Niederlande feiern wieder Ankunft des Nikolaus

Niederlande feiern wieder Ankunft des Nikolaus

HELLEVOETSLUIS: Die gefeierte Ankunft des Nikolaus in den Niederlanden musste zuletzt wegen der Corona-Epidemie ausfallen. Nun empfingen wieder Tausende das Boot mit dem Heiligen. Dabei bangten viele Kinder bis zum Schluss, ob Nikolaus es mit den Geschenken bis nach Holland schafft.

Zum ersten Mal seit drei Jahren haben die Niederlande wieder die traditionelle Ankunft des Nikolaus feiern können, die wegen der Corona-Epidemie zuvor ausgefallen war. Tausende Menschen waren dem Sender NOS zufolge am Samstag in Hellevoetsluis bei Rotterdam zur Begrüßungszeremonie für den Sinterklaas gekommen, wie der Heilige mit dem weißen Rauschebart und dem roten Bischofsmantel in den Niederlanden genannt wird. Von dort aus wurde in diesem Jahr die Ankunft des Nikolaus im Fernsehen übertragen, die auch in zahlreichen anderen Städten inszeniert wurde.

Der Legende zufolge reist Sinterklaas jedes Jahr im November mit dem Dampfschiff von Spanien aus in die Niederlande, wo er dann auf einem Schimmel über die Dächer reitet. Seine Helfer kriechen durch Schornsteine und bringen Kindern Geschenke. Die große Bescherung ist dann am 5. Dezember.

Die Ankunft des Nikolaus sorgte dieses Mal in den Niederlanden auch für Aufregung. Im «Sinterklaasjournaal», einer speziellen Nikolaus-Sendung für Kinder im Fernsehen, war am Donnerstagabend berichtet worden, das Schiff des Nikolaus voller Geschenke sei auf der Fahrt in Richtung der Niederlande gesunken - es wurden auch Bilder eines klatschnassen Nikolaus gezeigt. Etliche Eltern hätten ihre weinenden Kinder trösten müssen, berichtete der Sender. Am Freitag wurde dann bereits ein Ersatzschiff bei Hellevoetsluis gezeigt, mit dem der Nikolaus samt Geschenken anlegen werde.

Kritik mit einem Augenzwinkern gab es dann am Samstag, als es in den Kindernachrichten hieß, der Nikolaus sei mit einem Privatflugzeug in der Nähe von Hellevoetsluis gelandet. Die Wahl des Verkehrsmittels wurde in sozialen Medien als klimaschädlich kritisiert. Im Gepäckraum des Fliegers sei nicht genug Platz für Geschenke, monierten andere.

Die Ankunft des Nikolaus war in einigen Orten erneut mit einem Streit um dessen schwarze Gehilfen - die «Zwarten Pieten» - verbunden. Die Aktionsgruppe «Kick Out Zwarte Piet» sieht in den traditionell schwarz geschminkten Assistenten in Pagenkostümen eine Diskriminierung schwarzer Menschen.

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