Österreich gibt Raubkunst aus Zweitem Weltkrieg an Russland zurück

Foto: Salzburgmuseum.at
Foto: Salzburgmuseum.at

SOTSCHI (dpa) - Österreich will mehrere im Zweiten Weltkrieg geraubte antike Kunstschätze an Russland zurückgeben.

Dabei handle es sich um fünf Grabreliefs und drei Amphoren aus der Region Krasnodar in Südrussland, sagte der österreichische Präsident Alexander Van der Bellen am Mittwoch bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Sotschi. Symbolisch überreichte er Putin eine Urkunde, in der die Übergabe bestätigt wird. Die antiken Gegenstände sollten im Herbst nach Russland zurückkehren, teilte das Salzburg Museum zudem mit.

Die Kunstgegenstände waren 1943 von einem Offizier der Nationalsozialisten aus einem Museum in der sowjetischen Stadt Temrjuk geraubt worden. Später wurden sie in Salzburg ausgestellt. Erst im vergangenen Jahr sei die Herkunft der Objekte eindeutig geklärt worden, hieß es.

Zugleich hätten beiden Staatschefs darüber gesprochen, dass Russland Teile jüdischer Archive an Österreich zurückgebe, sagte Putin.

Österreich und Russland wollen unter anderem ihre kulturellen Beziehungen stärken. Dazu kündigten beide Länder 2020 ein gemeinsames Literatur- und Theaterjahr an. Van der Bellen lud seinen russischen Kollegen zu einem Besuch bei den berühmten Salzburger Festspielen ein, die dann zum 100. Mal über die Bühne gehen werden. Putin bedankte sich auf Deutsch für die Einladung.

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