Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Montag

Foto: Pixabay
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Nicolas Cage mit Tiffany Haddish in schrägem Thriller-Projekt

LOS ANGELES: Die Besetzung für die schräge Thriller-Komödie «The Unbearable Weight Of Massive Talent» mit Nicolas Cage (56) nimmt immer konkretere Züge an. Nun ist auch Tiffany Haddish (40, «Girls Trip», «Lady Business») mit an Bord, wie das Hollywood-Studio Lionsgate am Montag bekanntgab. Pedro Pascal («The Equalizer 2») und Sharon Horgan («Game Night») standen zuvor schon fest. Die Dreharbeiten unter der Regie von Tom Gormican («Für immer Single?»), der auch das Skript schrieb, sollen noch im Herbst anlaufen.

Cage spielt in dem Projekt eine fiktionalisierte Version von sich selbst, als Schauspieler in Geldnot, der für eine Millionengage die Einladung eines reichen Cage-Fans annimmt, an dessen Geburtstagsparty teilzunehmen. Der Milliardär (Pedro Pascal) ist ein Drogenboss, der auch vom CIA gejagt wird. Schnell wird die Einladung für Cage zum Überlebensabenteuer. Haddish mimt eine exzentrische Undercover-Agentin.

Cage hatte 1996 den Oscar als bester Hauptdarsteller für «Leaving Las Vegas» gewonnen und war ein zweites Mal für seine Hauptrolle in «Adaption - Der Orchideen-Dieb» (2003) nominiert. Weitere Hits waren «Mondsüchtig» und Thriller wie «The Rock» und «Con Air». Cage spielte aber auch in Dutzenden Billigproduktionen mit, die nie ins Kino kamen.


PARIS: Der französische Schauspieler Michael Lonsdale ist tot.

Der Darsteller, der in «Der Name der Rose» von Jean-Jacques Annaud und dem James Bond-Film «Moonraker» mitgespielt hat, ist im Alter von 89 Jahren am Montag in Paris gestorben. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf seinen Agenten Olivier Loiseau. In seiner rund 60-jährigen Karriere trat Lonsdale in etwa 200 Kino- und TV-Filmen und Theaterstücken auf. Er wurde 1931 in Paris als Sohn einer französischen Mutter und eines britischen Vaters geboren. Lonsdale drehte unter anderem mit Orson Welles, Michel Deville und François Truffaut. Seinen Durchbruch schaffte er mit den Truffaut-Filmen «Die Braut trug Schwarz» und «Geraubte Küsse», beide aus dem Jahr 1968. Der amerikanische Regisseur Steven Spielberg holte ihn in seinem Politik-Thriller «München» vor die Kamera, der von einer israelischen Vergeltungsaktion für den Anschlag auf die olympische Mannschaft Israels durch eine palästinensische Terrorgruppe im Jahr 1972 handelt.


Israelisches Model Bar Refaeli tritt Sozialdienst an

TEL AVIV: Nach ihrer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hat das israelische Model Bar Refaeli ihren Sozialdienst angetreten. Die 35-Jährige traf am Montagmorgen an einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Kirjat Ono ein, einer Stadt östlich von Tel Aviv. Ein Sprecher der Gefängnisbehörde bestätigte, dass Refaeli ihren Dienst begonnen hat. Ein Gericht in Tel Aviv hatte Refaeli und ihre Mutter Zipi Mitte September verurteilt. Bar Refaeli muss neun Monate Sozialdienste leisten, ihre Mutter für 16 Monate ins Gefängnis. Zipi Refaeli erschien am Montagmorgen im einzigen Frauengefängnis des Landes in Newe Tirsa südöstlich von Tel Aviv. Die beiden Frauen müssen zudem insgesamt 5 Millionen Schekel (rund 1,2 Millionen Euro) zahlen.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Montag

Schauspieler Horst Sachtleben: Gemischte Gefühle vor dem 90.

MÜNCHEN: TV-Star Horst Sachtleben blickt seinem runden Geburtstag nach eigenen Worten mit gemischten Gefühlen entgegen. «Ich hatte ein gutes Leben und versuche, die Zeit, die mir noch bleibt, voll zu nutzen und zu genießen.» Aus dem Berufsleben hat er sich - auch angesichts er Corona-Pandemie - nun zurückgezogen. Auf eine Feier zum 90. Geburtstag (24. September) verzichte er aber nicht, sagte Sachtleben der Deutschen Presse-Agentur. Für den Nachmittag sei «Open House» geplant. Es kämen Verwandte und Freunde zu Besuch.


Thomas Gottschalk moderiert zwei ARD-Showformate

BADEN-BADEN: Die ARD produziert mit Thomas Gottschalk zwei TV-Showformate. Zum Jahreswechsel strahlt Das Erste eine Jahresrückblick-Show aus, bei der der 70 Jahre alte Entertainer mit Promis und anderen Gästen über ihren Verzicht in der Corona-Pandemie spricht, wie der Südwestrundfunk (SWR) am Montag in Baden-Baden mitteilte. Das Format heißt «Thomas Gottschalk: 2020 - die Show». Vom Frühjahr 2021 an soll Gottschalk außerdem in einer achtteiligen Show-Reihe «Nochmal 18!» im SWR Fernsehen und in der ARD Mediathek zu sehen sein. Der Moderator spricht mit Gästen über Jugenderinnerungen. Der Fernseh-Branchendienst dwdl.de hatte zuerst über die neuen Formate berichtet.


Starvisagist René Koch: Lippenstift geht auch in Maskenzeiten

BERLIN: Der Berliner Visagist René Koch empfiehlt Lippenstift auch in Zeiten von Masken und Corona. «Sie tragen die Maske doch nicht 24 Stunden», sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur zu seinem 75. Geburtstag am Dienstag. Damit der Lippenstift nicht verschmiert, sollte Fixierpuder verwendet werden - dann bleibe er nicht auf dem Stoff. Im Restaurant ist es für ihn völlig in Ordnung, nach dem Absetzen der Maske den Lippenstift zu kontrollieren. Koch hatte viele Stars vor dem Spiegel, darunter Zarah Leander, Hildegard Knef und Joan Collins. Er gibt auch Schminkkurse für blinde Frauen und hat ein Museum für Lippenstifte. Dort tragen die Besucher jetzt Maske mit lachendem Mund, wie Koch erzählt. «Der Alltag ist doch schon grau genug.»


Corona-Zeit hat Lilo Wanders äußerlich altern lassen

HAMBURG: Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Zwangspause hat Travestiekünstlerin und Schauspielerin Lilo Wanders durchaus zugesetzt. «Corona belastet mich. Ich bin äußerlich sehr gealtert in diesem halben Jahr», sagte Lilo Wanders der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Vor allem die Unwägbarkeit mache sie «kirre». Wanders hatte seit Mitte März coronabedingt keine größeren Auftritte mehr. Auch eine mehrwöchige Theaterspielzeit in Braunschweig sowie eine Tour wurden deshalb abgesagt. «Damit sind rund zwei Drittel meines Jahreseinkommens weggefallen. Es ist zwar alles auf 2021 geschoben. Aber das ist schon bitter.» Lilo Wanders, die durch die Vox-Sendung «Wa(h)re Liebe» bekannt wurde, wird am 22. September 65 Jahre alt.


Deutsche Maria Schrader gewinnt Emmy als beste Regisseurin

LOS ANGELES: Die deutsche Regisseurin Maria Schrader hat den Emmy Award für die beste Regie in einer Miniserie gewonnen. Schrader bekam die Auszeichnung für die vierteilige Serie «Unorthodox» beim Streaminganbieter Netflix. Sie erzählt darin die Geschichte der ultra-orthodoxen Jüdin Esther, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet. «Ich bin sprachlos», sagte die auch als Schauspielerin bekannte 54-Jährige in einer Live-Schalte nach Los Angeles am Sonntagabend (Ortszeit), umgeben von einigen Mitgliedern des Teams. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Sendung von Moderator Jimmy Kimmel im Staples Center ohne Publikum moderiert, über 100 Nominierte in rund 20 Städten waren laut Produzenten zugeschaltet.


Abba-Star Ulvaeus wegen Clan-Kriminalität in Schweden besorgt

STOCKHOLM: Abba-Mitglied Björn Ulvaeus sorgt sich wegen der wachsenden Clan-Kriminalität um Schweden. Die Kriminalität bedrohe zutiefst die schwedische Gesellschaft, die Situation werde zunehmend unhaltbar, schrieb der 75-Jährige in einem am Montag veröffentlichten Beitrag in der Zeitung «Dagens Nyheter». Der Musiker schlug deshalb Änderungen beim Öffentlichkeits- und Geheimhaltungsgesetz vor, um kriminellen Banden das Leben schwieriger zu machen. «Die Clan-Kriminalität zeigt, dass wir bei der Integrität Kompromisse eingehen müssen», schrieb Ulvaeus. Während das Gesetz die persönlichen Informationen der Bürger umfassend schütze, schaffe es leider auch «fantastische Geschäftsmöglichkeiten für das organisierte Verbrechen». Es müsse ein Mittelweg gefunden und vor allem etwas dagegen getan werden, dass vertrauenswürdige Institutionen von Verbrechern unterwandert werden. Ulvaeus bezog sich dabei auf Medienberichte, wonach kriminelle Clans es geschafft hätten, Behörden wie die schwedische Arbeitsvermittlung, Versicherungskasse und Kommunen zu unterwandern.


Vico Torriani wäre 100: Er war ein strenger Vater

ZÜRICH: Der stets lustige und liebenswerte Schweizer Entertainer und Sänger Vico Torriani hatte als Vater klare Prinzipien. Das offenbarte seine Tochter Nicole Kündig-Torriani (67) am Montag, dem Tag, an dem Torriani 100 Jahre alt geworden wäre. Er starb 1998. «Papa konnte sehr streng sein», sagte Kündig-Torriani (67) der Schweizer Zeitung «Blick». «Etikette und Anstand waren ihm auch in der Erziehung überaus wichtig.» Torriani war seit den 40er Jahren auf der Bühne, oft mit Italo-Schlagern. Später moderierte er im Fernsehen, darunter «Hotel Victoria» und die «Vico-Torriani-Show». Im August 1967 führte er durch die Spielesendung «Der Goldene Schuss», die als erste Showsendung in Farbe im deutschen Fernsehen zu sehen war.


Luk Perceval erhält wichtigsten norwegischen Theaterpreis

OSLO: Der Theaterregisseur Luk Perceval zählt zu den diesjährigen Gewinnern des norwegischen Hedda-Preises. Der Belgier erhielt die renommierte Theaterauszeichnung am Sonntagabend in der Kategorie «Beste Regie». Damit wurde er für seine am Norwegischen Theater in Oslo gezeigte Adaption des Jon-Fosse-Romans «Trilogien» geehrt. «Natürlich bin ich sehr glücklich, aber nicht nur glücklich, sondern zu allererst sehr dankbar», sagte Perceval auf der Preisverleihung, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie nur digital stattfand.

«Trilogien»-Hauptdarstellerin Gjertrud Jynge wurde zudem mit dem Preis für die beste weibliche Hauptrolle gewürdigt. Das männliche Pendant erhielt Preben Hodneland für seine Hauptrolle in der Aufführung «Raskolnikov», die auch als beste Vorstellung ausgezeichnet wurde.

Der Hedda-Preis gilt als wichtigste Auszeichnung des norwegischen Theaters. Perceval arbeitete als Theater- und Opernregisseur an zahlreichen deutschen Bühnen. Über Jahre war er Oberspielleiter am Thalia Theater in Hamburg.


Franz-Kafka-Literaturpreis geht an Milan Kundera

PRAG: Der Franz-Kafka-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den tschechisch-französischen Schriftsteller Milan Kundera. Das teilte die internationale Jury in Prag mit. Der in Paris lebende Romanautor («Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins») habe sich angesichts der Entscheidung geehrt gezeigt. Kafka stehe ihm mehr als andere Schriftsteller nahe, sagte der 91-Jährige demnach am Telefon aus Paris, wo er seit Jahrzehnten lebt.

Die Auszeichnung wird im Oktober verliehen. Sie ist mit einer Skulptur des Künstlers Jaroslav Rona und einem Preisgeld von umgerechnet knapp 8500 Euro dotiert. Kunderas Lebenswerk sei aus dem Geist der tschechischen Kultur hervorgegangen und habe diese außerordentlich bereichert, betonte die Jury zur Begründung. Sein Schaffen habe zugleich «unübersehbaren Widerhall» in Europa und der Welt gefunden und sei in mehr als 40 Sprachen übersetzt worden.

Kundera ist der 20. Preisträger und folgt damit auf Persönlichkeiten wie Vaclav Havel, Elfriede Jelinek, Philip Roth und Amos Oz. Er hat sich selbst in seinen Schriften immer wieder mit Kafka (1883-1924) beschäftigt. Die Franz-Kafka-Gesellschaft in Prag begeht in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Sie betreibt eine Bibliothek mit Werken Kafkas und seiner Zeitgenossen.


Prinz Charles: Brauchen gegen den Klimawandel Taten statt Worte

LONDON/NEW YORK: Prinz Charles hat im Kampf gegen den Klimawandel zu schnellem Handeln aufgerufen. «Milliarden Menschen in aller Welt warten auf Taten, die das Gleichgewicht des Planeten wieder herstellen, das wir so durcheinander gebracht haben», sagte der britische Thronfolger in einer Videobotschaft zur Eröffnung einer Klimawoche in New York am Montag. Insbesondere jüngere Menschen, sehnten sich verzweifelt nach «Taten - nicht nach noch mehr Worten». Die Corona-Pandemie sei ein Weckruf, den man nicht ignorieren dürfe. Außerdem solle man dieses Zeitfenster nutzen, um die Wirtschaft in eine nachhaltigere Richtung zu steuern, so der 71-Jährige. Der Klimawandel werde sich zu einer Katastrophe entwickeln, neben der die Corona-Krise «zwergenhaft» wirken könnte.


Pop-Sängerin Lady Gaga: «Ich hasste es, berühmt zu sein»

BERLIN: Pop-Sängerin Lady Gaga («Poker Face») hat sich in einem emotionalen Interview zu den Schattenseiten ihres großen Erfolgs geäußert. «Ich hasste es, berühmt zu sein. Ich hasste es, ein Star zu sein. Ich fühlte mich erschöpft und verbraucht», sagte die 34-Jährige dem US-Sender «CBS» am Sonntag (Ortszeit). Zu schaffen machten ihr die große Aufmerksamkeit, die ihr für ihre Musik entgegengebracht wurde: «Mein größter Feind ist Lady Gaga, das habe ich gedacht. Mein größter Feind ist sie», sagte die Musikerin.


Familienepos «Succession» gewinnt Emmy als beste Dramaserie

LOS ANGELES: Das opulente Familienepos «Succession» hat am Sonntagabend in Los Angeles den Emmy Award als beste Dramaserie des Jahres gewonnen.

Die Reihe erzählt davon, wie die erwachsenen Kinder des alternden Patriarchen Logan Roy um dessen Medienimperium kämpfen. Zuvor hatten für «Succession» unter anderen auch Jeremy Strong als bester Hauptdarsteller und Andrij Parekh als bester Regisseur den wichtigsten Fernsehpreis der Welt gewonnen. Die lose an den Gründer des rechtskonservativen US-Senders Foxnews, Rupert Murdoch, angelehnte HBO-Serie läuft in Deutschland beim Pay-TV-Sender Sky Atlantic HD. Sie gewann in diesem Jahr insgesamt sieben Emmys.

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