Neues aus der Promiwelt am Dienstag

Foto: Pixabay/Gerd Altmann
Foto: Pixabay/Gerd Altmann

Schlussplädoyers im Trump-Prozess beendet - Jury am Zug

NEW YORK: Im historischen Schweigegeld-Prozess gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in New York haben Verteidigung und Anklage ihre Schlussplädoyers beendet.

Staatsanwalt Joshua Steinglass hielt seine abschließende Ansprache an die zwölf Geschworenen am Dienstagabend, wie im Gerichtssaal anwesende Journalisten berichteten. Damit ist nun die Jury am Zug. Sie wird sich ab Mittwoch zurückziehen, um ein einstimmiges Urteil zu fällen. Normalerweise dauern diese Beratungen zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen. Im Falle eines Schuldspruchs durch die Jury wird Richter Juan Merchan das Strafmaß an einem gesonderten Termin festlegen. Sollten die Geschworenen sich auch nach längerer Beratung nicht einigen können, ist der Prozess geplatzt. Dann könnte er mit einer anderen Jury erneut aufgerollt werden.


Verteidigung beteuert Trumps Unschuld in Schweigegeld-Prozess

NEW YORK: Kurz vor Ende des weltweit beachteten Prozesses gegen Donald Trump in Zusammenhang mit Schweigegeld für einen Pornostar hat die Verteidigung die Unschuld des ehemaligen US-Präsidenten beteuert. Trump habe kein Verbrechen begangen und die Staatsanwaltschaft habe ihre Vorwürfe nicht belegen können, sagte Verteidiger Todd Blanche am Dienstag bei seinem Schlussplädoyer zu den zwölf Geschworenen in New York. Dabei griff er übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut die Glaubwürdigkeit von Kronzeuge und Ex-Trump-Anwalt Michael Cohen an: «Sie können Präsident Trump auf Grundlage der Aussagen von Michael Cohen nicht zweifelsfrei eines Verbrechens verurteilen.»

Die Schlussplädoyers sind die letzte Möglichkeit in dem Prozess, die Meinung der zwölf Geschworenen zu beeinflussen. Die Jury wird sich nach dem Vortrag der Anklage zur Urteilsfindung zurückziehen - dies wurde für Dienstag oder Mittwoch erwartet. Es handelt sich um den ersten Strafprozess gegen einen ehemaligen US-Präsidenten in der amerikanischen Geschichte. Vor Gericht in Downtown Manhattan ging es um mutmaßliche Dokumentenfälschung in 34 Fällen. Dem erneuten Präsidentschaftsbewerber Trump droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Freiheitsstrafe, die auch zur Bewährung ausgesetzt werden könnte, oder eine Geldstrafe. Er hat auf nicht schuldig plädiert.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Trump, dass er seine Aussichten auf einen Erfolg bei der Präsidentschaftswahl 2016 durch die Zahlung von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels habe verbessern wollen. Obwohl die - von keiner Seite bestrittene - Zahlung selbst nicht illegal war, soll der heute 77-Jährige bei der Erstattung des Betrags an seinen damaligen persönlichen Anwalt Cohen Unterlagen manipuliert haben, um den wahren Grund der Transaktion zu verschleiern. Dies habe die Zahlungen zu illegaler Wahlkampf-Finanzierung gemacht.


Will Smith: Von der Raupe zum Schmetterling

BERLIN: Gut zwei Jahre nach dem Ohrfeigenskandal bei der Oscarverleihung fühlt sich Hollywoodstar Will Smith (55) ein wenig wie neugeboren und zieht einen Vergleich zu Schmetterlingen. «Die Befähigung, sich neu zu erfinden, zu erholen und in der Lage zu sein, sozusagen zu sterben und wiedergeboren zu werden, ist die äußerste Fähigkeit des Menschen», sagte der Schauspieler am Montagabend in Berlin vor Reportern bei der Europapremiere des Films «Bad Boys: Ride or Die» (Kinostart 5.6.). Smith ergänzte bildreich: «Eine Raupe sein und zerfallen und sterben - und dann als Schmetterling zurückkehren.» Smith hatte bei den Oscars 2022 Chris Rock auf der Bühne eine Ohrfeige verpasst, nachdem dieser einen Witz über Jada Pinkett Smith gemacht hatte.


Spiritualität gibt Gaby Köster neuen Lebensmut

KÖLN: Spiritualität hat Gaby Köster (62) nach ihrem Schlaganfall neuen Lebensmut gegeben. «Ich war mein Leben lang spirituell, aber dieser drecksdrisselige Schlaganfall hat mich all den verschiedenen spirituellen Themen wie Heilsteinen, Tarotkarten, Aura Soma, Chakren-Behandlungen noch mal viel näher gebracht», sagte die Kölner Komikerin («7 Tage, 7 Köpfe») dem Magazin «Bunte». «In vielen Bereichen ist die Spiritualität mein Lebensretter geworden.» Köster hatte 2008 einen Schlaganfall erlitten und sitzt seitdem im Rollstuhl. Sie gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sie irgendwann wieder gehen könne, sagte sie in dem Interview. «Einmal wieder über eine Wiese laufen, das wäre einer meiner Wünsche.»


Bestseller-Autorin Donna Leon lebt ohne Smartphone

ZÜRICH: Die Bestsellerautorin Donna Leon (81) schreibt im neuesten Venedig-Krimi (Comissario Brunettis 33. Fall) von Instagram und Cloudspeichern, aber sie selbst besitzt noch nicht einmal ein Smartphone. «Ich habe keine Verwendung dafür», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Ich möchte meinen Kopf nicht ständig mit Informationen füttern. Ich will in Ruhe dasitzen und über meine Meinung zu diesem oder jenem nachdenken.» Ähnlich halte sie es mit dem Fernsehen, für das viele ihre erfolgreichen Brunetti-Krimis in Deutschland verfilmt worden sind. «Ich habe noch nie mit einem Fernseher gelebt», sagte die Autorin, die Jahrzehnte in Venedig wohnte und wegen der vielen Touristen 2007 von dort in die Schweiz gezogen ist. Eine Neuerung plane sie aber jetzt: «Ich beschäftige mich mit der Möglichkeit eines Dumbphones» - übersetzt etwa «Dummes Telefon». Gemeint sind Handys ohne Internetzugang. «Ich brauche eins, mit dem man anrufen kann, das ist alles», sagte Leon.


Lena Meyer-Landrut spricht offen über Selbstzweifel

KÖLN: Sängerin Lena Meyer-Landrut (33) hat keine Probleme damit, in der Öffentlichkeit über ihre Depressionen und Selbstzweifel zu sprechen. «Ich bin schon immer offen mit meinen Gefühlen und Gedanken umgegangen, weil das für mich zum Künstlerinnensein dazu gehört. Deshalb teile ich das auch zu dem Zeitpunkt, zu dem es sich für mich richtig anfühlt», sagte die Musikerin aus Hannover der Deutschen Presse-Agentur. «Privates behalte ich für mich.» Aber persönliche Dinge habe sie schon immer geteilt. In einem «Spiegel»-Interview und ihrer eigenen Dokureihe auf Youtube sprach Meyer-Landrut zuletzt offen über ihre psychische Gesundheit und darüber, dass sie in der Vergangenheit oft an sich selbst gezweifelt habe. «Selbstzweifel können auf eine Art zu jeder Zeit wiederkommen. Momentan fühle ich mich relativ stabil in meinem Empfinden dem Erfolg gegenüber», sagte die 33-Jährige der dpa.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.