Neues aus der Promiwelt am Dienstag

Foto: Pixabay
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US-Sänger Darius Rucker soll Hollywood-Stern erhalten

LOS ANGELES: Darius Rucker (57), der als Sänger der US-Rockband Hootie and the Blowfish in den 90er Jahren bekannt wurde, soll in Hollywood mit einer Sternenplakette geehrt werden. Der 2766. Stern auf dem «Walk of Fame» werde am 4. Dezember enthüllt, teilten die Verleiher der Auszeichnung am Dienstag (Ortszeit) mit.

Das Quartett Hootie & The Blowfish gehörte 1996 mit drei Grammy-Trophäen zu den großen Gewinnern der Musikpreise. Ihr Hit-Album «Cracked Rear View» wurde millionenfach verkauft. Bereits Mitte der 80er Jahre fanden sich Rucker, Mark Bryan, Jim Sonefeld und Dean Felber als Studenten in South Carolina zusammen. Erstmals seit 2019 will die Band im kommenden Jahr in Nordamerika wieder auf Tour gehen.

Rucker verfolgte auch eine Solo-Karriere und brachte 2008 mit «Learn To Live» sein erstes Country-Album heraus. Zu seinen Country-Hits zählen «Don't Think I Don't Think About It» oder das Lied «Wagon Wheel», mit dem er 2014 den Grammy für die beste Country-Darbietung gewann.

Der Stern für den schwarzen Musiker werde ganz in der Nähe der Plakette von Ruckers Mentor und Freund Charley Pride liegen, teilten die Veranstalter mit. Pride (1934-2020) war der erste schwarze Sänger, der in die Country Music Hall of Fame aufgenommen und in der US-Country-Szene zum Star wurde.


«Nosferatu»-Film mit Bill Skarsgård und Lily-Rose Depp kommt 2024

LOS ANGELES: Ein lange geplantes Remake des Vampir-Horrorfilms «Nosferatu» soll nun zu Weihnachten 2024 in die Kinos kommen. Das US-Studio Focus Features gab den Starttermin für den Film von US-Autor und Regisseur Robert Eggers («The Northman», «The Witch») am Dienstag (Ortszeit) bekannt. In der Neuauflage des Stummfilm-Klassikers spielen unter anderem Bill Skarsgård («Es»), Lily-Rose Depp («Voyagers»), Nicholas Hoult («Renfield»), Emma Corrin («The Crown») und Willem Dafoe («Poor Things») mit.

Vorlage für das Remake ist die legendäre Stummfilmfassung «Nosferatu, eine Symphonie des Grauens» (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau (1888-1931), der die Geschichte des Vampirs Graf Orlok erzählt. Werner Herzog drehte 1979 «Nosferatu: Phantom der Nacht» mit Klaus Kinski in der Rolle des Blutsaugers.

In der Neuverfilmung nach einem Drehbuch von Eggers soll der Vampir aus Transsilvanien im 19. Jahrhundert eine junge Frau in Deutschland terrorisieren.


Wechsel bei «Aktenzeichen XY»: Alfred Hettmer hört auf (Foto-Archiv)

MÜNCHEN: Wechsel bei Deutschlands bekanntester True-Crime-Sendung «Aktenzeichen XY... Ungelöst»: Der langjährige Leiter des Aufnahmestudios, Alfred Hettmer, hat seinen letzten großen Auftritt. Der frühere Kriminalbeamte beim bayerischen LKA, der den Zuschauern rund 20 Jahre lang stets in der Mitte und am Ende den Stand der Hinweise zusammenfasste, wird das in der Show, die am Mittwoch im ZDF ausgestrahlt werden soll, zum letzten Mal tun. «Irgendwann muss Schluss sein. Ich bin jetzt 68 Jahre alt und es war klar, dass ein Ende kommen muss», sagte Hettmer der Deutschen Presse-Agentur in München. «Irgendwann hätte man dann vielleicht gesagt, dass Zeit ist, für jemand Jüngeren - und diesen Punkt habe ich bewusst versucht, zu vermeiden. Man soll immer aufhören, wenn's am Schönsten ist.»


Autor Sebastian Fitzek bekommt keine Bücher mehr geschenkt (Foto-Archiv)

BERLIN: Thrillerautor Sebastian Fitzek (52) sieht einen ganz speziellen Nachteil in seinem Beruf - gerade zu Weihnachten. «Die Leute schenken mir keine Bücher mehr, weil sie denken, dass ich sie eh alle kostenlos bekomme - was nicht stimmt», sagte Fitzek der Deutschen Presse-Agentur. «Auf der anderen Seite: Wenn ich Bücher verschenke, denken sie, dass ich sie einfach weiter verschenke.» Früher habe er sich zu Weihnachten oft Bücher gewünscht. «Jetzt kaufe ich sie mir halt selbst.»


Leute kompakt

Sänger Sasha krank - Tournee auf nächstes Frühjahr verlegt (Diese Meldung lief auch im Ressort Kultur)

KÖLN: Pop-Sänger Sasha muss seine anstehende Tournee krankheitsbedingt absagen und ins nächste Frühjahr verschieben. Ursprünglich wollte der 51-Jährige mit seinem Programm «This Is My Time - Die Show» am 1. Dezember in Siegen starten, wie die Agentur Semmel Concerts Entertainment am Dienstag in Köln mitteilte. Neue Termine seien für das Frühjahr 2024 in Planung. «Ich bin krank geworden, und zwar so, dass es mir unmöglich sein wird, die Tour zu spielen», erklärte Sasha in der Mitteilung. Er habe schon seit ein paar Wochen immer wieder schwankende kleine Anflüge von Erkältungen gehabt. Aber jetzt sei er kurz vor einer Lungenentzündung - «und mein Arzt hat die Reißleine gezogen, da er es nicht verantworten kann, mich in diesem Zustand auf irgendeine Bühne zu schicken», berichtete der Sänger.


Israel-Boykott-Aufruf: Bochum prüft Preisvergabe an Autorin Otoo

BOCHUM: Die Stadt Bochum setzt eine ursprünglich vorgesehene Preisvergabe an die Autorin und Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo wegen möglicher Unterstützung eines Israel-Boykotts aus. Eine Jury hatte sich am 10. November für die deutsch-britische Schriftstellerin («Adas Raum») als nächste Trägerin des mit 15.000 Euro dotierten Peter-Weiss-Preises ausgesprochen. Aktuell sei bekannt geworden, dass sie eine dem BDS zugerechnete Organisation unterstützt haben soll, teilte die Stadt am Dienstag mit.

Der Sachverhalt werde geprüft. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, sei die Verleihung des Preises an Otoo undenkbar, hieß es. Eine Stellungnahme der Autorin war am Dienstag zunächst nicht zu erhalten. Eine Sprecherin ihres Verlages S. Fischer verwies darauf, dass sich die Autorin derzeit in Australien aufhalte und sie möglicherweise deshalb nicht gleich reagieren könne.

BDS steht für «Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen». Die Kampagne ruft zum Boykott des Staates Israel und israelischer Produkte wegen des Vorgehens gegen Palästinenser auf. Der Bundestag hatte die BDS-Bewegung in einem Beschluss vom 17. Mai 2019 verurteilt. Deren Argumentationsmuster und Methoden seien antisemitisch. Auch der Landtag NRW hatte die Kampagne bereits 2018 als antisemitisch und antiisraelisch verurteilt und Landeseinrichtungen sowie Kommunen aufgefordert, ihr oder ihr nahestehende Gruppierungen nicht zu unterstützen. Viele Gemeinden, darunter auch Bochum, schlossen sich an.

Otoo, die in Berlin lebt und 2016 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet worden war, taucht auf der Seite der Kampagne «Artists for Palestine UK» namentlich als eine von mehr als 1500 Unterstützerinnen und Unterstützern auf. Die dort unterzeichnenden Künstler verpflichten sich demnach zur Unterstützung der Palästinenser zu einem kulturellen Boykott Israels, etwa indem sie berufliche Einladungen in das Land oder Finanzierung ihrer Arbeit durch die israelische Regierung ablehnen. Der Blog «Ruhrbarone» hatte darüber berichtet, nachdem die Stadt am Montag Otoo als künftige Preisträgerin bekannt gegeben hatte. Der Preis sollte am 10. März verliehen werden.


Niederländischer Verlag stoppt Buch über britische Royals

LONDON: Ein Verlag in den Niederlanden hat ein neues Buch über die britischen Royals gestoppt. Die dortige Übersetzung von Omid Scobies «Endgame» solle vorerst aus dem Verkauf genommen werden, meldete die britische Nachrichtenagentur PA in der Nacht zum Mittwoch. In der niederländischen Übersetzung sei ein Fehler aufgetreten, der derzeit behoben werde, schrieb der Verlag Xander Uitgevers auf seiner Internetseite.

Medienberichten zufolge soll in der Version der Name eines Royals genannt werden, dem Herzogin Meghan vorgeworfen hatte, vor der Geburt ihres Sohns Archie über die Hautfarbe ihrer Kinder mit Prinz Harry spekuliert zu haben.

Autor Scobie betonte PA zufolge, leider könne er kein Niederländisch und habe die Ausgabe nicht gesehen, aber wenn es Übersetzungsfehler gegeben habe, sei er sicher, dass der Verlag das unter Kontrolle habe. «Ich habe die englische Version editiert und geschrieben, es gab nie eine Variante, die ich produziert habe, in der Namen vorkommen», sagte Scobies demnach im niederländischen Fernsehen.

Scobies Buch mit dem Untertitel «Inside the Royal Family and the Monarchy's Fight for Survival» war am Dienstag in Großbritannien erschienen. Scobie hatte vor drei Jahren bereits über Prinz Harry und Meghan geschrieben - ihm werden gute Beziehungen zu dem Paar nachgesagt. PA zufolge lehnten sowohl Buckingham- als auch Kensington-Palast eine Stellungnahme zum Buch ab.


Wiener Philharmoniker spielen erstmals in der Berliner Waldbühne

BERLIN: Mit den Wiener Philharmonikern entdeckt eines der weltweit führenden Orchester die Berliner Waldbühne für sich. Unter der Leitung von Riccardo Muti planen die Musikerinnen und Musiker am 9. Mai 2024 erstmals ein Konzert an diesem sehr speziellen Ort mit steilen Zuschauerrängen und prächtiger Naturkulisse hinter der Bühne.

Unter dem Titel «Eine europäische Nacht» will das Orchester zum Europajahr 2024 ausgewählte Werke europäischer Komponisten interpretieren. Auf dem Programm stehen nach Angaben vom Dienstag die Ouvertüre zu Giuseppe Verdis «La Forza del Destino», die Suite aus Manuel de Fallas Ballett «Der Dreispitz» oder die Rhapsodie von Emmanuel Chabriers «España».


Collien Ulmen-Fernandes hat Viva-Erinnerungsstücke im Keller (Foto-Archiv)

BERLIN: Die ehemalige Viva-Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes bewahrt zu Hause alte Erinnerungsstücke aus ihrer Zeit bei dem abgesetzten Musiksender auf. «Ich habe den Viva-Föhn noch zu Hause, den habe ich nie ausgepackt», sagte die 42-Jährige im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. Denn ihr ging es nie um den Haartrockner an sich: «Ich bin auf der Packung, die steht bei mir im Keller.» Zu Hause habe sie außerdem noch den von Viva vertriebenen Energydrink «Viva Slap» und Viva-Socken. «Und ich habe neulich die alten Autogrammkarten von meinen Kolleginnen und mir gefunden. Unser Look war echt gewöhnungsbedürftig.» Am 1. Dezember wäre der private Musiksender Viva 30 Jahre alt geworden, wenn er nicht Ende 2018 eingestellt worden wäre.


Gil Ofarim gesteht im Prozess und entschuldigt sich

LEIPZIG: Der jüdische Musiker Gil Ofarim hat in seinem Prozess wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung in Deutschland überraschend ein Geständnis abgelegt.

«Die Vorwürfe treffen zu», sagte der Musiker am Dienstag vor dem Landgericht Leipzig (Sachsen). Zu dem Hotelmanager, der als Nebenkläger auftritt, sagte er: «Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen.»

Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen ein Leipziger Hotel erhoben. Das Video verbreitete sich stark in den sozialen Netzwerken. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft Leipzig hatte sich der Vorfall aber nicht so zugetragen. Nach umfangreichen Ermittlungen folgte eine Anklage gegen Ofarim. Das Verfahren gegen den Hotelmanager wurde eingestellt. Das Video habe er nun gelöscht, sagte Ofarim am Dienstag vor Gericht.


Frauenrechtlerin gegen Vikar: «Miss Emily und der tote Diener»

HAMBURG: Die junge Emily ist eine überzeugte Kämpferin für das Frauenwahlrecht und soziale Reformen. Im Jahr 1905 ist das nicht selbstverständlich und so eckt sie immer wieder an. Ihrer Mutter ist das ein Dorn im Auge, weshalb sie sie zu Onkel Alwyn auf dessen Landsitz Higher Barton in Cornwall schickt, um dort mehr gesellschaftlichen Schliff zu erhalten. Kaum angekommen, wird einer der Diener ermordet aufgefunden. Emilys Sinn für Gerechtigkeit wird geweckt und sie beginnt Nachforschungen anzustellen. Dabei macht sie sich nicht nur Freunde und begibt sich in große Gefahr.

Rebecca Michéle präsentiert mit «Miss Emily und der tote Diener von Higher Barton» einen sehr unterhaltsamen und munteren historischen Krimi. Die Zusammenstellung der handelnden Personen in ihrer Gegensätzlichkeit gelingt der Autorin sehr gut. Besonders amüsant sind die Gefechte zwischen der selbstbewussten Emily und dem stockkonservativen Vikar des Ortes. Ein flüssiger Schreibstil rundet den Roman ab und lässt auf eine Fortsetzung hoffen.


Viel mehr als die Frau eines berühmten Polarforschers: Kathleen Scott

HAMBURG: Als Kathleen Scott auf einer Schiffsreise die Nachricht vom Tod ihres Mannes im ewigen Südpol-Eis erfuhr, reagierte sie mit maximalem britischen Understatement. «Oh well, never mind. Ich habe damit gerechnet», soll sie geantwortet haben und anschließend zum Lunch gegangen sein. Dabei hatte Großbritannien gerade einen Nationalhelden verloren. Robert Falcon Scott und seine Männer hatten 1912 den Südpol zwar nicht als erste erreicht, aber ihr in Tagebüchern und Briefen dokumentierter Überlebenskampf machte sie zur Legende. Kathleen Scott aber wollte nicht in der Rolle der Heldenwitwe erstarren, zeigt Kerstin Ehmer in ihrer lesenswerten Biografie «Diese Freiheit bedeutet mir alles».

Kathleen war eine für ihre Zeit erstaunlich moderne, emanzipierte Frau. Die Pfarrerstochter war in sehr bescheidenen Verhältnissen groß geworden, hatte dann Kunst in Paris studiert und war als Bildhauerin äußerst erfolgreich. Sie reiste unter teilweise abenteuerlichen Bedingungen um die ganze Welt und hatte nur vor sehr wenigen Dingen Angst. Die Rolle als Alleinerziehende gehörte definitiv nicht dazu. Kathleen Scott war auch mit vielen wichtigen Persönlichkeiten ihrer Zeit befreundet, wie der Tänzerin Isadora Duncan und dem Dramatiker George Bernard Shaw. So ist dieses Buch nicht nur eine Biografie, sondern auch ein schillerndes Gesellschaftsporträt geworden.


Kevin Bacon trifft bis heute Mitbewohner aus einstiger «Absteige»

NEW YORK: Hollywood-Star Kevin Bacon («Footloose», «Mystic River») berichtet von seiner einstigen Suche nach einer Wohnung für 150 Dollar in New York. «Ich weiß nicht, wie ich auf diese Zahl gekommen bin, aber ich hatte mich dafür entschieden», erklärte der 65-Jährige in der «Kelly Clarkson Show» das Monats-Budget, das er sich für seinen Umzug in die Metropole im Jahr 1976 gesetzt habe. Nachdem er rund vier Monate auf der Couch seiner Schwester geschlafen habe, sei er auf eine Anzeige für eine «Unterkunft für Künstler, Schauspieler und Musiker» gestoßen. «Und ich dachte mir: Nun, das klingt gut.» Tatsächlich sei er in «einer Absteige» gelandet. «Ich schätze, es gab dort einige Künstler, aber nicht viele.» Der Klavierspieler, mit dem er sich damals ein Zimmer habe teilen müssen, sei dafür ein Freund geworden, mit dem er sich bis heute noch treffe.


Anne Hathaway schaut ihren Mann beim Ausgehen gerne einfach nur an (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: Hollywood-Schauspielerin Anne Hathaway schätzt beim Ausgehen mit ihrem Mann das Einfache. «Manchmal hat man an Date-Nights einfach nur Lust zu sitzen», sagte die 41-jährige, die mit dem Schauspieler Adam Shulman zwei Söhne hat, in der Talkshow «Live with Kelly and Mark». «Wenn man zwei kleine Kinder hat, einfach nur dazusitzen und sich anzuschauen und zu wissen, dass man nichts sagen muss - das ist gut.» Die Oscar-Preisträgerin («Les Miserables») berichtete auch davon, wie sie einst ein romantisches Wochenende mit einer außergewöhnlichen Aktivität habe aufpeppen wollen - in einem Wellnesshotel, mit einer spontanen Teilnahme an einem Sauerkraut-Workshop. Ihr Mann habe sich von der Idee nicht überzeugen lassen und sich stattdessen ausgeruht, berichtet Hathaway. Sie selbst sei dann später mit einem stinkenden Glas zurück aufs Zimmer gekommen. Das Paar ist seit 2012 verheiratet.


Müller-Westernhagen: Marketing kein künstlerischer Ansatz

BERLIN: Kurz vor seinem 75. Geburtstag und der Veröffentlichung eines neuen Albums hat der Musiker Marius Müller-Westernhagen («Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz», «Zeitgeist») Entwicklungen in der Musikbranche kritisiert. «In meiner Zeit als junger Mensch entstand Musik auf der Straße, Bewegungen, neue Musikrichtungen kamen von der Straße», sagte der Sänger der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. «Heute kommen Musikrichtungen auch zustande durch die Einflussnahme der Industrie. Also man versucht praktisch, Kunst zu kontrollieren.»

Müller-Westernhagen gilt als einer der erfolgreichsten Musiker in Deutschland. Am 6. Dezember wird er 75 Jahre alt. Zuvor erscheint an diesem Freitag (1. Dezember) die Album-Box «Westernhagen 75» mit 75 Songs des Sängers aus den Jahren 1974 bis 2023.

«Wirklich Wertvolles kann nur aus dir kommen und nicht aus der Meinung von Marketingleuten», sagte Müller-Westernhagen. «Das ist kein künstlerischer Ansatz.» Er sieht gravierende Unterschiede zur Musik von früher. «Das sind alles Sachen, die meine Generation nicht interessiert haben, sondern wir wollten uns ausdrücken», so der Sänger. «Wir dachten, wir haben was zu sagen und das werden wir auch sagen und es ist auch scheißegal, wem das gefällt oder wem das nicht gefällt oder ob das korrekt ist oder nicht.» Er halte das «für einen gesünderen Ansatz».


Brooklyn Museum zeigt Kunstsammlung von Alicia Keys und Swizz Beatz

NEW YORK: Die Kunstsammlung des Musik-Paars Alicia Keys (42) und Swizz Beatz (45) wird erstmals mit einer großen Ausstellung in einem New Yorker Museum geehrt. Mehr als 100 Werke aus der Sammlung sollen ab dem 10. Februar im renommierten Brooklyn Museum gezeigt werden, wie die Ausstellungshalle am Montag mitteilte.

Die beiden hätten «eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst» zusammengetragen, sagte Museumsdirektorin Anne Pasternak. Darunter sind vor allem Werke von nicht-weißen Künstlern und Künstlerinnen, beispielsweise Gordon Parks, Jean-Michel Basquiat, Lorna Simpson, Kehinde Wiley und Nina Chanel Abney. Die Schau «Giants: Art from the Dean Collection of Swizz Beatz and Alicia Keys» soll bis zum 7. Juli 2024 zu sehen sein.

Keys und Swizz Beatz, der mit bürgerlichem Namen Kasseem Daoud Dean heißt, sind seit 2010 verheiratet und haben zwei Kinder.

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