Neues aus der Raumfahrt am Mittwoch

Die Raumsonde InSight landet auf dem Mars. Archivfoto: epa/EUGENE GARCIA
Die Raumsonde InSight landet auf dem Mars. Archivfoto: epa/EUGENE GARCIA

Mars-Lander «Insight» geht der Saft aus

WASHINGTON: Dem 2018 auf dem Mars gelandeten Nasa-Lander «Insight» geht die Energie aus. «Der «Insight» Mars-Lander der NASA verliert allmählich an Leistung und wird voraussichtlich noch in diesem Sommer den wissenschaftlichen Betrieb einstellen», teilte die US-Raumfahrtbehörde am Dienstag (Ortszeit) mit. Das Team erwarte, dass er bis zum Dezember funktionsunfähig werden wird und damit seine Mission auf dem Roten Planeten beendet.

Der stationäre Lander war vor knapp vier Jahren auf dem Mars angekommen, um seismische Aktivitäten zu messen. Seine wissenschaftlichen Ziele erreichte er bereits nach gut zwei Jahren, sodass er sich seitdem auf einer «ausgedehnten Mission» befindet. Zuletzt sei die Stromversorgung aber klar zurückgegangen, weil die zwei 2,2 Meter breiten Solarmodule mit immer dichterem Staub überzogen seien.

Dass dies nicht schon früher passierte, liegt auch an einem Trick der Nasa-Ingenieure: Mit einem Roboter-Arm des Landers streuten sie Sand in die Nähe einer Solarzelle. Als der Wind diesen über die Solarzelle wehte, nahm er dabei auch einen Teil des dort abgelagerten Staubs mit - und die Solarzelle konnte den Lander weiter mit Energie versorgen.


Krisengeplagtes «Starliner»-Raumschiff soll zur ISS starten

WASHINGTON/NEW YORK: Mit Jahren Verspätung soll in der Nacht zum Freitag (0.54 Uhr am Morgen MESZ) erstmals das «Starliner»-Raumschiff von Boeing zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Bei dem Start vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral handelt es sich um einen unbemannten Test für den krisengeplagten «Starliner», der bereits mehr als zwei Jahre hinter dem Zeitplan liegt.

Boeings Raumschiff soll künftig als Alternative zur «Crew Dragon»-Raumkapsel von SpaceX Astronauten zur ISS transportieren. Das hätte eigentlich schon längst passieren sollen, aber bei einem ersten Test im Dezember 2019 hatte es das Raumschiff - unter anderem wegen eines Problems mit der automatischen Zündung der Antriebe - nicht zur ISS geschafft. Im vergangenen Jahr war die Mission mehrfach verschoben worden - und dann musste der «Starliner» schließlich wegen Ventil-Problemen komplett zurück in die Werkstatt.

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