Österreicher Max Z. in Türkei von Terrorvorwürfen freigesprochen

ISTANBUL (dpa) - Der wegen Terrorvorwürfen in der Türkei angeklagte Österreicher Max Z. ist freigesprochen worden. Das bestätigte sein Anwalt Murat Yilmaz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Staatsanwalt selbst habe den Freispruch von Z. und drei weiteren Angeklagten gefordert, weil er keine illegalen Aktivitäten habe nachweisen können. Das Gericht in der Hauptstadt Ankara habe dem stattgegeben. Die schriftliche Urteilsbegründung folge.

Das Urteil kam überraschend. Yilmaz hatte vor der Fortsetzung des Prozesses noch eine Vertagung erwartet.

Z. war im September 2018 festgenommen worden und saß drei Monate in Untersuchungshaft. Nach der Entlassung durfte er das Land aber weiter nicht verlassen. Mit dem Freispruch dürfe Z. nun auch ausreisen, sagte sein Anwalt.

Die Staatsanwaltschaft hatte Z. ursprünglich vorgeworfen, Mitglied der in der Türkei verbotenen linken Splitterorganisation TKP Kivilcim zu sein.

Seinem Anwalt zufolge hat Z. als freier Autor für linke Publikationen unter anderem über die kurdische Arbeiterpartei PKK geschrieben. Die PKK ist in der EU und der Türkei als Terrororganisation verboten.

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