Passagierrekord am Flughafen München

Foto: epa/Lennart Preiss
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MÜNCHEN (dpa) - Am Flughafen München sind im vergangenen Jahr mehr als 46,25 Millionen Menschen angekommen oder losgeflogen - so viele wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete das ein Wachstum von 3,8 Prozent, wie der Flughafen am Mittwoch in München mitteilte. «Das entspricht übrigens in etwa dem Passagieraufkommen, das 2018 in Summe an den Flughäfen Hamburg, Köln/Bonn, Stuttgart und Nürnberg zusammen erzielt worden ist», sagte Flughafen-Chef Michael Kerkloh bei der Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen.

Für die Flughafengesellschaft bedeutet das Fluch und Segen. Zum einen habe das hohe Aufkommen zwar zu einem guten Wirtschaftsergebnis geführt. So stieg der Umsatz im vergangenen Jahr leicht auf 1,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebit) legte um 18 Millionen auf 320 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieben dem Flughafen mit 150 Millionen Euro allerdings wegen Bilanzierungseffekten 9 Millionen Euro weniger als im vergangenen Jahr.

Doch angesichts des Moratoriums für eine dritte Startbahn, auf das sich die bayerische Landesregierung im Koalitionsvertrag geeinigt hatte, äußerte sich Kerkloh skeptisch, dass das Wachstum gehalten werden könne. «Wir werden am Flughafen München aufgrund der sich weiter zuspitzenden Kapazitätsengpässe nicht in der Lage sein, den steigenden Mobilitätsbedarf der Reisenden in vollem Umfang zu befriedigen», sagte er.

Die aktuellen Probleme von Boeing nach dem Absturz einer 737 Max in Indonesien im vergangenen Jahr machten sich indes nicht bemerkbar. Das Flugzeug komme in Europa nur in sehr kleiner Stückzahl zum Einsatz, sagte Kerkloh.

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