Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Mittwoch

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Teil von Peter Sodanns Büchersammlung und Café jetzt in Magdeburg

MAGDEBURG: Der bücherbegeisterte Schauspieler und Regisseur Peter Sodann (84) hat jetzt auch ein Standbein in Magdeburg. Seit kurzem bewahrt der ehemalige «Polizeiruf»-Kommissar und Theaterintendant rund 300.000 Bücher in der Landeshauptstadt auf, wie Sachsen-Anhalts Kulturministerium mitteilte. Sie gehörten zu seiner umfassenden Sammlung von zwischen 1945 und 1989 auf dem Gebiet der DDR erschienenen Büchern. Zu den Büchern gesellt sich in Magdeburg auch ein Café.


Jamie Foxx wird in Netflix-Thriller zum Vampirjäger

LOS ANGELES: Hollywoodstar Jamie Foxx (52, «Django Unchained», «Baby Driver») will sich in dem geplanten Thriller «Day Shift» in einen Vampirjäger verwandeln. Der Amerikaner JJ Perry, der bei Action-Filmen wie «Fast & Furious 9» und der «John Wick»-Serie als Stunt-Koordinator an Bord war, werde damit sein Regiedebüt geben, teilte der Streamingdienst Netflix am Dienstag mit. Die Geschichte nach einem Drehbuch von Tyler Tice dreht sich um den Vater (Foxx) einer achtjährigen Tochter, der als Pool-Reiniger in Kalifornien sein Geld verdient. Mit einem nächtlichen Job als Vampirjäger bessert er sein Einkommen heimlich auf. Der Film wird als witzige Mischung aus Action, Thriller und Grusel beschrieben.


Freundinnen über Langhans: «Ein Leben ohne Rainer geht gar nicht»

MÜNCHEN: Die Freundinnen des an Krebs erkrankten Ex-Kommunarden Rainer Langhans (80) machen sich Sorgen um ihren langjährigen Lebensgefährten. «Rainer darf noch nicht sterben. Die Diagnose war ein Schock», sagte Gisela Getty (71) der «Bild»-Zeitung. Sie hatte - gemeinsam mit ihrer vor drei Jahren an Krebs gestorbenen Zwillingsschwester Jutta Winkelmann und zwei weiteren Frauen - jahrelang an der Seite von Langhans gelebt. «Die Diagnose zeigt uns die Endlichkeit des Lebens. Dadurch sind unsere Beziehungen zärtlicher, unser Umgang sanfter geworden. Man merkt stark, dass es alles Liebe ist.» Der Alt-68er Langhans hatte seine Krebserkrankung am Vortag öffentlich gemacht. Es handle sich um eine aggressive Form von Prostatakrebs, die unheilbar sei. «Rainer ist geistig stark», sagte Getty. «Er kann mit dem Krebs gut umgehen.» Langhans' Freundin Christa Ritter (77) sagte der Zeitung: «Ich hatte ein Panikgefühl. Ein Leben ohne Rainer geht gar nicht.»


Joschka Fischer: «Fridays for Future hätte mich stark angezogen»

HAMBURG: Der frühere Außenminister und Grünen-Politiker Joschka Fischer glaubt, dass er als junger Mann mit Fridays for Future sympathisiert hätte. «Eine Bewegung wie Fridays for Future hätte mich stark angezogen, ohne jeden Zweifel», sagte er der Wochenzeitung «Die Zeit». Zum Vorwurf an die Klima-Aktivisten, sie hingen einer Art Ersatzreligion an, sagte er: «Das halte ich für Krampf! Wer ist denn realistischer: die Klima-Aktivisten mit ihrem pessimistischen Erwartungshorizont oder die großen Ignoranten in manchen Chefetagen und Ministerien?» Bezogen auf die Klimakrise sagte er, die Pessimisten seien noch viel zu wenig pessimistisch. «Es geht alles viel schneller als gedacht.» Die Welt gehe unter, und man müsse möglichst radikal handeln.


Peter Maffay gegen Obergrenze bei Veranstaltungen

HANNOVER: Deutschrock-Sänger Peter Maffay (71) hält nichts von den wegen der Corona-Pandemie vorgeschriebenen Obergrenzen von Teilnehmerzahlen für Kulturereignisse. «Das augenblickliche Limit bremst uns aus und gibt der Branche keine Chance, sich selbst aus der Patsche zu helfen», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Seit Ausbruch der Pandemie habe er mit seiner Band ein einziges Konzert - Anfang Oktober in der Berliner Waldbühne - gegeben. «Da passen normalerweise 22.000 Leute rein, diesmal waren nur 4500 zugelassen», sagte Maffay. Wirtschaftlich sei das «Nonsens» gewesen. «Was spricht dagegen, statt 4500.6000 oder 7000 Menschen reinzulassen, wenn es die Location und das Hygienekonzept zulassen?»


Rapper Smudo: Antifaschist zu sein, ist erste Bürgerpflicht

HAMBURG: Für Rapper Smudo von den Fantastischen Vier ist es erste Bürgerpflicht, antifaschistisch zu sein. «Wenn man gegen Spaltung und für eine Gesellschaft miteinander ist, für Kommunikation und Zusammenhalt und gegen das Pauschalisieren und Herabsetzen von ganzen Menschengruppen, ist man automatisch Antifaschist. Das ist nichts Schlechtes», sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der 52-Jährige war Gast bei dem neuen Podcast des Vereins «Laut gegen Nazis» in Hamburg. Dort sprach der Rapper gemeinsam mit Veranstalter Jörn Menge und Regisseurin Julia von Heinz über deren Film «Und morgen die ganze Welt».


Veronica Ferres verstrickte sich für «Masked Singer» in Schwindeleien

KÖLN: Schauspielerin Veronica Ferres (55, «Schtonk»!») hat sich für ihre geheime Teilnahme an der ProSieben-Show «The Masked Singer» in Schwindeleien verstrickt. Es sei sehr kompliziert gewesen, sich bei ihren Mitmenschen nicht zu verplappern, berichtete sie der Deutschen Presse-Agentur. «Das war sehr schwierig, weil ich manchmal vergaß, was ich zuvor geschwindelt hatte. Manchen hatte ich erzählt, dass ich in Hamburg drehe, anderen, ich sei in London», sagte sie. «Irgendwann wusste ich nicht mehr, wem ich was gesagt hatte.»

Ferres hatte im Kostüm einer Biene an der Rätselshow teilgenommen. Weil sie am Dienstagabend zu wenige Stimmen der Zuschauer bekam, musste sie ihre wahre Identität preisgeben. Dabei hatte ihr die Bienen-Rolle gut gefallen - sie hatte sie mit einem Sprachfehler gespielt. «Ich bin ein großer Fan von Biene Maja und Willi, der immer die Pollenklößchen isst und nicht hinterher kommt», sagte sie. «Zudem ist er immer ein bisschen verpeilt, das bin ich auch manchmal.»

Eingeweiht in die kuriose Mission war unter anderem ihr Mann Carsten Maschmeyer (61). Der mische sich aber nicht in ihre beruflichen Sachen ein, erklärte Ferres. «Wenn ich etwas machen möchte und Spaß daran habe, dann freut er sich.»


Niederländisches Königspaar entschuldigt sich für Urlaubsreise

DEN HAAG: Das niederländische Königspaar hat sich nach der heftigen Empörung über seine Urlaubsreise nach Griechenland beim eigenen Volk entschuldigt. König Willem-Alexander (53) bedauerte in einer gemeinsamen Videobotschaft mit seiner Frau Máxima (49) den Entschluss, trotz der Corona-Einschränkungen zu der Urlaubsreise aufzubrechen. Er und seine Frau würden sich weiterhin in der Corona-Krise für ihr Land einsetzen, sagte er in der Botschaft am Mittwoch. Die Königsfamilie hatte am Samstag nach rund 24 Stunden den Urlaub in Griechenland abgebrochen - nach wütenden Reaktionen der Niederländer. Am Mittwoch war die Kritik am König erneut aufgeflammt. Denn anders als es zunächst den Anschein hatte, hatte nicht die gesamte Oranje-Familie den Urlaub abgebrochen. Erst drei Tage nach ihren Eltern waren Kronprinzessin Amalia (16) und ihre Schwester Alexia (15) überraschend am Dienstagabend aus Griechenland zurückgekehrt.


Neuer Ärger um Urlaub von holländischer Königsfamilie

DEN HAAG: Die niederländische Königsfamilie ist wegen ihres umstrittenen Urlaubs trotz des Teil-Lockdowns erneut in die Kritik geraten. Anders als es zunächst den Anschein hatte, hatte nicht die gesamte Oranje-Familie den Urlaub abgebrochen. Drei Tage nach ihren Eltern waren Kronprinzessin Amalia (16) und ihre Schwester Alexia (15) überraschend erst am Dienstagabend aus Griechenland zurückgekehrt. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Hof in Den Haag. Durch die neuen Berichte flammte die Kritik an König Willem-Alexander (53) erneut auf. Bürger und auch zahlreiche Politiker bemängeln die fehlende Offenheit der Königsfamilie.

Der König und seine Frau Máxima (49) hatten am Samstag nach rund 24 Stunden ihren Urlaub in Griechenland abgebrochen. Die Niederländer waren empört, dass die Familie trotz des Teil-Lockdowns in der Heimat in ihr Ferienhaus nach Griechenland geflogen war. Die Regierung hatte alle Bürger zuvor dringend ermahnt, soviel wie möglich zu Hause zu bleiben und nicht zu verreisen.

Der Hof und auch der verantwortliche Premier Mark Rutte hatten den Eindruck erweckt, dass die ganze Familie nach Den Haag zurückgekommen war. Das aber stimmte nicht. Mit den Eltern war nur die jüngste Tochter Ariane (13) geflogen. Für ihre Schwestern habe es «nicht genügend Platz im Flugzeug» gegeben, begründete nun der Hof.


Schriftstellerin Valerie Fritsch erhält Brüder-Grimm-Preis

HANAU: Die österreichische Schriftstellerin Valerie Fritsch wird von der Stadt Hanau mit dem Brüder-Grimm-Preis für Literatur ausgezeichnet.

Sie erhalte den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihren Roman «Herzklappen von Johnson & Johnson», teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Verleihung ist für den 20. November geplant. Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie über drei Generationen hinweg. Laut Jury schildert die 31-jährige Autorin darin «in trennscharfen Bildern die Wirkungen des Schweigens und vergegenwärtigt die Notwendigkeit des Schmerzes im Leben: ausdrucksstark, lebensnah und mit beeindruckender Sensibilität für seelische Schattierungen.» Das Buch war bereits für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert.


US-Zoll beschlagnahmt geschmuggelte Steinskulpturen aus Kamerun

MIAMI: US-Behörden haben am Flughafen in Miami den Schmuggel alter Steinskulpturen aus Kamerun verhindert.

Die Papiere für die Luftfrachtsendung in die USA seien falsch gewesen, teilte der US-Zoll und Grenzschutz am Dienstag (Ortszeit) im US-Bundesstaat Florida mit. Die Kulturobjekte wurden demnach sichergestellt und werden in das Land in Zentralafrika zurückgeschickt. Experten schätzten, die Steinskulpturen seien in den Jahren 200 bis 1000 nach Christus entstanden. Die US-Behörde hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr in 23 Fällen Kulturgüter im Wert von fast einer Million US-Dollar (umgerechnet 840.000 Euro) beschlagnahmt.


Domingo möchte noch lange den Applaus des Publikums haben

FLORENZ: Opernstar Plácido Domingo möchte auch nach seinem 80. Geburtstag noch möglichst lange auftreten. Der spanische Sänger und Dirigent, der als einer der «Drei Tenöre» in den 1990er Jahren international große Bekanntheit erreichte, hat im Januar Geburtstag. «Solange ich mich stimmlich gut fühle und das Publikum zufrieden ist, so lange singe ich weiter», sagte Domingo der Deutschen Presse-Agentur nach einem Konzert in Florenz. «Aber wer weiß. Wenn man rein logisch guckt, dann sind es womöglich noch zwei Jahre. Ich weiß nicht. 2021 oder 2022, womöglich auch weniger. Bleiben wir optimistisch!» Der 79-Jährige, der schon länger ins tiefere Bariton-Fach gewechselt ist, lag im Frühjahr in Mexiko mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Inzwischen hat sich seine Lunge nach Angaben des Künstlers gut erholt.


Bericht: Letzte «Fast & Furious»-Folgen unter Regie von Justin Lin

LOS ANGELES: Nach fünf «Fast & Furious»-Folgen soll US-Regisseur Justin Lin (49) auch die letzten beiden geplanten Filme der Action-Serie inszenieren. Das berichteten US-Branchenblätter am Dienstag. «Variety» und «Hollywood Reporter» zufolge sollen Teil 10 und 11 die Serie über schnelle Autos und illegale Straßenrennen abschließen. Nach seinem Debüt mit «The Fast and the Furious: Tokyo Drift» im Jahr 2006 stand Lin erneut 2009, 2011 und 2013 als Regisseur hinter der Kamera. Derzeit stellt er mit «F9» sein fünftes Werk fertig. Zu Jahresbeginn hatte er bereits einen Trailer für den neunten «Fast & Furious»-Teil mit Hauptdarsteller Vin Diesel und Michelle Rodriguez, Tyrese, Ludacris und John Cena vorgestellt. Zum zweiten Mal sind auch die Oscar-Preisträgerinnen Helen Mirren und Charlize Theron dabei.


Uruguays Ex-Präsident Mujica gibt Senatssitz wegen Corona-Risiko auf

MONTEVIDEO: Aus Furcht vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat Uruguays populärer Ex-Präsident José Mujica seinen Sitz im Senat aufgegeben. «Ich gehe, weil die Pandemie mich rauswirft», sagte der 85-Jährige am Dienstag in seiner Abschiedsrede. «Senator zu sein bedeutet, mit den Menschen zu sprechen und überall hinzugehen. Ich bin doppelt gefährdet: wegen meines Alters und wegen meiner chronischen Immunerkrankung.» Mit Mujica (2010-2015) zog sich auch der frühere Präsident Julio María Sanguinetti (1985-1990 und 1995-2000) aus dem Senat zurück.

Mujica ist ein Idol der lateinamerikanischen Linken. Während der Militärdiktatur in Uruguay gehörte er der Stadtguerilla Tupamaros an und verbrachte viele Jahre im Gefängnis. In seiner Amtszeit galt er als ärmster Präsident der Welt, weil er den Großteil seiner Amtsbezüge spendete. Er wohnte auf einer kleinen Farm und fuhr einen alten VW Käfer.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.