Neues aus der Promiwelt am Montag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
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William macht auf Leid durch Gaza-Krieg und Antisemitismus aufmerksam

LONDON: Der britische Thronfolger Prinz William (41) will bei mehreren Veranstaltungen auf das menschliche Leid infolge des Gazakriegs hinweisen. Dabei gehe es auch um den weltweiten Anstieg des Antisemitismus, teilte der Kensington-Palast in der Nacht zum Dienstag mit. Der Sohn von König Charles III. werde Hilfskräfte treffen, die humanitäre Hilfe in der Region leisten, und Erfahrungen von Menschen vor Ort hören sowie an einer Diskussion mit jungen Menschen in einer Synagoge teilnehmen, die sich gegen Hass und Antisemitismus einsetzen.

«Der Prinz und die Prinzessin (Kate) waren zutiefst besorgt über die Ereignisse, die sich Ende 2023 ereigneten, und tragen weiterhin alle Opfer, ihre Familienangehörigen und Freunde in ihren Herzen und Gedanken», hieß es in der Mitteilung des Palasts weiter. «Ihre Königlichen Hoheiten teilen weiterhin die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Betroffenen.»

William hatte 2018 im Auftrag der britischen Regierung als erstes Mitglied der britischen Monarchie sowohl Israel als auch das Westjordanland besucht. Dabei traf er sich sowohl mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas. Williams Ehefrau Prinzessin Kate (42) kuriert sich weiterhin von einer Operation im Bauchraum aus und nimmt mindestens bis Ostern keine offiziellen Termine wahr.


Bob Geldof: Vertrauen in demokratische Werte behalten

BERLIN: Der irische Sänger und Aktivist Bob Geldof hat nicht das Gefühl, dass die Welt untergeht. «Ich denke, dass die Menschen im Laufe der Geschichte immer das Gefühl hatten, dass die Welt endet», sagte der 72-jährige der Deutschen Presse-Agentur bei der Spendengala «Cinema for Peace» in Berlin. «Aber wir müssen sehr darauf achten, dass wir Vertrauen in unsere Werte haben, die im Moment außerordentlich infrage gestellt werden.» Demokratie sei die «radikalste, die revolutionärste, die schwierigste aller politischen Philosophien».

Geldof unterstützt die Veranstaltung der «Cinema for Peace»-Stiftung, die sich als Non-Profit-Organisation versteht und verschiedene humanitäre Anliegen finanziell unterstützt. Zur Spendengala kamen unter anderem auch Oscar-Preisträgerin Helen Mirren, Schauspielerin Sharon Stone, die US-Politikerin und ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer. Die Gala findet zeitgleich zur Berlinale, aber unabhängig von dem Filmfestival statt.


Berlinale-Regisseur: «Entscheidungen kommen zu mir»

BERLIN: Der südkoreanische Regisseur Hong Sangsoo lässt sich bei seinen Filmarbeiten gern inspirieren. «Alle wichtigen Entscheidungen kommen zu mir, als würden sie mir gegeben», sagte der 63-Jährige am Montag in Berlin zur Vorstellung seines Wettbewerbsfilms «Yeohaengjaui pilyo» («A Traveler's Needs») mit der französischen Schauspielerin Isabelle Huppert in der Hauptrolle.

«Ich habe keine Effekte im Kopf, die ich realisieren will.» Er suche sich Sachen wie Wetter, Personen oder Orte, «dann kommen die Dinge wie in einem Prozess zu mir». «Ich weiß nicht, was ich mache.»

In ihrem dritten Film mit Hong spielt Huppert eine französische Frau, die mit unklarer Vergangenheit in Südkorea auftaucht. Sie läuft überall barfuß umher oder legt sich auf Felsen. Ereignisse im Leben nimmt sie hin und versucht, so sachbezogen wie möglich zu leben.

Huppert bezeichnete die Zusammenarbeit als kreativ und voller Inspiration. «Man fühlt unmittelbar die Fülle der jeweiligen Situationen», sagte die 70-Jährige. «Es ereignet sich immer wie ein Wunder.» Mit Hong zu arbeiten sei stets anders als gewöhnlich, weil nicht klar sei, wohin die Reise geht. «Aber am Ende des Tages steht ein Charakter im Film.»


Gedenken an Opfer von Hanau auf Berlinale-Teppich

BERLIN/HANAU: In Berlin ist während der Internationalen Filmfestspiele erneut an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau gedacht worden. Auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Palast versammelten sich dafür am Montag Filmschaffende. In Hanau hatte am 19. Februar 2020 ein 43-jähriger Deutscher neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Danach tötete er seine Mutter und sich selbst.

Aufgerufen zu dem Gedenken hatte das Berlinale-Team um das Leitungsduo Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, teils untergehakt oder Hand in Hand, zeigten Plakate wie «Rassismus tötet», sagten die Namen der Getöteten laut auf und legten eine Schweigeminute ein. Damit wollten sie «das Bewusstsein dafür schärfen, dass Hanau überall sein kann».


Jannik Schümann muss bei Lachanfällen Dreh verlassen

BERLIN: Wenn Schauspielerinnen und Schauspieler beim Dreh plötzlich laut loslachen müssen, steht das in der Regel nicht im Drehbuch. «Sisi»-Star Jannik Schümann (31) bekommt diese Lachanfälle dann nicht so einfach unter Kontrolle. «Wenn ich bei Dreharbeiten einen Lachflash bekomme, muss ich das Set kurz verlassen, und zwar getrennt von meinem Spielpartner oder meiner -partnerin», sagte Schümann der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Berlinale. Beim Dreh der jüngsten «Sisi»-Staffel (RTL) habe er aus irgendeinem Grund lachen müssen, als er mit seiner Kollegin Dominique Devenport auf einem kleinen Boot auf einem See unterwegs war. «Wir konnten nicht voneinander weg. Es war ganz schlimm. Alle waren genervt und die Sonne ging schon unter. Lachflashs mit mir sind nicht so gut», sagte Schümann weiter.


Hazel Brugger: «Wir haben ein neues Baby»

BERLIN: Entertainerin Hazel Brugger und ihr Mann Thomas Spitzer sind erneut Eltern geworden. «Wir haben ein neues Baby zu Hause», verraten die beiden in ihrem Podcast «Hazel Thomas Hörerlebnis». Sie habe sofort eine gute Verbindung zu ihrem Kind gehabt, erzählte die 30-Jährige. Beim ersten Kind habe es erst einige Wochen gedauert, bis sie das Gefühl gehabt habe, Mutter zu sein. «Ich finde es viel normaler mit zwei Kindern als mit einem. Weil man einfach weiß: Ich bin in der Unterzahl, ich muss mich geschlagen geben», sagte die Schweizerin, die man etwa aus der ZDF-Satiresendung «heute show» kennt. Nun sei auch schon klar, dass man nichts mehr ohne Kind machen könne. «Ich bin jetzt einfach zu Hause und versuche nicht zu sterben. Das ist jetzt mein Leben für die nächsten paar Jahre», beschrieb sie.


Schiffer über Modelwelt: Viele Möglichkeiten, wenig Privatsphäre

BERLIN: Aus Sicht von Supermodel Claudia Schiffer (53) können Models heutzutage viel mehr von ihrer Persönlichkeit zeigen. Durch digitale Medien und E-Commerce hätten Models ganz andere Möglichkeiten, sagte Schiffer im Interview mit der «Vogue» (Märzausgabe). «Sie haben die Macht und Kontrolle über ihre eigenen Bilder, ihre Stimmen und Werte, was ich bewundere», sagte Schiffer weiter. Zu ihrer Zeit hätten Models viele Interviews geben oder auf einem Magazin-Cover sein müssen, um zu zeigen, wer sie sind. Auch das internationale Publikum sei durch soziale Medien viel leichter zu erreichen. Laut Schiffer ist das Fluch und Segen zugleich. In den 90ern hätten Models viel mehr Privatsphäre gehabt, heute müsse man ständig präsent sein, um mitzuhalten. «Man konnte völlig abschalten und eine kleine Pause einlegen und in Ruhe andere Dinge tun. Social Media macht das heute unmöglich», sagte Schiffer weiter.


Bafta-Filmpreise: «Oppenheimer» großer Sieger - kein Preis für Hüller

LONDON: Kein historischer Moment bei den British Academy Film Awards für Sandra Hüller: Sie war als erste deutsche Schauspielerin bei den Baftas nominiert, ging am Sonntag aber leer aus. Sie war sowohl als beste Hauptdarstellerin («Anatomie eines Falls») als auch als beste Nebendarstellerin («The Zone Of Interest») nominiert gewesen. Der große Sieger des Abends hieß «Oppenheimer». Der 13 Mal nominierte biografische Historienfilm über den Physiker und Atombomben-Wegbereiter J. Robert Oppenheimer bekam sieben Bafta-Preise, unter anderem den wichtigsten, nämlich den für den besten Film. Unter Ovationen überreichte Michael J. Fox den Award in Form einer goldenen Maske an Produzentin Emma Thomas und Regisseur Christopher Nolan.


Mai Thi Nguyen-Kim: Politvideo war eine Art Populismus-Experiment

BERLIN: Die Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim hat ihr Video-Statement mit der Andeutung eines politischen Engagements als Experiment gegen Populismus aufgelöst. In einem Youtube-Video hatte Nguyen-Kim (36) vor ein paar Tagen den Eindruck erweckt, sie könnte politisch aktiv werden. Nun sagte sie in der neuen Ausgabe ihrer ZDFneo-Show: «Ich gehe nicht in die Politik.» Für die kalkulierte Ambivalenz ihrer Worte wolle sie sich aufrichtig entschuldigen. Die Auflösung (in ZDF-Mediathek vorab; linear 22.15 Uhr) erfolgte am Sonntagabend: Das Ganze war ein Experiment im Rahmen der ZDFneo-Sendung «Maithink X - Die Show». Zum Auftakt der neuen Staffel geht es in einer Ausgabe der Show um Populismus - Titel: «Wie populistische Politiker uns verarschen».


Schauspieler Christian Redl: Altern ist anders als gedacht

BERLIN: Charakterdarsteller Christian Redl spielt seit fast 20 Jahren einen TV-Kommissar und macht sich viele Gedanken über dessen Leben im Vergleich zu seinem eigenen. «Der Spreewaldkrimi, den ich seit nunmehr 18 Jahren drehe, dokumentiert nicht nur das Altern des Kommissars Krüger - er dokumentiert auch mein eigenes, ganz persönliches «In-die-Jahre-gekommen-sein»», sagte der Schauspieler in einem PR-Interview für die Produktion. «Das ist interessant zu beobachten.»


Bafta-Filmpreise: «Oppenheimer» großer Sieger - kein Preis für Hüller

LONDON: Kein historischer Moment bei den British Academy Film Awards für Sandra Hüller: Sie war als erste deutsche Schauspielerin bei den Baftas nominiert, ging am Sonntag aber leer aus. Sie war sowohl als beste Hauptdarstellerin («Anatomie eines Falls») als auch als beste Nebendarstellerin («The Zone Of Interest») nominiert gewesen. Der große Sieger des Abends hieß «Oppenheimer». Der 13 Mal nominierte biografische Historienfilm über den Physiker und Atombomben-Wegbereiter J. Robert Oppenheimer bekam sieben Bafta-Preise, unter anderem den wichtigsten, nämlich den für den besten Film. Unter Ovationen überreichte Michael J. Fox den Award in Form einer goldenen Maske an Produzentin Emma Thomas und Regisseur Christopher Nolan.


Bryan Adams kommt für mehrere Konzerte nach Deutschland

DÜSSELDORF: Rocksänger Bryan Adams (64, «Summer of '69») kommt für mehrere Konzerte nach Deutschland. Der Kanadier werde mit seiner «So Happy It Hurts Tour» im Oktober 2024 in Düsseldorf (5.10.), Hamburg (6.10.), Frankfurt (8.10.), Stuttgart (9.10.) und Leipzig (10.10.) Halt machen, teilte der Veranstalter am Montag mit. «Mehr als zwei Stunden ungebremste Energie und totales Engagement» seien von dem Musiker und seinen Leuten zu erwarten. In den Shows würden «sämtliche Hits» der Laufbahn gespielt werden.


Bestseller-Autor Safranski geht Kafkas Schreibdrang auf den Grund

PRAG: Der Schriftsteller und Philosoph Rüdiger Safranski ist mit biografischen Werken unter anderem zu Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin und E.T.A. Hoffmann hervorgetreten. Nun widmet er sich mit Franz Kafka einer anderen wichtigen Größe der deutschsprachigen Literatur. In den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt er dabei die Frage, was das Schreiben für den Prager Schriftsteller jüdischer Herkunft bedeutete. Ohne zu viel vorwegzunehmen, kann man sagen: Es war alles für ihn. «Kafka. Um sein Leben schreiben» ist am Montag im Hanser-Verlag in München erschienen.


Kesha: «Bin glücklich und aufgeregt wie nie zuvor»

LOS ANGELES: US-Sängerin Kesha ist eigenen Worten zufolge heute sehr zufrieden mit ihrem Leben und will bald neue Musik veröffentlichen. «Ich habe mich in meinem ganzen Leben noch nie glücklicher, aufgeregter und friedlicher gefühlt und hatte ein solches Ziel vor Augen», erklärte die 36-Jährige, die 2009 mit dem Hit «Tik Tok» berühmt wurde, der Modezeitschrift «V Magazine». «Und ich habe das Gefühl, dass ich mir das Recht, so glücklich zu sein, redlich verdient habe. Ich genieße jede Minute, die sich wie ein brandneues und sehr aufregendes Kapitel anfühlt.»

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Leserkommentare

Vom 10. bis 21. April schließen wir über die Songkranfeiertage die Kommentarfunktion und wünschen allen Ihnen ein schönes Songkran-Festival.