Neues aus der Raumfahrt am Dienstag

Foto: Pixabay
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Test von krisengeplagtem Boeing-«Starliner» erneut verschoben

WASHINGTON: Der nächste Testflug des krisengeplagten «Starliners» zur Internationalen Raumstation ISS ist erneut verschoben worden. Aufgrund von Problemen mit Ventilen im Antriebssystem sei der eigentlich für Dienstag geplante Start abgesagt worden, teilten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die Firma Boeing, die den «Starliner» entwickelt hat, mit. Möglicherweise könne es am Mittwoch erneut versucht werden.

Der «Starliner» hatte eigentlich schon am Freitag unbemannt zur ISS starten sollen. Weil es bei der Ankunft des russischen Forschungsmoduls «Nauka» am Donnerstag aber einen Zwischenfall mit einem kurzzeitigen Kontrollverlust über die Position der Station im All gegeben hatte, war der Test des «Starliner» schon einmal verschoben worden.

Mit dem unbemannten Testflug soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass mit dem «Starliner» künftig Astronauten zur Raumstation transportiert werden können. Das hätte eigentlich schon längst passieren sollen, aber bei einem ersten Test im Dezember 2019 hatte es das Raumschiff nicht zur ISS geschafft, unter anderem wegen eines Problems mit der automatischen Zündung der Antriebe.


Arbeiten am neuen ISS-Labor sollen mehrere Monate dauern

MOSKAU: Mehr als ein halbes Jahr wird es dauern, um das neue russische Forschungsmodul an die Internationale Raumstation ISS vollständig anzuschließen. Davon ging die Raumfahrtbehörde Roskosmos am Dienstag in Moskau aus. In den nächsten Monaten seien etwa zehn Außeneinsätze von Kosmonauten am Modul «Nauka» (Wissenschaft) geplant. Die ersten seien für Anfang September angesetzt. Es müssten zum Beispiel Kabel und Rohre verlegt werden, teilte Roskosmos weiter mit. Das Labor ist bereits an der Raumstation angedockt.

Kurz nach der Ankunft von «Nauka» an der ISS war es Ende vergangener Woche zu einem Zwischenfall gekommen. Wohl wegen einer kurzzeitigen Software-Störung hatten sich die Triebwerke des Moduls ungeplant angeschaltet. Dadurch war die gesamte ISS in Bewegung geraten. «Nauka» ist als Mehrzweckmodul vorrangig für die Forschung gedacht.

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