unternehmer der einzelnen Betriebe für eine ausreichende Versicherung besorgt sein. Ganz klar, ein Menschenleben kann nie mit Geld abgegolten werden. Nur es ist ein Unterschied ob in einem Todesfall 1 Mio. Baht den Hinterbliebenen eines Familienernährers aus Pakistan oder den Hinterbliebenen eines Familienernährers aus Deutschland ausbezahlt werden. Die Familie aus Pakistan wir eine Weile über die Runden kommen, die Familie aus Deutschland nicht, wenn nicht noch eine Lebensversicherung vorhanden ist. So gesehen ist die übliche Million Baht Entschädigung sehr relativ.
Eine wirklich gute Versicherung kostet auch in Thailand viel Geld. Diese Auslagen über die Ticketpreise wieder einzufahren dürfte die Preise für Tickets enorm verteuern.
Man kann es drehen und wenden wie man will, eine vernünftige Lösung dürfte sich nicht so schnell abzeichnen. Weniger Turis bei einer Zwangsversicherung wäre nüchtern betrachtet nicht mal so schlecht. Die "Billigsttouristen" würden wohl erst gar nicht nach Thailand reisen. Ergo, weniger Verkehr, weniger "Unfälle" steigende Lebensqualität.