Pässe für Schulden hinterlegt: Thais schwarz über die Grenze

Foto: The Nation
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SA KAEO: Zwölf thailändische Staatsbürger, die Berichten zufolge in einem Casino in der kambodschanischen Grenzstadt Poipet sämtliches Geld verloren und Schulden gemacht hatten und ihre hinterlegten thailändischen Pässe nicht vom Gläubiger abholen konnten, wurden verhaftet, als sie am Mittwoch in Sa Kaeo im Bezirk Aranyaprathet die Grenze nach Thailand überquerten.

Laut der Polizei von Khlong Leuk waren sechs Männer und sechs Frauen im Alter von 48 bis 69 Jahren von Soldaten der Ranger Company 1201 auf einer Routinepatrouille gesichtet und festgenommen worden. Die Thais hatten den permanenten Grenzübergang Ban Klong Leuk umgangen. Wegen Spielschulden im Casino hatten sie ihre Pässe hinterlegen müssen. Die Frauen und Männer bestanden darauf, dass sie keine Wahl hatten, da sie in Kambodscha kein Geld bekommen und keine Kredite aufnehmen konnten, um ihre Pässe zurückzuholen. Nach dem Verhör setzte Oberstleutnant Paisin Kaewsikhao Geldbußen in Höhe von 100 bis 500 Baht fest, berichtet die „Nation“. Die Höchststrafe beträgt 1.800 Baht.

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Leserkommentare

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Thomas Thoenes 07.12.18 16:31
Wäre vielleicht etwas cleverer
gewesen wenn wenigstens einer aus der Gruppe seinen Ausweis behalten hätte um Geldnachschub aus Thailand zu holen. Was jetzt wohl billiger ist? Neuer Pass oder alten in Kambodscha abholen. Ich denke mal viel wirds auf einen Thai Pass nicht geben. :-)
Ingo Kerp 07.12.18 13:17
Das sind natürlich keine echten Geldbußen, da die Beträge zu gering sind. Andererseits, wie kommen die Zocker jetzt wieder an ihre Pässe? Ist vielleicht eine Warnung für die Zukunft, das Spielen zu unterlassen..