Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Mittwoch

Foto: Pixabay
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«Call-Me-By-Your-Name»-Regisseur dreht Hollywood-Stricher-Film

LOS ANGELES: Der italienische Regisseur Luca Guadagnino («Call Me By Your Name», «A Bigger Splash») will die Lebensgeschichte eines Hollywood-Strichers verfilmen. Als Vorlage dient das Skript des Duos Seth Rogen und Evan Goldberg («Bad Neighbors 2», «Sausage Party»), wie die Branchenblätter «Hollywood Reporter» und «Variety» am Mittwoch (Ortszeit) berichteten. Die geplante Filmbiografie dreht sich um den 2019 mit 96 Jahren gestorbenen Scotty Bowers, der ab den 1940er Jahren in Hollywood lebte.

Bowers hatte 2012 in seiner Autobiografie «Full Service: My Adventures in Hollywood and the Secret Sex Lives of the Stars» über seine Stricher-Dienste in Hollywood berichtet. Demnach hatte der Ex-Marinesoldat und Tankwart jahrzehntelang Sex-Dienste angeboten oder andere Stricher vermittelt. Zu seinen Kunden zählten angeblich auch Stars wie Cary Grant, Rock Hudson und Katharine Hepburn. Schon der Dokumentarfilm «Scotty and the Secret History of Hollywood» (2017) beleuchtete die brisante Geschichte des bisexuellen Strichers.


Komiker Tracy Morgan lässt sich scheiden

LOS ANGELES: Der amerikanische Komiker Tracy Morgan (51) und seine Frau Megan Wollover stehen vor dem Ehe-Aus. «Traurigerweise, nach fast fünf Jahren Ehe, reichen Megan und ich die Scheidung ein», teilte Morgan durch seinen Sprecher am Mittwoch dem «Hollywood Reporter» und anderen US-Medien mit. Das Paar hat eine siebenjährige Tochter. Morgan hat zudem drei erwachsene Söhne aus seiner ersten Ehe mit Sabina Morgan.

Morgan hatte Wollover 2015 geheiratet, ein gutes Jahr nach einem schweren Autounfall, als ein Lastwagen den Kleinbus des Schauspielers rammte. Dabei war ein Mensch ums Leben gekommen. Morgan musste am Bein operiert und wochenlang in Krankenhäusern und Rehazentren behandelt werden. Morgan dankte später seiner Frau und seiner Familie für deren Beistand in der langen Genesungszeit.


Astronaut Matthias Maurer fliegt 2021 zur ISS - Training unter Wasser

HOUSTON/ST. WENDEL: Der aus dem saarländischen St. Wendel stammende Astronaut Matthias Maurer wird 2021 zum ersten Mal zur internationalen Raumstation ISS fliegen. Derzeit trainiere er dafür unter Corona-Sicherheitsvorkehrungen in Houston (USA), teilte die europäische Raumfahrtorganisation Esa am Mittwoch mit. In einem im Internet veröffentlichten Video der Organisation ist zu sehen, wie der 50-Jährige in einem riesigen Wasserbecken in einem Nachbau der Raumstation übt.

Ein Einsatz in der Schwerelosigkeit des Alls könne auf der Erde am besten unter Wasser trainiert werden, erläutert der Astronaut in dem Video. Im Raumanzug wird er mit einem Kran in das Becken gehievt. Mit dem Anzug zusammen wiege er locker 200 Kilogramm, erzählt Maurer. «Viel zu viel, um ohne Hilfe ins Wasser zu springen.» In dem ISS-Nachbau übe er beispielsweise, eine defekte Pumpe durch eine neue zu ersetzen.

Wann genau der gebürtige Saarländer sein Wissen im All einsetzen kann, steht noch nicht fest. Im Frühjahr startet laut Esa zunächst der Franzose Thomas Pesquet zur Raumstation. Sollte er ausfallen, würde Maurer als Ersatz im Frühjahr fliegen. Wenn Pesquet planmäßig abhebt, soll Maurer an einem noch nicht bekannten Termin im kommenden Jahr abheben. Zuvor hatten Medien über die 2021 geplante Mission berichtet.


Umgebauter Truck - Schwedische Band hält Abstand auf Deutschland-Tour

BERLIN: Weil Wacken und andere Festivals wegen der Corona-Pandemie ausfallen, hat sich die schwedische Heavy-Metal-Band Thundermother etwas einfallen lassen, um trotzdem Konzerte geben zu können. Die vier Frauen spielen ihre kommenden Deutschland-Auftritte auf dem Dach eines umgebauten Feuerwehrtrucks. Mit der mobilen Bühne können sie nach Angaben ihres Managements die Corona-Auflagen einhalten.

Das Feuerwehrauto soll demnach auch als Symbol dafür stehen, dass es für Musiker, Künstler und die Veranstaltungsbranche brennt. Arbeitsplätze und Existenzen seien nach Monaten des coronabedingten Stillstandes bedroht. «Wenn wir jetzt nicht vollen Einsatz geben, verlieren wir alles, wofür wir leben und jemals gearbeitet haben», sagte Sängerin Guernica Mancini demzufolge. «Mit dieser Tour wollen wir allen Menschen, unseren Fans und auch uns selbst Mut machen, niemals aufzugeben und für seine Träume zu kämpfen.»

Die Band spielt zwischen dem 30. Juli und dem 9. August mehrere Konzerte unter anderem in Hamburg, Münster und Erfurt. Sie sind nach Angaben ihres Managements als erste Band wieder bundesweit auf Tour.


Sarah Wiener nach Insolvenz: «Habe der Politik nichts vorzuwerfen»

BERLIN: Trotz der Insolvenz ihrer Restaurants und ihres Catering-Services steht Fernsehköchin Sarah Wiener (57) alles in allem hinter den coronabedingten Beschränkungen für ihre Branche. «Ich habe der Politik insgesamt mit Blick auf Corona nichts vorzuwerfen», sagte sie dem «Stern». Ihr sei Gesundheit wichtiger als Geld. «Ich bin froh, in einem Land zu leben, in dem Wirtschaft nicht alles ist.» Ein Ende der Pandemie sei nicht abzusehen und alles andere als eine Insolvenz wäre aus ihrer Sicht fahrlässig gewesen, sagte Wiener. «Ich kann nur immer mehr Schulden machen, wenn ich die irgendwann abzahlen kann.» Sie räume lieber aufrecht das Feld.


Künstler drängen US-Politik: Musik nicht ohne Zustimmung verwenden

WASHINGTON: Stars wie Mick Jagger, Keith Richards und Elton John fordern von den Parteien in den USA, ihre Musik in Wahlkampagnen nicht ohne Zustimmung zu verwenden. Sie sind Teil eines breiten Bündnisses (Artist Rights Alliance/ARA), das für die Rechte von Songwritern und Musikern kämpft. Auch Alanis Morissette, Lorde, Steven Tyler, Linkin Park, Sia, R.E.M., Blondie, Courtney Love, Cyndi Lauper, Elvis Costello, Lionel Richie und viele andere haben einen entsprechenden Brief an Gremien der Republikaner und Demokraten unterzeichnet, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Darin verlangen sie, dass die Parteien die Zustimmung der Künstler, Songwriter und Urheberrechtsinhaber «vor der öffentlichen Nutzung ihrer Musik in einem politischen oder kampagnenartigen Umfeld» einholen.


Marie-Luise Marjan: «Habe nie einen Heiratsantrag bekommen»

(Foto - Archiv)

BERLIN: Die Schauspielerin Marie-Luise Marjan hat nach eigenen Worten nie den dringenden Wunsch verspürt zu heiraten. Einen Antrag habe sie aber auch nicht bekommen, sagte die 79-Jährige dem Magazin «Bunte». «Ich habe nie einen Heiratsantrag bekommen, deshalb musste ich auch keinen ablehnen. Wegen ihres Berufes sei ein Eheleben ohnehin schwierig gewesen. «Ich wollte am Theater arbeiten, reisen und meine eigenen Ideen umsetzen.» In ihrer Fantasie habe sich die «Mutter Beimer» aus ARD-Serie «Lindenstraße» aber durchaus ausgemalt, wie ein Familienleben hätte aussehen können: «Wenn ich geheiratet hätte, hätte ich gern so eine Familie gegründet wie die singende Trapp-Familie aus dem berühmten Kinofilm: sieben Kinder, alle musizieren und gemeinsam ziehen wir singend durch die Welt.»


Für guten Zweck: Schröder-Kim näht, ihr Mann trägt koreanische Tracht

HANNOVER: Soyeon Schröder-Kim (52), Ehefrau des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (76), hat ein neues Hobby: Unter dem Label «Schröder-Kim, Made in Hannover» entwirft und näht sie koreanische Trachten, wie sie der Zeitschrift «Gala» sagte. Angeregt worden sei sie von der Initiative «Altenhilfe Hero», die sich um alte und kranke Koreanerinnen und Koreaner in Deutschland kümmert. Sie habe ihnen selbstgenähte Schutzmasken zur Verfügung gestellt. «So bin ich dann auf die Idee gekommen: Vielleicht würde ihnen ein zur Maske passendes Hemd im Hanbok-Style, der koreanischen Tracht, eine noch größere Freude bereiten», sagte Schröder-Kim.


Ex-Frau von Jeff Bezos: Milliardensumme für gute Zwecke gespendet

LOS ANGELES: MacKenzie Scott, die Ex-Ehefrau von Amazon-Chef Jeff Bezos, hat nach eigenen Angaben rund 1,7 Milliarden Dollar (etwa 1,4 Milliarden Euro) für gemeinnützige Zwecke gespendet. «Ich habe keine Zweifel, dass der persönliche Reichtum eines Menschen das Ergebnis einer kollektiven Anstrengung sowie sozialer Strukturen ist, die einigen Menschen Chancen bieten und für unzählige andere Hindernisse bedeuten», schrieb die 50-jährige Autorin in einem Blog. Darin kündigte sie auch an, den Nachnamen Bezos abgelegt zu haben. Das Geld sei an mehr als 100 Organisationen gegangen, die sich unter anderem gegen Diskriminierung und den Klimawandel sowie für die Rechte der LGBTQ-Gemeinde und das Gesundheitswesen einsetzten. Nach ihrer Scheidung von Bezos (56) hatte Scott angekündigt, mindestens die Hälfte ihres Milliardenvermögens spenden zu wollen.


Arnold Schwarzenegger präsentiert neues tierisches Familienmitglied

BERLIN: Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger (72) hat einen neuen vierbeinigen Freund. Auf Twitter postete der Schauspieler am Dienstag ein Foto, auf dem er neben einem Hund mit schwarz-weißem Fell liegt. «Begrüßt das neueste Familienmitglied, Dutch», schrieb der 72-Jährige. Schwarzenegger habe ihn nach der Figur benannt, die er im Film «Predator» spielte. Dutch sei zehn Monate alt und wiege etwa 50 Kilogramm. Er habe «ein wenig Angst vor Lulu», schrieb der Schauspieler in Anspielung auf seinen Esel, den er als Haustier hält. «Aber sie werden bald beste Freunde sein.» Neben Lulu und Dutch hat Schwarzenegger auch ein Zwergpony namens Whiskey.

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