Zoo von Washington bekommt neue Bären aus China

Panda-Comeback 

Der Große Panda Tian Tian ist im Smithsonian's National Zoo zu sehen. Foto: Liu Jie/Xinhua/dpa
Der Große Panda Tian Tian ist im Smithsonian's National Zoo zu sehen. Foto: Liu Jie/Xinhua/dpa

WASHINGTON: Der Kummer in Washington war groß, als der Zoo vor sechs Monaten seine einzigen drei Pandas zurück nach China schicken musste. Nun soll von dort ein neues Pandapaar kommen.

Die US-Hauptstadt bekommt nach monatelangem Warten neue Pandas aus China. Der Zoo von Washington kündigte am Mittwoch an, die Ankunft von zwei Pandabären aus China mit den Namen Bao Li und Qing Bao werde bis zum Jahresende erwartet. Die beiden zwei Jahre alten Tiere - ein Männchen und ein Weibchen - sind Leihgaben Chinas. Die Vereinbarung dazu läuft dem Zoo zufolge bis 2034. Sollte das Pandapaar in Washington Nachwuchs zur Welt bringen, müsste dieser bis zum Alter von vier Jahren nach China zurückkehren.

First Lady Jill Biden sprach von einem historischen Moment für die US-Hauptstadt. In einem gemeinsamen Videoclip mit dem Zoo, der auf der Plattform X veröffentlicht wurde, sagte sie: «Es ist offiziell: Die Pandas kommen zurück.»

Vor sechs Monaten hatte der Zoo in Washington drei Pandas, die bis dahin in der US-Hauptstadt lebten, zurück an China übergeben müssen, weil der Pachtvertrag auslief. Der Abschied von den liebgewonnenen Bären fiel vielen Zoobesuchern - vor allem den kleineren - schwer. Sie waren eine der Hauptattraktionen in dem Tierpark.

Das jüngste Pandapaar hatte über die Jahre mehrere Babys bekommen, was für viel Verzückung sorgte. Im Jahr 1972 hatte der Zoo in Washington erstmals Pandas als Leihgaben aus China bekommen - und nahm seitdem immer wieder Pandapaare auf.

Pandas gelten als Symbole der Freundschaft zwischen China und den Ländern, in die sie geschickt werden. Es gibt seit vielen Jahren eine «Panda-Diplomatie», die China gezielt einsetzt - wobei die Tiere aber immer nur geliehen bleiben, ebenso wie ihr Nachwuchs.

Die bei vielen Zoobesuchern beliebten Bären sind größtenteils in der südwestlichen Provinz Sichuan beheimatet. Meist verleiht Peking die schwarz-weißen Bären für eine hohe Miete an wohlgesonnene Länder oder versucht mit den Tieren, die Beziehungen mit den Staaten zu verbessern.

Um das Verhältnis zwischen den USA und China stand es zuletzt jedoch schlecht. Insbesondere im vergangenen Jahr hatten diverse Streitthemen für immense Spannungen zwischen beiden Ländern gesorgt. Die meisten davon sind weiterhin nicht ausgeräumt - ein persönliches Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und Chinas Präsident Xi Jinping im vergangenen November ließ zumindest aber die Kommunikation zwischen beiden Seiten wieder etwas aufleben. Direkt nach dem Treffen damals machte Xi den USA auch Hoffnungen auf neue Pandas.

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Helge Fitz 30.05.24 14:50
Also liebe Amis und Chinesen- vertragt euch doch bitte ! Zugunsten Millionen von Panda- Fans, zu denen ich auch gehöre.
Und geschätzte Kluge Wähler : wählt die Demokrarie und nicht das ......... Trump.