Österreich: Nationalismus sollte Warnung sein

Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen. Foto: epa/Koca Sulejmanovic
Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen. Foto: epa/Koca Sulejmanovic

PARIS (dpa) - Der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen hat die Erinnerung an die konfliktgeladenen Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs als Mahnung für heute bezeichnet. Dies sei wichtiger denn je, sagte er am Sonntag mit Blick auf die aktuellen internationalen politischen Spannungen. «Gerade dann muss man sich erinnern, wohin der Nationalismus der 30er Jahre geführt hat», sagte Van der Bellen bei der Gedenkveranstaltung zum Waffenstillstand am Ende des Ersten Weltkriegs in Paris. Österreich gab die erste Kriegserklärung ab, wurde aber 1918 besiegt.

Der Waffenstillstand zwischen den Siegermächten und Deutschland beendete zwar das Töten, «aber die nächsten 20 Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg waren geprägt von Zerwürfnissen aller Art, die auch aus den irregeleiteten Friedensverhandlungen resultierten», fügte Van der Bellen hinzu. Westeuropa habe seine Lektion nach dem Zweiten Weltkrieg gelernt, woraus letztendlich das entstanden sei, «was heute die Europäische Union ist».

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David Hermann 12.11.18 09:50
Der Herr Professor von den Gruenen sollte lieber seine Hausaufgaben machen: Der Kommunismus ist an sich "internationalistisch' und hat trotzdem Krieg und Aggression ausgeloest - mit 100 Mio Toten. Also nicht bloss uebersteigerter Nationalismus ist eine Gefahr fuer den Frieden. Die Schweizer sind uebrigens weit patriotischer als viele Europaer, friedlich waren sie trotzdem seit jeher. Ich kann auch nix anfangen mit 'Nationalstolz', aber muss nicht gleich unterschwellig alle diffamieren die ausgepraegter patriotisch sind. Herr Professor: "Der Schluessel zu 'Everlasting Peace' liegt in der Demokratisierung der Welt. Mit Aufklaerung, Bildung und Wehrhaftigkeit der demokratischen Nationen wie das bis 1990 unangezweifelt war. Zwischen zwei Demokratien hat es noch nie und wird es auch nie Krieg geben. Als Akademiker sollten Sie das wissen ... auch wenn das ihrer gruenen Agenda zuwiderlaeuft."