Kurz: Europäische Außengrenzen stärken

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: epa/Omer Messinger
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. Foto: epa/Omer Messinger

BERLIN (dpa) - Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will während der EU-Ratspräsidentschaft seines Landes den Schutz der europäischen Außengrenzen stärken.

Dazu solle die Grenzorganisation Frontex gestärkt werden, sagte Kurz am Dienstag in Berlin nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt. Österreich, das am 1. Juli die Präsidentschaft übernimmt, wolle den Flüchtlingszustrom stoppen. Dazu wolle Wien eine europäische Lösung, fügte Kurz hinzu. Sein Land habe schon einiges unternommen, um die illegale Zuwanderung von Migranten zu unterbinden. Österreich habe auch die Abschiebungen ausgeweitet.

Kurz betonte, sich nicht in die innerdeutschen Streitigkeiten über das Vorgehen in der Asylpolitik einmischen zu wollen. Merkel und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) streiten derzeit über die Zurückweisung von Flüchtlingen an der deutschen Grenze. Merkel will eine europäische Lösung dieses Problems. Seehofer setzt offensichtlich auf eine nationale Lösung, zumal die EU in der Asylpolitik zerstritten ist. Laut Seehofer wollen er und Merkel den Streit noch in dieser Woche beilegen.

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