Neues aus der Raumfahrt am Sonntag

Foto: Pixabay
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Russland will gemeinsam mit den USA die Venus erforschen

MOSKAU: Russland will gemeinsam mit den USA den Planeten Venus erforschen. «Wir haben uns mit den Amerikanern auf eine gemeinsame Mission zur Venus geeinigt», sagte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, in der Nacht zum Sonntag in einem Interview mit dem Journalisten Wladimir Solowjow bei Youtube. Zusammen sei es einfacher, die Aufgabe etwa aus wirtschaftlicher und technischer Sicht anzugehen.

«Solche Probleme lassen sich gemeinsam leichter lösen, indem man die Talente unserer Wissenschaftler nutzt.» Daran seien auch die USA interessiert, meinte Rogosin. Einen Zeitplan nannte er nicht.

Der Nachbarplanet Venus ist ähnlich groß wie die Erde, hüllt sich jedoch in eine dichte Wolkendecke. Durch einen starken Treibhauseffekt herrschen auf der Oberfläche mehrere hundert Grad Celsius.

Russland hatte bereits im vergangenen Jahr eine Mission zur Venus angekündigt. Damals hieß es, dass eine Sonde in den Jahren 2027 bis 2029 starten könnte. Zuletzt erklärten die Vereinigten Arabischen Emirate, den Planeten erforschen zu wollen.


Russische Behörde zu Satelliten-Abschuss: Keine Gefahr für ISS

MOSKAU: Nach dem Abschuss eines ausgedienten Satelliten durch Russland und der Räumung der Internationalen Raumstation ISS besteht nach russischer Darstellung keine Gefahr für deren Besatzung. Die Sicherheit der Station sei nicht beeinträchtigt, sagte der Chef der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, in der Nacht zum Sonntag in einem Interview mit dem Journalisten Wladimir Solowjow auf Youtube. Die Trümmerteile würden überwacht. «Wir tauschen diese Informationen mit dem Verteidigungsministerium aus, um die ISS vor unangenehmen Abenteuern zu bewahren», sagte Rogosin.

Am Montag musste sich die siebenköpfige Besatzung wegen einer befürchteten Kollision mit Weltraumschrott in zwei an der Station angedockten Raumschiffen in Sicherheit bringen. Unter ihnen war der deutsche Astronaut Matthias Maurer. Einen Tag später bestätigte Russland, sein Militär habe eine Anti-Satelliten-Rakete getestet und den ausgedienten Satelliten «Zelina-D» abgeschossen. International gab es viel Kritik, weil Russland so die Sicherheit der ISS gefährdet habe.

«Anti-Satelliten-Waffen werden in Russland seit langem entwickelt, das ist kein Geheimnis», sagte Rogosin. Nun sei es an der Zeit gewesen, diese zu testen. Sein Land sollte über solche Waffen verfügen, meinte der Roskosmos-Chef. Russland sei besorgt, dass Satelliten des US-Geheimdienstes intensiv genutzt würden. Die Militarisierung des Weltraums gebe Anlass zur Beunruhigung.

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