Neues aus der Raumfahrt am Freitag

Foto: Pixabay
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Nach Explosion: Zweiter «Starship»-Test geplant

BROWNSVILLE: Rund ein halbes Jahr nach der Explosion des größten jemals gebauten Raketensystems der Raumfahrtgeschichte bei einem Testflug soll am Samstag (ab 14.00 Uhr MEZ) der nächste Versuch gestartet werden. Der zweite Teststart war ursprünglich für Freitag angesetzt gewesen, wurde dann aber auf Samstag verschoben. Elon Musk, Chef des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX, gab an, es müsse zuvor noch eine Antriebseinheit an einer Steuerfläche ausgetauscht werden.

Das «Starship» war Mitte April erstmals zu einem unbemannten Teststart aufgebrochen - und vier Minuten später taumelnd explodiert und zerbrochen. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hatte den Vorfall untersucht und als Bedingung für einen weiteren Start zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen angemahnt. SpaceX teilte mit, Verbesserungen und Veränderungen umgesetzt zu haben. Die FAA gab nun grünes Licht.

Das «Starship» soll bemannte Missionen zu Mond und Mars ermöglichen. Es besteht aus dem rund 70 Meter langen Booster «Super Heavy» und der rund 50 Meter langen ebenfalls «Starship» genannten oberen Stufe. Das System ist so konstruiert, dass Raumschiff und Rakete nach der Rückkehr auf die Erde wiederverwendet werden können. Das insgesamt rund 120 Meter lange System soll künftig weit über 100 Tonnen Ladung transportieren können. Mit dem «Starship» will die Nasa Astronauten auf den Mond bringen. SpaceX hofft, eines Tages bis zum Mars zu kommen.


Zweiter Test von «Starship»-Raketensystem auf Samstag verschoben

BROWNSVILLE: Elon Musks Raumfahrtunternehmen Space X wollte eigentlich am Freitag zum zweiten Mal sein mächtiges Raketensystem «Starship» testen. Kurzfristig hat es den Start verschoben.

Der zweite Test des größten jemals gebauten Raketensystems der Raumfahrtgeschichte ist von Freitag auf Samstag verschoben worden. Es müsse noch eine Antriebseinheit an einer Steuerfläche ausgetauscht werden, schrieb Elon Musk am Donnerstag beim ihm gehörenden Kurznachrichtendienst X, früher Twitter. «Deswegen ist der Start auf Samstag verschoben.» Um 14.00 Uhr MEZ solle sich am Samstag ein 20-minütiges Startfenster für das «Starship» öffnen, teilte SpaceX kurz darauf mit.

Außerdem verschickte Musks Raumfahrtunternehmen eine Lärmwarnung an die Bewohner und Bewohnerinnen des umliegenden Cameron County im US-Bundesstaat Texas: Es werde möglicherweise ein «lautes Geräusch» von den 33 Triebwerken zu hören sein. Was man vor Ort mitbekomme, hänge aber auch vom Wetter und anderen Bedingungen ab. Zuvor war der zweite Startversuch für Freitag ab 14.00 Uhr MEZ angekündigt gewesen.

Das «Starship» war Mitte April erstmals zu einem unbemannten Teststart aufgebrochen - und vier Minuten später taumelnd explodiert und zerbrochen. Milliardär Musk, dessen Firma SpaceX das Raketensystem «Starship» entwickelt und gebaut hat, sah darin allerdings keinen Rückschlag, sondern einen «aufregenden Teststart». Ein nächster Teststart mit einem weiteren «Starship» solle so bald wie möglich folgen, hatte Musk stets betont.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA hatte den Vorfall untersucht und als Bedingung für einen solchen nächsten Teststart zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen angemahnt. SpaceX teilte mit, zahlreiche Verbesserungen und Veränderungen umgesetzt zu haben. Die FAA gab nun grünes Licht.

Das «Starship» - bestehend aus dem rund 70 Meter langen Booster «Super Heavy» und der rund 50 Meter langen ebenfalls «Starship» genannten oberen Stufe - soll bemannte Missionen zu Mond und Mars ermöglichen. Das System ist so konstruiert, dass Raumschiff und Rakete nach der Rückkehr auf die Erde wiederverwendet werden können. Das insgesamt rund 120 Meter lange System soll künftig weit über 100 Tonnen Ladung transportieren können. Mit dem «Starship» will die Nasa Astronauten auf den Mond bringen. SpaceX hofft, eines Tages bis zum Mars zu kommen.

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