Ostukrainische Separatisten lassen vier Gefangene frei

Archivbild: epa/Alexander Ermochenko
Archivbild: epa/Alexander Ermochenko

KIEW (dpa) - Die Separatisten in der umkämpften Ostukraine haben vier Gefangene freigelassen. Sie bezeichneten diesen Schritt am Freitag als «Zeichen des guten Willens». Die vier Männer im Alter von 30 bis 54 Jahren trafen örtlichen Medienberichten am Nachmittag in Kiew ein. Sie waren vom russischen Rostow am Don über Minsk (Weißrussland) in die ukrainische Hauptstadt gebracht worden.

Die Freilassung wurde den Angaben nach ohne offizielle Unterhändler auf eine Initiative des prorussischen Politikers Viktor Medwedtschuk organisiert. Der ehemalige Chef des Präsidialamts und dessen Partei Oppositionsplattform werden offen vom Kreml unterstützt. In knapp drei Wochen wird in der Ex-Sowjetrepublik Ukraine ein neues Parlament gewählt. Umfragen nach kann die Partei damit rechnen, zweitstärkste Kraft in der Obersten Rada zu werden.

Teile der Gebiete Luhansk und Donezk an der russischen Grenze werden seit 2014 von durch Moskau unterstützte Aufständische kontrolliert. UN-Schätzungen zufolge wurden bei Kämpfen mit Einheiten der Regierung etwa 13 000 Menschen getötet. 2015 wurde mit deutsch-französischer Vermittlung ein Friedensplan vereinbart. Er sieht auch einen Gefangenenaustausch vor. Den letzten großen Austausch von insgesamt etwa 300 Ukrainern gab es im Dezember 2017.

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