Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Samstag

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Farage feiert Öffnung von Pubs - angeblich Quarantänepflicht verletzt

LONDON: Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, hat am Samstag die Öffnung der Pubs in England mit einem Pint begangen. «12 Uhr, erster Kunde. Ich liebe es», schrieb er auf Twitter und postete dazu ein Foto von sich mit einem Glas Bier in der Hand. Farage gilt als leidenschaftlicher Pub-Besucher. Kneipen, Restaurants, Kinos, Friseure und andere Einrichtungen durften am Samstag nach mehr als drei Monaten Zwangspause in der Coronavirus-Pandemie erstmals wieder öffnen.

Farage zog mit dem Post jedoch auch Kritik auf sich. Erst am 20. Juni hatte der Brexit-Vorkämpfer nämlich ein Foto von sich auf Twitter geteilt, das ihn in den USA zeigte. Für Reisende aus dem Land gilt nach wie vor eine 14-tägige Quarantänepflicht. Farage hätte noch einen weiteren Tag in Isolation verbringen müssen, so der Vorwurf. Der Chef der britischen Liberaldemokraten, Ed Davey, schrieb umgehend einen Brief an die Polizei und forderte Ermittlungen. Farage wehrte sich per Twitter: «An alle, die jetzt schreien und rufen, weil ich in den Pub gegangen bin...ich bin seit zwei Wochen zurück aus den USA und wurde getestet - das Ergebnis war negativ.»

Ebenfalls in Erklärungsnot geraten war Stanley Johnson, der Vater von Premierminister Boris Johnson. Er hatte Mitte der Woche auf Instagram seine Reise nach Griechenland via Bulgarien mit Videos und Fotos dokumentiert. Später löschte er die Posts wieder. Das britische Außenministerium rät von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen ins Ausland noch immer ab. Am Freitag wurde zwar eine Lockerung der Anfang Juni verhängten Quarantänepflicht für Reisende angekündigt. Sie tritt aber erst am 10. Juli in Kraft und Griechenland lässt bis Mitte Juli keine Direktflüge aus Großbritannien zu. Der «Daily Mail» sagte Johnson Senior, er habe «dringende Geschäftsgründe» gehabt, weil er sein Ferienhaus den örtlichen Vorschriften zur Eindämmung des Virus anpassen musste.


Spanischer Stadtrat duscht bei Videokonferenz mit laufender Kamera

MADRID: Ein spanischer Stadtrat hat während einer Video-Konferenz mit Kollegen, Journalisten und Bürgern geduscht, dabei aber vergessen, die Kamera abzuschalten. Während die anderen Teilnehmer hinter ihren Schreibtischen saßen und Fragen beantworteten, war Bernado Bustillo von der Psoe-Partei im nordspanischen Torrelavega nackt unter der Dusche zu sehen.

«Ich will das gar nicht schönreden und weiß, dass ich mich daneben benommen habe, aber das Plenum ging schon auf das Ende zu. Wir hatten um 08.00 Uhr morgens begonnen und die Geschichte zog sich bis 12.30 Uhr hin», sagte er spanischen Medien. Deshalb habe er sich für Multitasking entschieden: duschen und weiter zuhören. Dabei habe er aber die Kamera nicht richtig ausgeschaltet. Der Stadtrat bot seinen Rücktritt an, aber seine Partei bestätigte ihn inzwischen auf seinem Posten, berichtete die Zeitung «El Diario Montañes» am Samstag.

Mit den Tücken von Video-Konferenzen im Homeoffice hatte im April schon ein spanischer Journalist unliebsame Bekanntschaft gemacht, als während eines Live-Interviews seine nur leicht bekleidete Geliebte durchs Zimmer ging. Seine Partnerin trennte sich daraufhin von ihm.


Jüngste Spielberg-Tochter mit Schweizer Schauspieler verlobt

LOS ANGELES: Destry Allyn, die jüngste Tochter von Star-Regisseur Steven Spielberg und seiner Frau Kate Capshaw, will heiraten. «Heiliges Kanonenrohr, ich bin verlobt!!!» (Holy cannoli, I'm engaged), schrieb die 23-Jährige auf Instagram zu gemeinsamen Fotos mit ihrem Verlobten Genc Legrand, auf denen sie einen glitzernden Ring trägt. Sie sei so froh, ihr Leben mit ihrem «besten Freund» zu verbringen, führte die Promi-Tochter in dem Eintrag vom Freitagabend (Ortszeit) aus. Kolleginnen wie Elle Fanning, Julianne Moore und Kaitlyn Dever gratulierten auf Instagram.

Legrand ist ein Schauspieler aus der Schweiz, der nach Angaben auf seiner Website in die USA umsiedelte und dort an der renommierten Lee Strasberg Filmschule studierte.

Destry ist das jüngste von sieben Kindern von Spielberg (73) und Capshaw (66), die seit 1991 miteinander verheiratet sind. Zusammen haben sie drei leibliche und zwei adoptierte Kinder, aus früheren Ehen brachten beide jeweils ein Kind mit.


Italiens Premier Conte sitzt auch mal auf dem Boden

ROM: Italiens Regierungschef Giuseppe Conte ist sich nicht zu fein, um abends beim Ausgehen auf dem Boden zu sitzen.

Der 55-jährige Jurist sorgte in Italien mit einem Überraschungsbesuch bei einer Open-Air-Kino-Eröffnung in Rom für Aussehen. Er kam am Freitagabend zu einer bei jungen Leuten beliebten Sommerfilm-Veranstaltung auf eine Piazza im Ausgehviertel Trastevere. Begleitet von seiner Freundin setzte sich der Premier locker auf ein Kissen auf dem Boden. Zum Schutz vor Ansteckung trug der parteilose Politiker, der tagsüber wegen der Corona-Krise politische Termine in enger Folge absolviert, eine schwarze Schutzmaske. Gezeigt wurde die italienische Komödie «La Bella Vita» von Regie-Star Paolo Virzi. Mit dabei waren auch italienische Kino-Promis wie Sabrina Ferilli (56).


Neustart mit Fanfare und Publikum am La Fenice in Venedig

VENEDIG: Am Opernhaus La Fenice in Venedig kann wieder vor Publikum gespielt und gesungen werden. «Es ist ein großer Moment, wieder erstmals Zuhörer im Theater zu haben, für uns und für die Stadt Venedig», sagte der Intendant Fortunato Ortombina der dpa. Nach monatelanger Corona-Pause feiert das Theater den Neustart an diesem Sonntag mit einem Konzert mit Chor und Orchester. Das Haus hat die Aufführung den Venezianern, der Lagunenstadt und den medizinischen Helfern im Kampf gegen die Covid-19-Krankheit gewidmet, wie Ortombina erläuterte. Auf dem Programm steht die «Fanfare for a Common Man» des US-Komponisten Aaron Copland. Außerdem sind Stücke von Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli und Johann Sebastian Bach vorgesehen. In den kommenden Tagen folgen auch Opernabende.

Im Juni hatte es erste Aufführungen im La Fenice ohne Publikum gegeben. Sie wurden ins Internet übertragen. Sowohl für die Künstler auf der Bühne als auch für die Zuhörer gelten strenge Abstandsregeln, um Ansteckungen zu vermeiden. Statt rund 1000 Gäste könnten aktuell nur rund 300 Menschen in den Saal, sagte der Intendant. Venedig brauche positive Signale, denn die Stadt sei mehrfach verwundet. Zum einen sei Norditalien mit der Region Venetien von dem Virusausbruch stark betroffen gewesen. Zugleich leide die Stadt noch stärker als etwa die Metropole Mailand in der Lombardei unter dem Wegbrechen des Tourismus. Dieser sei die zentrale Einnahmequelle, auch wenn der Massenandrang zuletzt zu viel geworden sei. «Hoffen wir, dass es ein echter Neustart wird», sagte Fortunato Ortombina im Telefoninterview. Die Nachfrage nach Karten für Sonntag sei gut gewesen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.