Österreichs Kanzler erwartet IS-Kämpfer als Thema in Washington

Foto: epa/Franck Robichon
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WIEN (dpa) - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) geht davon aus, dass bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump die Frage der Rücknahme von österreichischen IS-Kämpfern aus Syrien eine Rolle spielen wird. «Ich nehme an, dass die amerikanische Seite das ansprechen wird», sagte Kurz am Dienstag bei seiner Abreise vor Journalisten in Wien.

«Wir sind da sehr zurückhaltend, für uns geht der Schutz der österreichischen Bevölkerung natürlich vor», sagte der Regierungschef. Das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung geht davon aus, dass sich derzeit noch knapp 100 aus Österreich stammende Menschen in den Kriegsgebieten im Nahen Osten aufhalten.

Kurz wird Trump am Mittwoch im Weißen Haus treffen. Es ist das erste Mal seit gut 13 Jahren, dass ein österreichischer Kanzler vom US-Präsidenten empfangen wird. Hauptanliegen der US-Reise sei, dazu beizutragen, dass der Handelskrieg zwischen Europa und den USA nicht immer mehr an Dynamik zunehme. Kurz bekräftigte zugleich die Differenzen mit den USA über das Atomabkommen mit dem Iran, aus dem sich Washington zurückgezogen hat.

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