Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Samstag

Foto: Pixabay
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Wenn Tilda Swinton drei Wünsche frei hätte

CANNES: Hätte die schottische Schauspielerin Tilda Swinton drei Wünsche frei, würde sie sich «Weisheit für alle Menschen» wünschen. Das sagte die 61-Jährige am Samstag bei den Filmfestspielen in Cannes. Dort feierte der Film «Three Thousand Years of Longing» Premiere, in dem sie eine Hauptrolle spielt. Das Werk von Regisseur George Miller läuft außer Konkurrenz. Es folgt der Akademikerin Alithea Binnie (Swinton), die auf einem Markt in Istanbul einen Flaschengeist (Idris Elba) entdeckt.

Würde sie in echt einen Flaschengeist treffen - worum würde sie bitten? Den Regisseur Miller zu treffen und mit ihm diesen Film zu machen, sei alleine schon ein wahrgewordener Traum, sagte Swinton in Cannes. Und: «Unendliche Weisheit für alle Menschen und andere Lebewesen auf dem ganzen Planeten, das wäre gut. Ich weiß nicht, wie wir das sonst erreichen könnten, es wäre ein Start. (...) Und ein bisschen mehr Schlaf.»

Der zweite Hauptdarsteller des Films, Idris Elba (49), antwortete auf die gleiche Frage: «Das Erste wäre, dass ich mir eine bessere Antwort auf diese Frage wünschen würde.» Außerdem wünsche er sich, dass das Publikum von dem Film die Botschaft mitnehme, wie wichtig Geschichten seien und dass wir von ihnen lernten. «Der dritte Wunsch wäre ein Elektro-Ferrari.»

«Three Thousand Years of Longing» erhielt am Freitagabend nach seiner Premiere minutenlange «standing ovations».


Tribüne stürzt teils ein: Verletzte bei Probe für Queen-Parade

LONDON: Ein Unfall mit mehreren Verletzten hat die Proben zur traditionellen Militärparade zum Thronjubiläum der Queen in London überschattet. Zwei Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht und drei weitere von Sanitätern behandelt, nachdem am Samstag Berichten zufolge eine Besuchertribüne teilweise einstürzte. Dutzende Zuschauer hatten die Zeremonie nahe des Buckingham-Palasts verfolgt, die nach dem Vorfall abgekürzt wurde, wie die Nachrichtenagentur PA meldete. Die Zeitung «Daily Mail» berichtete unter Berufung auf Augenzeugen, eine Frau sei abgestürzt.

«Wir unterstützen die Notfalldienste nach einem Zwischenfall auf dem Gelände von Horse Guards Parade», teilte das Verteidigungsministerium mit. «Weitere Kommentare wären zu diesem Zeitpunkt unangemessen.»

Die «Trooping the Colour» getaufte Militärparade findet traditionell jedes Jahr zu Ehren von Queen Elizabeth II. statt. In diesem Jahr ist sie für den 2. Juni angesetzt und eröffnet die Hauptfeierlichkeiten zum 70. Thronjubiläum der Monarchin. Insgesamt sind drei Proben vorgesehen, die letzte am kommenden Samstag (28. Mai).


Spaniens 84-jähriger Altkönig bester Laune

MADRID/SANXENXO: Spaniens Altkönig Juan Carlos (84) fühlt sich bei seinem ersten Heimatbesuch nach fast zwei Jahren im Exil in Abu Dhabi offenbar sehr wohl. Es gehe ihm «sehr gut», sagte der umstrittene Ex-Monarch am Samstag zu Journalisten in dem kleinen Küstenort Sanxenxo in Galicien. Und er fügte hinzu: «Vielen Dank für das, was ihr macht.» Rund 200 Journalisten aus dem In- und Ausland waren in den kleinen Ort gekommen, um über die Rückkehr zu berichten.

Juan Carlos war am Donnerstagabend an Bord eines Privatjets von Abu Dhabi aus in Spanien eingetroffen. Am Freitag hatten ihn Bürger mit Hochrufen begrüßt. Ein Wiedersehen mit seinem Sohn, König Felipe VI., und seiner Frau Sofía (83) in Madrid war erst für den letzten Besuchstag am Montag geplant. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn gilt als gespannt, weil Juan Carlos nach Ansicht seiner Kritiker der Monarchie durch Affären und finanzielles Fehlverhalten Schaden zugefügt hat.

Am Samstag begab sich der 84-Jährige trotz seiner eingeschränkten Mobilität an Bord der Rennjacht «Bribón», um an einer Regatta teilzunehmen. Mit diesem Boot war er früher bereits Weltmeister in der Klasse 6mR geworden. Allerdings verzögerte sich der Beginn des Wettkampfes wegen Flaute.


Autor Don Winslow: Kampf gegen Trump statt Schriftstellerdasein

FRANKFURT/MAIN: Der US-Bestsellerautor Don Winslow (68) hört nach eigenen Worten mit dem Schreiben auf und will sein Leben nur noch dem Kampf gegen Ex-Präsident Donald Trump widmen. Trump sei ein «Möchtegern-Diktator, ein Faschist, der, als er abgewählt wurde, versucht hat, sich diese Macht mit einem Staatsstreich wieder zu nehmen», sagte der Schriftsteller («Tage der Toten», «Kings of Cool», «Das Kartell») der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Die Trump-Seite scheue nicht vor heftigen Angriffen zurück, die Gegenseite schon: «Die Demokratische Partei hat leider manchmal Hemmungen, richtig zurückzuschlagen. Ich nicht.» Das Ende seines Daseins als Schriftsteller sei hart für ihn, sagte Winslow: «Es fällt mir schwer, all das hinter mir zu lassen, aber du kannst dir eben nicht immer aussuchen, in welchen Zeiten du lebst und was sich daraus für Aufgaben für dich ergeben.»


«Top Gun: Maverick»-Star Miles Teller fand Flugtraining anstrengend

LONDON: Für den Schauspieler Miles Teller war die Vorbereitung auf seine Rolle als Kampfpilot Rooster im Actionfilm «Top Gun: Maverick» eine Herausforderung. «Ich kann nicht sagen, dass ich das genossen habe», gestand Teller der Deutschen Presse-Agentur in London. «Ich habe manches davon genossen. Aber man darf nicht unterschätzen, wie sehr es den Körper belastet», sagte der 35-Jährige, der dafür ein Jahr lang wöchentlich in einen Jet stieg. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Kinoerfolg von «Top Gun» mit Tom Cruise wird die Geschichte des halsbrecherischen Piloten Maverick fortgesetzt. Kinostart ist am Donnerstag (26.5.).

Teller und die anderen Schauspieler, darunter Hauptdarsteller Tom Cruise, mussten sich vor dem Dreh mehrere Monate einer intensiven Vorbereitung unterziehen, um sich an die G-Kräfte zu gewöhnen, die man in einem Kampfjet fühlt. «Es gab sicher Momente, die ich genossen habe», sagte Teller, «aber es gab auch welche, wo ich es kaum erwarten konnte, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben».

Selbst steuern durften die Filmpiloten die F18-Kampfjets nicht. «Das hat die Navy uns nicht erlaubt, aber wir saßen viel in diesen Jets und taten so, als würden wir sie fliegen», berichtete Teller. «Ich glaube, Tom hat es versucht, aber selbst Tom Cruise haben sie nicht erlaubt, eine F18 zu fliegen.»

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