Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Montag

Foto: Pixabay
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Sheriff: «Glee»-Star Rivera tot aufgefunden

LOS ANGELES: Nach dem Verschwinden der Schauspielerin Naya Rivera haben Einsatzkräfte in Kalifornien ihre Leiche in einem See entdeckt. «Wir sind sicher, dass der Körper, den wir gefunden haben, der von Naya Rivera ist», sagte Sheriff William Ayub am Montag (Ortszeit). Demnach gehen die Beamten nicht von einem Suizid aus.

Die 33-Jährige hatte nach Angaben der Polizei am Mittwoch ein Boot gemietet, um mit ihrem kleinen Sohn im Lake Piru nordwestlich von Los Angeles schwimmen zu gehen. Stunden später fanden Insassen eines anderen Bootes den Vierjährigen alleine schlafend an Bord, von der Mutter fehlte jede Spur. Seitdem suchten Rettungskräfte unter anderem mit Tauchern, Drohnen, Booten und Hubschraubern nach dem TV-Star, zunächst ohne Erfolg. Die Behörden gingen von ihrem Tod aus.

In der populären Fernsehserie «Glee» (2009-2015) spielte die in Kalifornien geborene Rivera die zickige und intrigante Cheerleaderin Santana Lopez, die sich in eine Mitschülerin verliebt, aber ihre Gefühle hinter Biestigkeit und Arroganz verbirgt.


Publizistin Rachel Salamander erhält Düsseldorfer Heine-Preis

DÜSSELDORF: Die Publizistin Rachel Salamander (71) erhält den mit 50.000 Euro dotierten Heine-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf. Die Literaturwissenschaftlerin habe «couragiert maßgeblich zum Wiederaufbau des jüdischen intellektuellen Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland beigetragen», teilte die Stadt am Montag zur Begründung der Jury mit. Mit ihren Buchhandlungen habe sie die jüdischen Autoren, deren Bücher einst verbrannt worden waren, in den Kanon deutscher Literatur zurückgeholt.

Die in München lebende Salamander eröffnete dort 1982 unter dem Namen «Literaturhandlung» eine Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum. Mittlerweile gibt es Zweigstellen in mehreren deutschen Städten. Das Stammhaus ist inzwischen in das Jüdische Museum München gezogen.

Der seit 1972 vergebene Preis ist nach dem in Düsseldorf geborenen Dichter Heinrich Heine (1797-1856) benannt. Die Auszeichnung soll im Dezember an einem noch nicht mitgeteilten Termin rund um Heines 221. Geburtstag überreicht werden. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten Carl Zuckmayer, Sebastian Haffner, Max Frisch und Elfriede Jelinek.


Maas' Maskenspiel

BRÜSSEL: Wie macht man das noch einmal mit diesen Masken? Bundesaußenminister Heiko Maas hat bei einem Treffen mit EU-Kollegen versucht, mit seinem Mund-Nasen-Schutz für Erheiterung zu sorgen. Auf einem Foto ist zu sehen, wie sich der SPD-Politiker seine dunkle Maske statt über Mund und Nase über Augen und Nase hält.

Wie seine Kollegen reagierten, ist allerdings nicht zu sehen. Die bulgarische Kollegin Ekaterina Sachariewa richtet auf dem Bild gerade selbst ihren Mundschutz und die spanische Kollegin Arancha González steht mit dem Rücken zur Fotografin.

Das Treffen der Außenminister der EU-Staaten in Brüssel war das erste seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Thema der Beratungen waren die Konflikte mit der Türkei und eine mögliche EU-Reaktion auf das chinesische Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Hongkong.


Epstein-Skandal: Nächster Gerichtstermin für Ex-Partnerin Maxwell

NEW YORK: Im Skandal um den wegen Sexualverbrechen verurteilten und inzwischen gestorbenen US-Unternehmer Jeffrey Epstein muss dessen vor kurzem festgenommene Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell am Dienstag (ab 19.00 Uhr MESZ) in New York vor Gericht erscheinen.

Richterin Alison Nathan will ihr dann per Videoverbindung offiziell die Anklage vorlesen und über eine mögliche Freilassung auf Kaution entscheiden. Maxwells Anwälte hatten im Vorfeld um eine Freilassung ihrer Mandantin gegen eine Kaution von fünf Millionen Dollar gebeten. Die 58-Jährige, die Anfang Juli um US-Bundesstaat New Hampshire festgenommen wurde, soll bei den Sexualverbrechen Epsteins eine maßgebliche Rolle gespielt haben. Ihr werden sechs Anklagepunkte vorgeworfen, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Auf die Anklagepunkte, die sich auf die Jahre 1994 bis 1997 beziehen, stehen jeweils Höchststrafen von fünf bis zehn Jahren Gefängnis. Wann ein Prozess beginnen könnte, war vorerst nicht klar.


Geburtstagsfeier von Kronprinzessin Victoria fällt coronabedingt aus

STOCKHOLM: Normalerweise lassen die Schweden ihre Thronfolgerin zum Ehrentag feierlich hochleben - diesmal fällt der Geburtstag von Kronprinzessin Victoria dagegen coronabedingt deutlich kleiner aus. Die traditionelle Feier von Victorias Geburtstag am Schloss Solliden wurde aufgrund der Pandemie abgesagt, wie das Königshaus vorab mitteilte. Wenn Victoria an diesem Dienstag 43 Jahre alt wird, wird sie also nicht wie gewohnt vor dem Schloss auf der Insel Öland die Gratulationen zahlreicher Schweden entgegennehmen. Beim alljährlichen Victoria-Konzert, das in diesem Jahr in der Schlossruine Borgholm stattfindet, ist mit Ausnahme einiger geladener Gäste kein Publikum erlaubt. Zumindest wird das Konzert an Victorias Geburtstagsabend im schwedischen Fernsehen übertragen.


Kinoverband befürchtet großes Kinosterben

BERLIN: Obwohl die Kinos nach monatelangen Schließungen bundesweit wieder geöffnet haben, ist die Krise für sie längst nicht vorbei. «Wenn unsere Auslastungsmöglichkeiten durch die Abstandsregelungen auf dem Niveau bleiben und die publikumsstarken Filme dadurch weiter fehlen, werden wir einen erheblichen Anteil der Kinos verlieren», erklärte Christine Berg (54), Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes Deutscher Filmtheater (HDF Kino), im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Die Filmtheater hätten in den letzten Monaten ihre Reserven aufgebraucht und Kredite ausgereizt. Hinzu komme ein Besuchereinbruch von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. «Nun muss wieder Umsatz gemacht werden, ansonsten verlieren wir die flächendeckende Kinolandschaft in Deutschland und damit einen wichtigen Motor der Filmbranche.»


Russell Crowe: Isolation während Corona-Krise ist «sehr produktiv»

LOS ANGELES: Oscar-Preisträger Russell Crowe (56, «Gladiator») spielt in dem neuen Thriller «Unhinged» einen psychopathischen Autofahrer, der völlig ausrastet. Doch sein eigenes Leben während der Corona-Pandemie könnte derzeit kaum entspannter verlaufen, erzählte der gebürtige Neuseeländer im Online-Interview mit der Nachrichtenagentur dpa und anderen Medien. «Es ist eine sehr produktive Zeit für mich. Ich muss nicht fliegen, von Stadt zu Stadt jetten, ich bin einfach nur Zuhause». Auf seiner entlegenen Farm im australischen Busch habe er Rinder, Pferde, Hühner und Hunde. Er sei von Kängurus und heimischen Vögeln umgeben. Schon seit Jahrzehnten würde er diese Art von Isolation sehr schätzen. «Ich bin richtig gut darin», witzelte der Schauspieler.


Neuer saarländischer «Tatort»-Kommissar: Erfolgs-Quote ist Ansporn

SAARBRÜCKEN: Der Quoten-Erfolg für die neuen «Tatort»-Ermittler aus dem Saarland motiviert die beiden Hauptdarsteller. «Das stärkt uns den Rücken. Wir haben vorgelegt - und darunter wollen wir es jetzt nicht machen», sagte Daniel Sträßer (32) alias Kommissar Adam Schürk der Deutschen Presse-Agentur. Der erste Fall «Das fleißige Lieschen» hatte Mitte April 10,5 Millionen Zuschauern erreicht. «Wenn die Premiere gefloppt wäre, hätten wir nun eher gegen Windmühlen kämpfen müssen und wären angespannter.» Unter Druck fühle er sich durch das Ergebnis zum Auftakt nicht. «Druck ist das falsche Wort», sagte er. «Für uns ist das Ansporn.»


Campino bewundert Wim Wenders: «Seine Filme haben unglaubliche Kraft»

BERLIN: Campino, Sänger und Frontmann der «Toten Hosen», ist ein großer Fan des Regisseurs Wim Wenders. «Seine Filme haben eine unglaubliche Kraft», erklärte der 58-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. «Ich kenne niemanden, der Musik und Bilder so emotional zu verbinden weiß.» Andreas Frege, wie Campino mit bürgerlichem Namen heißt, drehte mit Eric Friedler eine Dokumentation über Wenders. Das Werk mit dem Titel «Wim Wenders, Desperado» kommt am Donnerstag (16.7.) in die Kinos. «Seit unserer ersten Begegnung fühlte ich mich Wim verbunden und über die gemeinsame Arbeit sind wir sehr schnell zu Freunden geworden», so Campino.


Reese Witherspoon feiert Lied ihres Sohnes mit einem Tänzchen

BERLIN: US-Schauspielerin Reese Witherspoon hat mit einer Tanzeinlage auf Instagram die Veröffentlichung eines Liedes ihres Sohns Deacon gefeiert. In einem Video, das die 44-Jährige am Wochenende veröffentlichte, sind die beiden zu sehen, wie sie gemeinsam das Video auf dem Smartphone hören. Plötzlich kommt Witherspoon die Idee: «Deacon, ich sollte einen Tiktok-Tanz zu diesem Lied erfinden.» Ihr Sohn sagt nur: «Nein, Mum, nein!» Doch die stolze Mutter ist nicht mehr zu bremsen, springt auf und beginnt mit einem Tänzchen. «Long Run» heißt das Stück von Deacon und wurde am vergangenen Freitag veröffentlicht.


Schauspielerin und Travolta-Ehefrau Kelly Preston mit 57 gestorben

BERLIN: Die Schauspielerin Kelly Preston, Ehefrau von US-Star John Travolta, ist im Alter von 57 Jahren gestorben.

«Schweren Herzens teile ich Euch mit, dass meine wunderbare Ehefrau Kelly ihren zweijährigen Kampf gegen den Brustkrebs verloren hat», schrieb Travolta (66) auf Instagram. «Sie kämpfte einen tapferen Kampf mit der Liebe und Unterstützung von so vielen.» Preston habe sich dazu entschieden, ihren Kampf gegen den Krebs geheimzuhalten und sei einige Zeit medizinisch betreut worden, zitierte das US-Portal «People» einen Sprecher. Die Schauspielerin starb am Sonntag. Mit ihrem Ehemann John Travolta hatte die Schauspielerin drei Kinder, der gemeinsame Sohn Jett war 2009 mit 16 Jahren gestorben. Das Paar war seit 1991 verheiratet.


Enkel von Elvis Presley mit 27 Jahren gestorben

BERLIN: Benjamin Keough, Enkel des «King of Rock'n'Roll» Elvis Presley und Sohn von US-Sängerin Lisa Marie Presley, ist im Alter von 27 Jahren gestorben. «Sie vergötterte diesen Jungen. Er war die Liebe ihres Lebens», zitierte das US-Portal «People.com» einen Sprecher von Lisa Marie Presley am Sonntagabend (Ortszeit). Sie sei mehr als am Boden zerstört. Das Promi-Portal «TMZ» berichtete, dass Keough in der Stadt Calabasas im US-Bundesstaat Kalifornien Suizid begangen habe.

Benjamin Keough stammte aus der ersten Ehe der 52 Jahre alten Sängerin mit dem Musiker Danny Keough. Mit ihm hat Presley auch eine gemeinsame Tochter - die Schauspielerin Riley Keough (31, «Mad Max: Fury Road»). Mit dem Gitarrist Michael Lockdown hat Presley zwei jüngere Töchter.

Presley und Lockdown hatten im Juni 2016 nach zehnjähriger Ehe die Trennung bekanntgegeben. Die Musikerin war ebenfalls mit dem 2009 gestorbenen Popstar Michael Jackson und dem Schauspieler Nicolas Cage verheiratet.


Yoga-Fan und Schauspieler Ralf Bauer: in Corona-Krise flexibel sein

BAD HERSFELD: Yoga hilft Schauspieler Ralf Bauer («Gegen den Wind», ARD), um die richtige Haltung einzunehmen zum Überstehen der Corona-Pandemie. «Die Corona-Krise ist eine harte Zeit für Schauspieler, Film- und Theaterschaffende. Es ist nicht leicht, sich über Wasser zu halten», sagte der 53-Jährige, der im Rahmen des Bad Hersfelder Kultursommers mit dem Theaterstück «Gut gegen Nordwind» in der Stiftsruine gastiert (8. und 9. August, 16.00 Uhr). In der schwierigen Corona-Zeit beherzige er die Devise: «Bleib flexibel wie ein Bambus. Bambus ist sehr biegsam, ohne dass es bricht. Man darf den Sorgen nicht zu viel Raum lassen. Sonst lähmen sie. Man muss schauen, was man sonst noch machen kann.»

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