OrBorTor setzt Ozon bei Abwasserkrise ein

Archivbild: The Thaiger
Archivbild: The Thaiger

PHUKET: Die Tambon-Verwaltungsorganisationen in Kamala (OrBorTor) verteidigt ihre Bemühungen, das pechschwarze Abwasser im Pak-Bang-Kanal zu reinigen, das über den Strand ins Meer abgeleitet wird und ausländische sowie einheimische Badegäste gleichermaßen beunruhigt.

Das Wasser sei jetzt nach Aussage der Beamten „besser“ und „klarer“. Dennoch räumen sie ein, dass immer noch Verunreinigungen die Bereiche am Strand säumen, an denen es über den Sand in die See fließt. Die Behörde nimmt mit ihrer Stellungnahme Bezug auf ein Video, das von lokalen Aktivisten der angesehenen Meeresschutzgruppe „Go Eco Phuket“ Ende März online gestellt wurde. In dem Clip ist zu sehen, wie pechschwarzes Abwasser in großen Mengen über den Strand ins Meer fließt.

Nopporn Karuna, stellvertretender OrBorTor-Geschäftsführer in Kamala, betont, dass es sich bei dem schwarzen Wasser, das in dem Video zu sehen ist, bereits um gereinigtes handeln würde. Die beunruhigende Farbe, so Nopporn, sei auf Schlamm zurückzuführen, der sich im Kanal abgesetzt habe. Für die Klärung des Kanalwassers setze seine Behörde Ozonwasseraufbereitungssysteme ein, die rund um die Uhr in Betrieb seien, erläutert Nopporn und fügt hinzu, dass sich der unangenehme Geruch des Wassers bereits etwas gelegt habe. Um die Verfärbung des Wassers zu stoppen, müsse der schwarze Bodensatz des Kanals ausgebaggert werden, wofür jedoch das Amt für öffentliche Arbeiten zuständig sei, das er bereits kontaktiert habe, erklärt der stellvertretende OrBorTor-Geschäftsführer. Er vermutet, dass das Video zu einem Zeitpunkt aufgenommen wurde, als der positive Effekt der Ozonwasseraufbereitungssysteme noch nicht eingetreten war.

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Leserkommentare

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Thomas Thoenes 16.04.19 15:04
Da wäre es doch ein leichtes
jetzt wo der positive Effekt wirkt ein neues Video zu drehen um die Gemüter zu beruhigen. Oder sähe das eventuell nicht anders aus und wird darum vermieden?
Hansruedi Bütler 16.04.19 15:00
Wer so was glaubt ist selber schuld
Ein solchermaßen verunreinigtes Abwasser braucht Unmengen an Ozon, das aber zuerst mal produziert werden muss. Nach welchem Verfahren („Corona-Entladung“ = Trockenherstellung) oder mit UV/Luft direkt im Schmutzwassersystem? Beide verfahren sind kostenintensiv und arbeiten mit geringe Ozonausbeute. Im industriellen Maßstab beträgt die Spannung bis zu 20 kV, auch der Kühlprozess benötigt viel Energie (Kurzschlussgefahr / Trafoexplosion). Kleinere Anlagen erbringen bei solch miserabler H2O-Qualität nichts. Eine Voroxidation mit Wasserstoffperoxid (H2O2) / KAT würde einen Sinn ergeben und die Nachoxidation darf entsprechend geringer ausfallen. Ich denke, dass Plasma und Elektrolyseverfahren technologisch für TH noch nicht verfügbar sind (Service und Wartung). Dito modernere Entwicklungen mit elektrochemischen Zellen welche aus H2O Ozon (O3) und Wasserstoff (H2) mit hoher Ausbeute erzeugen. Manchmal bekomme ich das ungute Gefühl, TH steht sich selbst im Weg.