Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Sonntag

Foto: Pixabay
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Bilanz der digitalen Frankfurter Buchmesse: mehr als 200.000 User

FRANKFURT/MAIN: Die Frankfurter Buchmesse hat nach einer ungewöhnlichen Ausgabe in der Corona-Krise an diesem Sonntag für ihre digitalen Formate eine positive Bilanz gezogen. Mehr als 200.000 Userinnen und User weltweit haben an den virtuellen Angeboten der 72. Ausgabe teilgenommen, wie die Messe am Sonntag bilanzierte. Mehr als 4400 Aussteller aus 103 Ländern hatten sich für diese virtuelle «Sonderausgabe» angemeldet. Auf den Kanälen der Buchmesse in sozialen Medien habe es binnen sieben Tagen 1,2 Millionen Interaktionen und Aufrufe gegeben. Im Messekalender standen demnach 3644 Veranstaltungen. Die Online-Show «Bookfest» hat der Messe zufolge mit ihren 28 Stunden Programm 1,5 Millionen Menschen erreicht.

«In diesem Jahr ist es uns gelungen, neben dem Fachangebot für die internationale Buchbranche und einem Fest für das Lesen, die Frankfurter Buchmesse auch als politische Plattform ins Netz zu transferieren, um den dringend benötigten Diskurs dort stattfinden zu lassen», teilte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, mit. Es sei gelungen, dem Buch in dieser Woche eine große digitale und mediale Bühne zu bieten, sagte die Vorsteherin der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs.

Im Netz gab es jede Menge gesellschaftliche Debatten zu sehen. Zahlreiche Autorinnen und Autoren, aber auch Tennisspielerin Andrea Petkovic, Sänger Campino und Schauspieler Lars Eidinger stellten ihre Bücher vor. Zum Abschluss der Buchmesse wurde am Sonntag auch der indische Wissenschaftler Amartya Sen mit dem mit 25.000 Euro dotierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.


Coverversion von Ärzte-Hit auf den Fersen des Originals

BERLIN: «We Are The Romance» gegen «True Romance»: Die Coverversion von Deutschlands aktuellem Nummer-eins-Hit von Stars wie den Toten Hosen, Roland Kaiser, Deichkind, H.P. Baxxter und Carolin Kebekus ist dem Original der Band Die Ärzte bei Youtube auf den Fersen. Nicht mal 24 Stunden nach Veröffentlichung hatte der Clip «We Are The Romance» am Samstag schon mehr als 100.000 Aufrufe. Das Originalvideo der Ärzte («True Romance»), das schon acht Tage länger veröffentlicht ist, stand zeitgleich bei gut viermal so vielen Abrufen. Die Ärzte - Bela B, Farin Urlaub und Rodrigo Gonzalez - hatten sich auf ihrer Website bei den Machern bedankt und «wahre romantische Gefühle» verschickt.


Marie Reim tritt bei Silbereisen auf - «Schlagerchance» gewonnen

LEIPZIG: Die Schlagersängerin Marie Reim (20) ist am kommenden Samstag als «Schlagerchance»-Gewinnerin bei Florian Silbereisen (39) im Ersten zu sehen. Am 24. Oktober läuft die ARD-Show «Silbereisen gratuliert: Das große Schlagerjubiläum» um 20.15 Uhr. Am Freitagabend lief im MDR Fernsehen die im September aufgezeichnete Show «Schlagerchance in Leipzig», die 1,77 Millionen anschauten. Angetreten als Nachwuchs waren neben Reim auch Chris Cronauer, die Rockharmonix und Vivien Gold - sie hatten jeweils Unterstützung von Schlagerpaten. Cronauer wurde von Beatrice Egli unterstützt, Rockharmonix von Thomas Anders, Vivien Gold bekam Tipps von Anna-Carina und Stefan Mross und Marie Reim von Andy Borg. In der «Schlagerjubiläum»-Show trifft Marie Reim, Tochter von Sängerin Michelle (48) und Musiker Matthias Reim (62), unter anderem auf ihre Eltern, aber auch auf Hape Kerkeling und Giovanni Zarrella.


Neue Zürcher «Tatort»-Kommissarin wünscht sich Fall mit Frankfurt

ZÜRICH: Die neuen Schweizer «Tatort»-Schauspielerinnen Anna Pieri Zuercher (41) und Carol Schuler (33) haben mit Blick auf die Krimi-Reihe ihre Favoriten. Auf die Frage, welche ihre Lieblingskollegen seien, sagte Schuler dem «Münchner Merkur»: «Ich wünsche mir unbedingt eine Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kommissar Paul Brix, gespielt von Wolfram Koch.» Eine Idee für die Handlung habe sie auch schon. «Ein Mord an einem Banker vielleicht, die Hälfte des Leichnams wird in Zürich gefunden, die andere in Frankfurt. Das wär' doch was.» Zuercher gefallen nach eigenen Worten mehrere Ermittler-Teams im «Tatort» ganz gut: «Gorniak, Winkler und Schnabel aus Dresden finde ich ganz stark, Rubin und Karow aus Berlin gefallen mir gut, und Lannert und Bootz aus Stuttgart mag ich auch sehr gern.»


Boris Johnson schenkt seinem Vater mehrere Biber zum Geburtstag

LONDON: Der britische Premierminister Boris Johnson hat seinem Vater Stanley zum 80. Geburtstag eine Gruppe Biber geschenkt. Gemeinsam mit seinen Geschwistern organisierte der 56-jährige Regierungschef auch eine Erlaubnis zum Halten der Tiere, wie der «Telegraph» am Freitagabend berichtete. Biber wurden durch die Jagd vor Jahrhunderten im Land fast ausgerottet. Vater Stanley darf die Nager nun in einem Flüsschen an seinem Anwesen in Exmoor im Südwesten Englands halten. Der als etwas exzentrisch geltende Senior arbeitete früher bei der Weltbank und ist Naturschützer.


Nina Hoss: «Meine Mutter habe ich lange gepflegt»

BERLIN: Schauspielerin Nina Hoss hat über ihre Erfahrungen mit dem Tod ihrer Mutter gesprochen. «Meine Mutter habe ich lange gepflegt, sie war schwer krank», sagte die 45-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). «Ich bin den Weg mit ihr zu Ende gegangen. Dadurch, dass ich davor nicht zurückgescheut bin, habe ich begriffen, dass es nicht schlimm ist, wo wir hingehen. Der letzte Moment war wie ein Lächeln.» Nina Hoss («Barbara») ist eine der bekanntesten Film- und Theaterschauspielerinnen Deutschlands. In ihrem neuen Film «Schwesterlein» spielt sie eine Frau, die um ihren todkranken Bruder (Lars Eidinger) kämpft.


«American Beauty»-Star Mena Suvari mit 41 Jahren schwanger

LOS ANGELES: «American Beauty»-Star Mena Suvari und ihr Mann Michael Hope erwarten im Frühjahr ihr erstes Kind. Es sei «eine riesige Überraschung, ein absolutes Wunder» gewesen, als sie herausfand, schwanger zu sein, erzählte die 41 Jahre alte Schauspielerin der US-Zeitschrift «People» am Freitag. Sie könne es kaum glauben, ihr erstes Kind, einen Sohn, zu bekommen. Suvari und Hope sind seit Oktober 2018 miteinander verheiratet. Es ist die dritte Ehe der Schauspielerin, die zuvor mit dem italienischen Musikproduzenten Simone Sestito und dem deutschen Kameramann Robert Brinkmann liiert war.


Böhmermann: Twitter ist «sehr unbarmherzig»

FRANKFURT/MAIN: Dem Satiriker Jan Böhmermann (39) hilft Ironie dabei, auf Twitter nicht zu verzweifeln. «Das ist ganz wichtig, damit man da nicht vor Verzweiflung sich irgendwann abmeldet oder in irgendwelche schlimmen Depressionen rutscht», sagte Böhmermann am Samstag auf der Frankfurter Buchmesse auf die Frage, welche Rolle sein ironischer Blick auf die Welt bei Twitter spiele. Twitter sei «sehr unbarmherzig, es werden Überschriften hin und hergeworfen, man beschimpft sich gegenseitig, man versucht möglichst Positionen zuzuspitzen», sagte Böhmermann im Interview mit Bärbel Schäfer. Und online sei es meistens härter als im analogen Leben. «Weil sich Menschen am Ende dann doch am Tisch gegenübersitzen müssen und man da selbst mit dem allergrößten Feind meistens noch eine menschliche Ebene hat, die einen verbindet.»


Parodist Max Giermann gibt sich selbstkritisch

BAD VILBEL: Max Giermann («Switch Reloaded», «Heute-Show») ist mit seinen Parodien prominenter Menschen selten wirklich zufrieden. «Ich bin sehr selbstkritisch. Ich will die Figur ja so exakt wie möglich treffen. Ich sehe immer die Unterschiede, die noch da sind», verriet der 44 Jahre alte Schauspieler dem privaten Rundfunksender Hit Radio FFH in Bad Vilbel. Lediglich seine Darstellungen des Schauspielers Klaus Kinski, des Komikers Torsten Sträter oder des Grünen-Politikers Robert Habeck hält er für gelungen. Vor allem Habeck imitiere er gern. «Ich habe großen Spaß, ihn zu spielen, die verstrubbelten Haare, der etwas müde Blick. Es wirkt ja immer bei ihm so, als würde er gerade aus dem Bett kommen. Er ist nicht glattgebürstet, das finde ich sympathisch», sagte Giermann.


Kritik an Ferien trotz Corona: König bricht Urlaub ab

DEN HAAG: Nach harscher Kritik hat die niederländische Königsfamilie eine trotz der Corona-Krise unternommene Urlaubsreise nach Griechenland abgebrochen. «Wir sehen die Reaktionen von Menschen auf Berichte in den Medien. Und die sind heftig und sie berühren uns», hieß es in einer am späten Freitagabend veröffentlichten Mitteilung des Königshauses. «Wir wollen keinerlei Zweifel daran bestehen lassen: Um Covid-19 zu besiegen, ist es notwendig, dass die Richtlinien befolgt werden.» Zuvor hatten Abgeordnete von Oppositions- wie Regierungsparteien Kritik an der erst durch Medienberichte bekannt gewordenen Flugreise von König Willem-Alexander (53) und seiner Familie mit einer Regierungsmaschine zu deren Ferienhaus auf der Halbinsel Peloponnes geübt.


Bleibtreu hatte vor seinem Regiedebüt bis zum Schluss «kalte Füße»

HAMBURG: Moritz Bleibtreu (49) ist schon seit mehr als 30 Jahren Schauspieler - und dennoch war sein Regiedebüt für ihn eine große Herausforderung. «Die kalten Füße werden erst jetzt so langsam wärmer», sagte Bleibtreu der Deutschen Presse-Agentur. Am 22. Oktober kommt sein Thriller «Cortex» in die deutschen Kinos. Bleibtreu hat das Drehbuch geschrieben und eine der Hauptrollen übernommen. «Klar, ich habe eine Menge Filme gemacht und sollte eigentlich ganz gut wissen, wie es funktioniert. Aber wenn du das zum ersten Mal machst, bist du genauso unbefangen wie ein Filmhochschüler, der zum ersten Mal einen Kurzfilm macht.» Er habe bei den Dreharbeiten auch viel gelernt. So habe er gemerkt, welche Art von Filmemacher er gern sein möchte. Als Regisseur wolle er nicht bis zum letzten Bindestrich alles vorgeben, sondern auch abgeben können. «Ich versuche, die besten Leute um mich herum zu holen und dann zu sagen «Mach!». Aber das muss man auch lernen», so Bleibtreu.


Sophie Passmann gewinnt 3sat-Sendezeit

MAINZ/FRANKFURT: Die Autorin und Moderatorin Sophie Passmann hat in der Jubiläumsshow zum 25. Geburtstag der 3sat-«Kulturzeit» eine Viertelstunde Sendezeit zur freien Gestaltung gewonnen. Damit will die 26-Jährige («Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch») sich nun einen Traum erfüllen: «Ich würde gerne das Prestige, das die «Kulturzeit»-Redaktion hat, dazu nutzen Die Ärzte zu interviewen.» Es ist nicht das erste Mal, dass Passmann in diesem Jahr über Sendezeit verfügen kann. «Ich habe dieses Jahr schon 15 Minuten Sendezeit für was Wichtiges benutzt. Bei ProSieben.» Nun wolle sie etwas zur eigenen Freude machen.


US-Regisseur Oliver Stone will keine Spielfilme mehr machen

BERLIN: US-Regisseur Oliver Stone («Platoon», «Natural Born Killers») will keine weiteren Spielfilme drehen. «Ich habe genügend Filme gedreht, und das hat viel Energie gekostet», sagte der 74-Jährige der «Augsburger Allgemeinen». An Dokumentationen möchte er aber weiter arbeiten. «Einen Film auf die Beine zu stellen, kostet ein, zwei Jahre deines Lebens», sagte Stone. Er habe keine Motivation mehr, ohne große Ambition und nur um des Filmemachens willen zu drehen. Es gebe auch aktuell kein Thema, das ihm unter den Nägeln brenne. Hollywood sei auch nicht mehr an ihm interessiert, sagte der dreimalige Oscar-Gewinner. Er wolle auch nicht für das Fernsehen und Streamingdienste arbeiten. «Das alles passt nicht zu den Filmen, wie ich sie gedreht habe. Die liegen außerhalb der Norm.»

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Wilfried Stevens 18.10.20 20:37
R.I.P. - Rhonda Fleming
Sah sie zuletzt in der Komödie "Die nackte Kanone".