Niederländische Justiz ermittelt gegen ausgewiesene Journalistin

Foto: epa/Robin Utrecht
Foto: epa/Robin Utrecht

ROTTERDAM (dpa) - Eine aus der Türkei ausgewiesene niederländische Journalistin wird von der Justiz ihres Heimatlandes als Verdächtige in einem Ermittlungsverfahren zu Terrorismus angesehen. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Rotterdam mit, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Sie selbst soll aber keine terroristische Straftat begangen haben. Einzelheiten zu dem Verdacht und den Ermittlungen nannte die Staatsanwaltschaft nicht.

Die Journalistin Ans Boersma, die vor allem für «Het Financieele Dagblad» berichtete, war überraschend in der Türkei festgenommen und am Donnerstag ausgewiesen worden. Die Türkei hatte Sicherheitsgründe geltend gemacht und auf Inforamtionen der niederländischen Polizei verwiesen. Danach habe die Journalistin Kontakte zum früheren Al-Kaida-Ableger Dschabhat al-Nusra (Al-Nusra-Front) in Syrien.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte ANP, dass die türkischen Behörden über die Ermittlungen gegen die Journalistin informiert wurden. Gleichzeitig sei die Justiz in der Türkei um Hife bei den Ermittlungen gegen die Journalistin und andere Verdächtige gebeten worden. Dabei soll es unter anderem um Informationen zu Reisen der Korrespondentin gegangen sein, wie ANP berichtete.

Die Journalistin wurde nach Angaben der Justiz bei ihrer Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol nicht festgenommen.

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