Niederländische Metro stoppt erst auf Kunstwerk

Metro schießt durch den Halteblock in Spijkenis. Foto: epa/Robin Utrecht
Metro schießt durch den Halteblock in Spijkenis. Foto: epa/Robin Utrecht

SPIJKENISSE: Eine niederländische Metro hat einen versehentlichen und gefährlichen Stopp hingelegt: Die Bahn kam am Montag erst auf einem etwa zehn Meter hohen Kunstwerk zum Stehen, der Fluke eines riesigen Wals aus Metall. Der Metrofahrer hatte die Bahn nach der letzten planmäßigen Fahrt in Spijkenisse bei Rotterdam in der Nacht zum Montag wie vorgesehen auf ein Abstellgleis gefahren - doch aus zunächst ungeklärter Ursache stoppte die Bahn nicht an den Halte-Blöcken, sondern erst auf dem unmittelbar dahinter liegenden Kunstwerk.

Der Metrofahrer kam mit dem Schrecken davon, wie das Transportunternehmen mitteilte. Einsatzkräfte versuchten am Montag, den Wagen zu bergen. Menschen waren den Informationen zufolge nicht in Gefahr.

Nachbarn waren kurz nach Mitternacht durch Lärm nach einem heftigen Aufprall aufgeschreckt. «Auf einmal sah ich, dass der Schwanz besetzt war», sagte ein Mann dem TV-Sender NOS.

Das Kunstwerk besteht aus zwei aus Kunststoff gebauten Fluken, die direkt beim Metro-Bahnhof De Akkers etwa zehn Meter hoch aus dem Wasser ragen. Das Abstellgleis befindet sich auf etwa derselben Höhe. Das Kunstwerk habe vermutlich den Fall des Wagens gestoppt und Schlimmeres verhindert, sagten Experten.

Der Fahrer konnte ohne Hilfe aus dem Wagen klettern. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich nach Angaben der Polizei keine Fahrgäste mehr an Bord. Der Schaden an dem Fahrzeug sei groß, teilte die Polizei mit.

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