Österreich will Kryptowährungen regulieren

Bitcoin. Foto: epa/Sascha Steinbach
Bitcoin. Foto: epa/Sascha Steinbach

WIEN (dpa) - Österreich will boomende Kryptowährungen wie Bitcoin strenger regeln.

Der Handel damit solle ähnlich wie jener mit Gold und speziellen Finanzinstrumenten (Derivate) behandelt werden, kündigte Finanzminister Hartwig Löger am Freitag an. Dazu gehörten Meldungen an die Geldwäschestelle bei Transaktionen über 10.000 Euro. Die Geldwäschemeldestelle des Bundeskriminalamts soll die Eigentümer von virtuellen Währungen identifizieren können. Handelsplattformen für Kryptowährungen müssten der Finanzmarktaufsicht (FMA) unterworfen und Vertriebsmodelle überwacht werden, sagte Löger.

Die Neuausgabe von Kryptowährungen müsse von der FMA genehmigt werden. Demnächst werde eine Gruppe von Fachleuten Maßnahmen zur Regulierung erarbeiten. Darüber hinaus wolle Österreich europäische Initiativen auf diesem Feld unterstützen, so der Finanzminister. «Die Kryptowährungen sind im Begriff, die Reputation des Finanzmarkts massiv zu beeinträchtigen und den Ruf einer noch jungen aber für den Finanzmarkt der Zukunft sehr wichtigen Branche zu gefährden», sagte Löger. Eine Regulierung dürfe daher Wachstum und Zukunftschancen nicht behindern.

Die umstrittene Kryptowährung Bitcoin ist die älteste und bekannteste Digitalwährung. Mittlerweile gibt es rund 1.500 virtuelle Währungen.

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Leserkommentare

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Harry Thiel 25.02.18 11:15
Was ich nicht darf
darf eigentlich auch kein Anderer, wenn doch dann muss er auf jeden Fall dafür an den Staat abdrücken. Schöne Freiheit aber auch.