Palästinenser: Fünf Kinder bei Angriff im Gazastreifen getötet

Foto: epa/Mohammed Saber
Foto: epa/Mohammed Saber

TEL AVIV/GAZA: Bei einem Angriff im Norden des Gazastreifens sind palästinensischen Berichten zufolge fünf Kinder und ein Erwachsener getötet worden. Örtlichen Quellen zufolge sollen sie bei einem israelischen Luftangriff im Flüchtlingslager Dschabalia nahe einer Moschee ums Leben gekommen sein. Israels Militär wies dies jedoch zurück. «Basierend auf Militärdaten scheint es, dass das Ereignis auf eine fehlgeleitete Rakete des Islamischen Dschihads zurückgeht», teilte das Militär mit. Die Streitkräfte hätten zum Zeitpunkt des Ereignisses keine Aktivitäten in Dschabalia durchgeführt.

Eine Sprecherin von Israels Ministerpräsident Jair Lapid teilte in der Nacht auf Sonntag mit, es gebe Videoaufnahmen, die den Vorgang dokumentierten. «Die Welt sollte empört darüber sein, dass diese Terrorgruppe unschuldige Israelis ins Visier nimmt und unschuldige Menschen im Gazastreifen tötet», heißt es in der Mitteilung. Jede vierte Rakete, die aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert werde, lande demnach innerhalb des Gazastreifens.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministerium stieg die Zahl der Toten seit dem Beginn der israelischen Angriffe am Freitag auf 24, darunter sind sechs Kinder und zwei Frauen. 215 Menschen seien verletzt worden.

Das israelische Militär bombardiert bei einer Militäroperation gegen die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad seit Freitag Ziele im Gazastreifen. Zuvor soll es Drohungen über einen Angriff auf israelische Zivilisten gegeben haben. Bei den Angriffen wurde unter anderem der Dschihad-Militärchef Taisir al-Dschabari getötet, der dem israelischem Militär zufolge auch für Raketenangriffe aus dem Gazastreifen verantwortlich war.

Aus Gaza wurden seit Freitag mehrere Hundert Raketen auf Israel abgefeuert, die auf offenem Gelände nieder gingen oder vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen wurden.

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