Nasa: «Artemis 1» erstmals nah am Mond vorbeigeflogen

Dieses Handout von NASA TV zeigt das Orion-Raumschiff der NASA im Anflug auf den Mond. Foto: Uncredited/Nasa
Dieses Handout von NASA TV zeigt das Orion-Raumschiff der NASA im Anflug auf den Mond. Foto: Uncredited/Nasa

WASHINGTON: Nach monatelangen Verschiebungen brach die neue Nasa-Mondmission «Artemis» vor rund einer Woche zu einem ersten Teststart auf. Jetzt ist die «Orion»-Kapsel dem Mond erstmals sehr nah gekommen - aber der größte Teil des Flugs steht noch bevor.

Rund eine Woche nach dem Start ist die «Orion»-Kapsel der Nasa-Mondmission «Artemis 1» ihrem Ziel erstmals ganz nah gekommen. Auf dem Weg in ihre Umlaufbahn um den Mond sei die Kapsel am Montag in rund 130 Kilometer Entfernung am Erdtrabanten vorbeigeflogen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Näher werde sie dem Mond während ihres restlichen Flugs nicht mehr kommen.

«Die Mission verläuft weiter so wie geplant», sagte Nasa-Manager Mike Sarafin wenige Stunden später bei einer Pressekonferenz. Die unbemannte Kapsel soll noch rund drei Wochen unterwegs sein, bevor sie wieder zurück auf der Erde erwartet wird.

Die «Artemis 1»-Mission war nach monatelangen Verschiebungen Anfang vergangener Woche zu einem ersten Teststart aufgebrochen. Mit der Rakete «Space Launch System» startete die «Orion»-Kapsel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida.

Die Mission stand bislang unter keinem guten Stern: Nach Verzögerungen und Kostenexplosionen bei Entwicklung und Bau musste der Teststart mehrere Male verschoben werden. Mit dem nach der griechischen Göttin des Mondes benannten Programm «Artemis» sollen eigentlich schon in den kommenden Jahren wieder US-Astronauten auf dem Mond landen, darunter erstmals eine Frau und eine nicht-weiße Person.

Japans Raumfahrtagentur Jaxa gab unterdessen den Versuch auf, im Rahmen der «Artemis»-Mission eine eigene Mini-Sonde auf dem Mond landen zu lassen. Der unbemannte Lander «Omotenashi», der mit «Orion» gestartet war, könne keine Signale von der Erde empfangen, teilte Jaxa mit. Die Solarzellen zeigten von der Sonne weg. Jaxa hatte vergeblich versucht, die Laufbahn und Position zu ändern.

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