Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Sonntag

Foto: Pixabay
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Dirigentin Joana Mallwitz bei Salzburger Festspielen gefeiert

SALZBURG: Die Dirigentin Joana Mallwitz ist am frühen Sonntagabend bei den Salzburger Festspielen mit Wolfgang Amadeus Mozarts Oper «Cosi fan tutte» gefeiert worden. Die Generalmusikdirektorin der Staatsoper in Nürnberg ist die erste Frau, die bei den Festspielen eine ganze Serie von Opernaufführungen übernommen hatte. Sie war vergangenes Jahr von der Zeitschrift «Opernwelt» zur Dirigentin des Jahres 2019 gewählt worden.

Der Münchner Regisseur Christof Loy hatte das Stück - die beiden jungen Männer Guglielmo und Ferrando stellen ihre Verlobten Dorabella und Fiordiligi auf eine am Ende für alle Seiten bittere Treueprobe - nach der Entscheidung, die Festspiele auch unter Pandemie-Bedingungen in modifizierter Form zu veranstalten, in Rekordzeit auf die Bühne des Großen Festspielhauses gehoben.

Jubel und Fußgetrampel gab es auch für das gesamte, hochkarätige Darstellerteam, darunter Marianne Crebassa als Dorabella, Elsa Dreisig als Fiordiligi, Andrè Schuen als Guglielmo, Bogdan Volkov als Ferrando und Johannes Martin Kränzle als Don Alfonso. «Cosi fan tutte» war die zweite und letzte der diesjährigen Opernneuinszenierungen bei den infolge der Corona-Pandemie stark verkürzten Salzburger Festspielen.


Bollywood-Star Bachchan nach Corona-Infektion wieder daheim

MUMBAI: Der indische Schauspieler Amitabh Bachchan (77) ist nach rund drei Wochen im Krankenhaus wegen seiner Coronavirus-Infektion nun wieder zu Hause. Das teilte sein Sohn Abhishek Bachchan am Sonntag auf Twitter mit. «Mein Vater ist bei seinem letzten Covid-19-Test glücklicherweise negativ getestet worden und wurde aus dem Krankenhaus entlassen», schrieb er. «Vielen Dank an alle für eure Gebete und Wünsche für ihn.»

Amitabh Bachchan zählt zu den bekanntesten Schauspielern Indiens und hat in fast 200 Filmen mitgewirkt. Auf Twitter folgen ihm gut 43 Millionen Menschen. Sohn Abhishek sowie dessen Frau Aishwarya Rai Bachchan - ebenfalls ein Bollywood-Star - und Tochter Aaradhya waren auch positiv auf das Virus getestet worden. Mutter und Tochter konnten schon vergangene Woche das Krankenhaus verlassen.

Mumbai, wo Indiens Filmindustrie sitzt, ist zur Hochburg des Corona-Ausbruchs auf dem Subkontinent mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern geworden. Bisher gab es landesweit etwa 1,7 Millionen Infektionsfälle - die dritthöchste Zahl weltweit hinter den USA und Brasilien. Mehr als 37.000 Menschen starben laut Zahlen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität.


Finnlands Regierungschefin Sanna Marin hat geheiratet

HELSINKI: Die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin hat ihren langjährigen Partner Markus Räikkönen geheiratet. Wie ihre Regierung am Sonntag mitteilte, gaben sich die beiden am Samstag vor 40 Gästen in Marins Amtssitz Kesäranta im Nordwesten von Helsinki das Jawort. Die 34-Jährige veröffentlichte ein Bild auf Instagram, das die beiden strahlend und in Brautkleid beziehungsweise Anzug zeigt. «Ich bin glücklich und dankbar, dass ich mein Leben mit dem Mann teilen darf, den ich liebe», schrieb Marin dazu. «Von allen Menschen bist du der Richtige für mich. Danke, dass du an meiner Seite bist.»

Marin, die neben dem österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz zu den jüngsten Regierungschefs der Welt zählt, ist seit 16 Jahren mit Räikkönen zusammen. Einst hatten sie sich als 18 Jahre alte Studenten kennengelernt, mittlerweile haben die beiden eine zweieinhalbjährige Tochter namens Emma. Marin ist damit die zweite Regierungschefin aus dem Norden der EU, die sich in diesem Sommer getraut hat: Erst vor zweieinhalb Wochen hatte Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (42) ihren Lebensgefährten Bo Tengberg geheiratet.


Mordprozess gegen US-Millionär Robert Durst auf 2021 vertagt

LOS ANGELES: Der Mordprozess gegen den New Yorker Millionär Robert Durst soll erst 2021 in Kalifornien fortgesetzt werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie war das kurz zuvor begonnene Verfahren im März unterbrochen worden. Der zuständige Richter in Los Angeles gab am Freitag bekannt, dass der Prozess nun erst am 12. April kommenden Jahres wieder aufgenommen werden soll. Damit würde das Verfahren gegen den 77-Jährigen vor Geschworenen mehr als ein Jahr pausieren. Durst wird vorgeworfen, im Jahr 2000 seine langjährige Bekannte Susan Berman in Kalifornien getötet zu haben. Der reiche Immobilienerbe hat die Vorwürfe häufig zurückgewiesen, im November 2018 plädierte er auf «nicht schuldig».


Courteney Cox kehrt für «Scream»-Rolle zurück

LOS ANGELES: Zuletzt war Courteney Cox 2011 in dem Horrorschocker «Scream 4» in ihrer ikonische Rolle als Reporterin Gale Weathers auf der Leinwand zu sehen. Nun hat die 56-jährige Schauspielerin eine weitere «Scream»-Folge zugesagt. «Ich kann es kaum erwarten, dieses Gesicht wiederzusehen», schrieb Cox am Freitag auf Instagram in einem kurzen Video, das die unheimliche weißen Maske des Serienkillers zeigt. Neben dem «Friends»-Star ist auch David Arquette, Ex-Ehemann von Cox, in seiner alten Rolle als Sheriff Dewey Riley wieder dabei.


Lena Dunham spricht über schwere Covid-19-Erkrankung

LOS ANGELES: US-Schauspielerin Lena Dunham (34, «Girls») hat auf Instagram unter dem Titel «Meine Covid Geschichte» ausführlich ihre schwere Covid-19-Erkrankung beschrieben. Mitte März sei sie positiv getestet worden, schrieb Dunham am Freitag. Drei Wochen lang habe sie starke Symptome gehabt, darunter hohes Fieber, harten Husten, heftige Kopfschmerzen, Atembeschwerden und «erdrückende Müdigkeit». Ihr Körper habe plötzlich rebelliert. «Die Nerven in meinen Füßen brannten und die Muskeln arbeiteten nicht mehr. Meine Hände waren taub. Ich konnte keine lauten Geräusche vertragen», führte Dunham weiter aus.


Früherer Bayern-Star Elber kritisiert Brasiliens Präsident Bolsonaro

MÜNCHEN: Der ehemalige Bayern-Star Giovane Elber (48) hat den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für dessen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert. «Er geht ohne Maske raus, umarmt Menschen und behauptet, das sei einfach eine Grippewelle. Das Schlimmste war, dass er gesagt hat: Es werden sehr viele Leute sterben, aber da müssen wir durch. Was ist das für ein Präsident? Wie kann man sowas sagen?», sagte der frühere Spitzenstürmer des deutschen Fußball-Rekordmeisters der «Passauer Neuen Presse» im Interview.


Ex-Box-Weltmeister Henry Maske mag seine Heimat

FRANKFURT (ODER): Der frühere Box-Weltmeister Henry Maske ist gern Brandenburger - auch wenn er inzwischen bei Köln lebt. «Damit beschreibt man ein Stück weit seinen Charakter: Lieber handeln als viel reden und immer bodenständig bleiben», sagte Maske (56) der «Märkischen Oderzeitung» aus Frankfurt (Oder) (Samstag) anlässlich von 30 Jahren Brandenburg in diesem Jahr. Der gebürtige Treuenbrietzer, der seine Karriere in Jüterbog startete, riet seinen Landsleuten zu mehr Optimismus: «Die Brandenburger haben ein schönes Land, mit einer Hauptstadt, auf die sie stolz sein können. Und wir haben vieles, das auch für andere interessant ist.»


Kronprinzessin Victoria eröffnet Stockholmer Pride-Parade im Netz

STOCKHOLM: Als erste Vertreterin der schwedischen Königsfamilie hat Kronprinzessin Victoria (43) den Startschuss für die Stockholmer Pride-Parade gegeben. Da die Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuellen (englische Abkürzung: LGBTI) wegen der Coronavirus-Pandemie diesmal online abgehalten werden musste, richtete die schwedische Thronfolgerin am Samstag per Videobotschaft ein paar einleitende Worte an die Teilnehmer. «Pride ist nicht nur irgendein Sommerfestival. Das ist ein Fest, aber auch eine Kundgebung für Menschenrechte. Es ist zugleich Ernst und Freude», sagte Victoria.


Teilnehmer für Corona-Konzert in Leipzig gesucht

LEIPZIG/HALLE: Gut drei Wochen vor Beginn einer Corona-Studie mit Popmusiker Tim Bendzko (35) haben sich mehr als 1400 Teilnehmer gefunden. Das geht aus den Angaben des Internetauftrittes des Projektes hervor. Bei dem Konzert mit dem Berliner Musiker («Nur noch kurz die Welt retten») in der Arena Leipzig wollen Forscher der Universitätsmedizin Halle herausfinden, wie Großveranstaltungen in Corona-Zeiten gestaltet werden können. Es werden gut 4000 Probanden für das Konzert am 22. August gesucht, wie das sächsische Kulturministerium am Samstag in Dresden mitteilte. Das Konzert ist ein gemeinsames Projekt der Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen.


Erste Talkshows kommen schon aus Sommerpause

BERLIN: Gerade erst hatte ganz Deutschland Sommerferien, doch in einigen Bundesländern ist das neue Schuljahr schon am Start. Und langsam geht es auch im Fernsehen wieder los. Am Mittwoch - 5. August - kehrt um 22.45 Uhr die ARD-Talkshow «Maischberger - Die Woche» nach zwei Monaten Sommerpause zurück. Markus Lanz kommt im ZDF ab 11. August wieder, der ZDF-Polit-Talk «Maybrit Illner» am 20. August und Frank Plasberg mit «hart aber fair» im Ersten am 24. August. Im Vergleich Spätrückkehrer ist der ARD-Sonntagstalk «Anne Will» am 6. September. Talkerin Will steht nach dem ersten neuen «Tatort» nach der Sommerpause im Programm, dem österreichischen Krimi «Pumpen».


Mike Krüger versucht es in diesem Sommer mit Sylt statt Spanien

HAMBURG: Der Hamburger Sänger Mike Krüger hat coronabedingt seine Sommerreisepläne geändert. «Wir haben ganz früh mehrere Urlaubsreisen abgesagt. Hauptsächlich alle Spanien. Mallorca ist natürlich gestrichen. Wir wollten zu Freunden nach Marbella. Auch gestrichen», sagte der 68 Jahre alte Komiker der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Seine Frau und er wollen nun stattdessen ganz in der Nähe Urlaub machen. Auf dem Plan stehe Sylt. «Mal gucken, wie es uns da gefällt und wie voll es ist.» Ansonsten sei erstmal die Terrasse angesagt.


Britische Musik-Stars fordern Ende des Rassismus

LONDON: Mehr als 700 Vertreter der Musikbranche in Großbritannien haben in einem offenen Brief ein Ende des Rassismus gefordert. Zu den Unterzeichnern zählen Künstler wie James Blunt, Lewis Capaldi und Rita Ora, aber auch Manager und Produzenten. Man müsse jetzt zusammenhalten und dürfe sich «nicht gegenseitig angreifen», zitierten britische Medien am Sonntag aus dem Schreiben. Die Künstler verwiesen damit auch auf antisemitische Äußerungen des britischen Rappers Wiley im Kurznachrichtendienst Twitter. Nach starken Protesten wurde er von den sozialen Medien verbannt.

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