Neues aus der Raumfahrt am Mittwoch

Französischer Präsident Emmanuel Macron besucht die Ariane-Gruppe. Foto: epa/Christophe Ena
Französischer Präsident Emmanuel Macron besucht die Ariane-Gruppe. Foto: epa/Christophe Ena

Macron: Frankreich glaubt an das «Abenteuer» Raumfahrt

PARIS: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Bedeutung der Raumfahrtindustrie für sein Land hervorgehoben. «Frankreich glaubt an die Raumfahrt als Exzellenzbranche von heute und morgen», sagte er am Dienstag bei einem Besuch eines Standorts des Raketenbauers ArianeGroup in Vernon. Frankreich müsse weiterhin ein großes Raumfahrtland bleiben. In der Branche gebe es international wachsenden Wettbewerb - besonders in den vergangenen Jahren, so Macron. Der 43-Jährige wies besonders auf die Konkurrenz aus den USA und Asien hin. «Frankreich glaubt an dieses Abenteuer.»

Macron wies darauf hin, dass man deshalb auch beschlossen habe, im Rahmen des Corona-Wiederaufbauplans rund 500 Millionen Euro in Raumfahrtprojekte und die Entwicklung von Wasserstoffantrieben zu investieren. 30 Millionen sollen am Standort Vernon eingesetzt werden. Der Wiederaufbauplan «Plan Relance» wird in Teilen mit Zuschüssen der Europäischen Union finanziert und wurde bereits im September vorgestellt. Er soll die französische Wirtschaft nach der Corona-Krise wieder ankurbeln.

Vor allem das private US-Unternehmen SpaceX macht der europäischen Raumfahrt massive Konkurrenz. Das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk setzt vor allem auf wiederverwendbare Raketen. Die Europäer wollen mit der neuen Trägerrakete Ariane 6, die viel kostengünstiger ist als ihr Vorgängermodell Ariane 5, dagegenhalten. Allerdings kam es zuletzt zu starken Verzögerungen, der Erststart wurde immer wieder nach hinten geschoben. Er ist nun für 2022 vorgesehen.

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Ingo Kerp 13.01.21 13:07
Erstaunlich, wer alles am Weltraum interessiert ist. Unsummen werden für die Weltraumunternehmen ausgegeben. Wäre es nicht wesentlich interessanter, mal auf der Erde, bzw. unter Wasser zu forschen? Immer mal wieder fängt man in den Tiefseeschleppnetzen unbekannte Kreaturen. Keiner weiß genau, wie es in der Tiefsee auf unserem Planeten aussieht. Warum wird da nicht mehr Geld in die Hand genommen, um es zu erforschen?