Österreichs «Identitären»-Chef wird US-Visum aberkannt

Foto: Twitter
Foto: Twitter

WIEN (dpa) - Die USA haben dem Chef der österreichischen «Identitären», Martin Sellner, sein Langzeit-Visum aberkannt. Die US-Behörden hätten ihn darüber nach einem «Background-Check» (Überprüfung) informiert, sagte der 30-Jährige am Freitag in Wien.

Gegen die rechte «Identitäre Bewegung», die unter anderem gegen «unkontrollierte Massenzuwanderung» ist, wird wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung ermittelt. Der mutmaßliche Attentäter von Neuseeland, der in zwei Moscheen 50 Menschen erschossen haben soll, hatte der Organisation Anfang 2018 1.500 Euro gespendet. Nicht zuletzt aufgrund dieser Verbindung prüft die österreichische Regierung auch ein Verbot der «Identitären». Sellner, dessen Verlobte in den USA lebt, kritisierte den Entzug des Visums.

In sozialen Medien wurde der Schritt so kommentiert: «Sehr lustig: Wenn es ihn selber trifft, ist der Kader der «Identitären» dann plötzlich doch nicht mehr für Grenzkontrollen und Einreiseverbot für Ausländer.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Thomas Sylten 30.03.19 13:22
ungeklärte Terrorverbindungen
Da nimmt ein Land sein Grenzregime - ganz wie von ihm gefordert - mal ernst (zumal wegen ungeklärter Terrorverbindungen), und dann ist es ihm auch wieder nicht recht..