Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Mittwoch

Foto: Pixabay
Foto: Pixabay

Mutter von Rushdie-Angreifer: «Will mit ihm nichts zu tun haben»

NEW YORK: Die Mutter des mutmaßlichen Angreifers von Autor Salman Rushdie will ihren Sohn einem Bericht der «New York Times» zufolge nicht unterstützen. «Ich will mit ihm nichts zu tun haben», sagte die Mutter des 24-jährigen Hadi Matar zu der Zeitung, wie es in einem am Mittwoch veröffentlichten Artikel hieß. Demnach hatte das Blatt die Frau im US-Bundesstaat New Jersey auf der Straße vor ihrem Haus gesprochen. Sie habe ihrem Kind auch nichts zu sagen, wurde die Mutter weiter zitiert. Sie habe aber bestätigt, dass Matar 2018 von einer Reise in den Nahen Osten wesensverändert zurückgekehrt sei und sich zunehmend auf den islamischen Glauben fokussiert habe.

Der britisch-indische Autor Rushdie war am Freitag bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat New York von einem Mann angegriffen worden und liegt seitdem mit schweren Stichverletzungen im Krankenhaus. Zum Motiv des Täters gibt es bislang keine Angaben. Rushdie wird seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt. Wegen des Romans «Die satanischen Verse» hatte der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini im Jahr 1989 dazu aufgerufen, den Schriftsteller zu töten.


Literaturfestival ruft zu Lesung für Salman Rushdie auf

BERLIN: Das Internationale Literaturfestival in Berlin ruft zu einer weltweiten Lesung für den Schriftsteller Salman Rushdie auf. Der Autor war vergangene Woche angegriffen und schwer verletzt worden. «Der Mordanschlag auf Salman Rushdie sitzt uns noch tief in den Knochen», teilte Festivaldirektor Ulrich Schreiber am Mittwoch mit. Das Festival ruft nun dazu auf, am 29. September aus Rushdies Werken vorzulesen. Die Lesungen könnten überall stattfinden.

«Mit der Lektüre seiner Romane und Essays können freiheitsliebende Menschen in aller Welt ein Zeichen setzen, dass sie sich von Gewaltandrohungen nicht einschüchtern lassen und sich keinem Versuch beugen, Gedanken in Wort, Schrift und Bild zu unterdrücken oder auszulöschen», hieß es in dem Aufruf.

Die Autorin Madame Nielsen schlage vor, bis 29. September überall im öffentlichen Raum «Die Satanischen Verse» bei sich zu tragen - «dass wir das Buch überall aufschlagen und lesen, in Cafés, Parks und der U-Bahn», teilte Schreiber mit. Das Internationale Literaturfestival in Berlin hatte in der Vergangenheit beispielsweise auch zu einer Lesung für die Opfer der Pandemie aufgerufen. Die nächste Festivalausgabe ist im September in Berlin geplant.


Nach Angriff: Moderator würde Gespräch mit Rushdie gern wiederholen

LONDON: Nach dem gewalttätigen Angriff auf den Autor Salman Rushdie auf offener Bühne würde der Moderator das geplante Gespräch mit dem Schriftsteller gern wiederholen. «Es wäre meine Idealvorstellung, das nachzuholen und uns in keiner Weise daran hindern zu lassen, das zu tun, was wir tun wollten», sagte der Moderator Henry Reese am Mittwoch im Fernseh-Interview der BBC. Er wolle zeigen, dass Rushdies Werte verteidigt würden und auch verteidigt werden könnten.

An Reeses rechtem Auge ist eine deutliche Verletzung zu erkennen. Der Moderator war von dem Angreifer, der dem britisch-indischen Autor bei einer Veranstaltung im Westen des US-Bundesstaats New York auf offener Bühne Stichverletzungen zufügte, ebenfalls attackiert worden. Der 75-jährige Rushdie erlitt Verletzungen an Hals und Bauch, wurde ins Krankenhaus gebracht und zeitweise künstlich beatmet. Mittlerweile befindet er sich nach Angaben seiner Familie auf dem Weg der Besserung.

Ein 24-Jähriger wurde festgenommen und wegen versuchten Mordes angeklagt. Rushdie wird wegen seiner Bücher seit Jahrzehnten von religiösen Fanatikern verfolgt, zu dem Angriff hat die Polizei aber noch kein Tatmotiv bestätigt.

Die Tat fand bei einer Vorlesung Rushdies in der sogenannten Chautauqua Institution, einem Erziehungs- und Kulturzentrum, statt. Die Veranstaltung habe im Rahmen einer Serie unter dem Titel «Mehr als Schutz» («More than Shelter») stattgefunden, bei der über die Vereinigten Staaten als Zufluchtsort für Schriftsteller im Exil und über die Verfolgung von Künstlern diskutiert werden sollte.


Autor Martin Suter hält nicht viel vom Gendern

ZÜRICH: Der Schweizer Erfolgsautor Martin Suter (Allmen-Krimiserie) hält nicht viel vom Gendern.

In seinem nächsten Buch werde er keine geschlechtergerechte Sprache verwenden, sagte er der «Neuen Zürcher Zeitung». «Das Gendern ist eine für mich etwas bizarre Frage», sagte der 74-Jährige. «Da muss ich mich nun nicht mehr aktiv einmischen. Ich habe nicht mehr genug Lebenszeit, um mich damit zu befassen.» Suter hatte zuletzt auf Bitten des Fußballers Bastian Schweinsteiger einen Roman über dessen Leben geschrieben, «mit literarischen Freiheiten», wie er sagte. Das Buch «Einer von euch» kam im Januar 2022 heraus.


Robert De Niro kehrt mit «Wise Guys» ins Mafia-Genre zurück

LOS ANGELES: US-Schauspieler Robert De Niro (78, «The Irishman») lässt sich erneut auf ein Mafia-Drama ein. Der Hollywoodstar wird unter der Regie von Barry Levinson (80, «Rain Man», «Good Morning Vietnam») in dem geplanten Crime-Thriller «Wise Guys» mitspielen, wie die US-Branchenblätter «Hollywood Reporter» und «Variety» am Dienstag berichteten. Das Drehbuch stammt von Nicholas Pileggi («Good Fellas», «Casino»). Die Story dreht sich um die beiden Mafiabosse Vito Genovese und Frank Costello, die in den 1950er und 1960er Jahren in New York herrschten. De Niro und Levinson arbeiteten schon häufiger zusammen, darunter bei Filmen wie «Wag the Dog» und «Sleepers». 2017 holte der Regisseur den Oscar-Preisträger für den Fernsehfilm «The Wizard of Lies» in der Rolle des Milliarden-Betrügers Bernie Madoff vor die Kamera.


Musks neue Twitter-Posse: Kauf von Manchester United war ein Witz

AUSTIN: Erst sorgte der exzentrische Tech-Milliardär Elon Musk in der Sportwelt mit seinem Tweet zum Kauf des englischen Fußball-Clubs Manchester United für Aufregung, dann ruderte er wieder zurück. «Das ist ein langjähriger Scherz auf Twitter. Ich kaufe keine Sportteams», twitterte der Tesla-Chef in der Nacht zum Mittwoch. «Standup ist meine Nebenbeschäftigung.» Zuvor hatte der 51-Jährige in dem sozialen Netzwerk, in dem er mehr als 103 Millionen Follower hat, geschrieben: «Außerdem kaufe ich Manchester United. Gern geschehen.» Schon da war zu vermuten, dass es eher einer seiner oft skurillen Scherze war. Denn in demselben Twitter-Thread hatte er zuvor mitgeteilt: «Um es klarzustellen, ich unterstütze die linke Hälfte der Republikanischen Partei und die rechte Hälfte der Demokratischen Partei!»


(Foto - Archiv)

LOS ANGELES: US-Schauspielerin Elle Fanning («Maleficent») probierte sich in ihrer Kindheit mit ihrer Schwester Dakota gerne in den Rollen zweier berühmter «It-Girls» aus. «Ich liebe Nicole Richie. Ich liebe Paris Hilton», sagte die 24-Jährige dem «W Magazine». Sie und Dakota sahen den beiden reichen Freundinnen damals gerne in deren Reality-Show dabei zu, wie sie ein Leben ohne Luxus testen mussten, wie Fanning erzählt: «Meine Schwester und ich schauten uns «The Simple Life» an, und wir spielten die Szenen nach.» «Ich war üblicherweise Nicole Richie und sie Paris», berichtet Fanning. Für Fotos mit dem «W Magazine» verwandelte die Schauspielerin sich nun selbst in Hilton, wie diese vor fast 20 Jahren häufig in «The Simple Life» auftrat: Mit pinkem Bikini-Top, großer Sonnenbrille und Chihuahua unterm Arm - in Fannings Fall aus Plüsch. «Ich konnte Paris bereits einige Mal treffen, und sie ist die Netteste und Coolste», schwärmte Fanning. Als sie erfahren habe, dass Hilton für die Show selbst bloß gewissermaßen eine Rolle gespielt habe, sei sie fasziniert gewesen.


Schauspieler Schmidt-Schaller gefällt das Leben im Seniorenheim

WEIMAR: Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller («SOKO Leipzig») kann seinem Leben in einem Weimarer Seniorenheim viel abgewinnen. «Ich denke, hier werde ich bleiben. Ich kann mir gerade nichts Besseres vorstellen», sagte der 76-Jährige der Zeitschrift «Superillu» (Donnerstag). «Und wenn ich mal Hilfe benötigen sollte, kann ich die hier in Anspruch nehmen.» Schmidt-Schaller war nach 45 Jahren in Berlin im vergangenen Herbst in die Altersresidenz für ehemalige Kunstschaffende gezogen. Dort lebt der ehemalige «Polizeiruf 110»-Kommissar eigenen Angaben zufolge «sehr autark und selbstbestimmt».


«Mein Herz wird traurig sein» - Heidi Klum über Lenis Umzug

LOS ANGELES: Model Heidi Klum blickt zwiegespalten auf den Umzug ihrer ältesten Tochter Leni von Los Angeles nach New York. «Ich denke, sie wird es sich gut gehen lassen, aber mein Herz wird traurig sein», sagte die 49-Jährige dem US-Magazin «Entertainment Tonight». Sie sei sehr stolz auf Leni, sagte Klum über die 18-Jährige, die im Juni ihren Highschool-Abschluss gefeiert hatte. «Sie ist ein vernünftiger Mensch.» Für Leni, die vor rund anderthalb Jahren mit ersten Modeljobs in die Fußstapfen ihrer Mutter getreten war, habe das Modeln aktuell nicht die größte Priorität, so Klum. «Im Moment steht College ganz oben auf ihrer Liste.» Ihre Tochter kenne New York in- und auswendig, weil sie selbst dort viele Jahre ihre amerikanische Castingshow «Project Runway» gedreht und ihre Familie dabei immer mitgenommen habe. «Sie freut sich wirklich sehr auf dieses nächste Kapitel in ihrem Leben.»

Elle Fanning spielte früher gerne «It-Girl»: «Ich liebe Paris Hilton»


Elle Fanning spielte früher gerne «It-Girl»: «Ich liebe Paris Hilton»

LOS ANGELES: US-Schauspielerin Elle Fanning («Maleficent») probierte sich in ihrer Kindheit mit ihrer Schwester Dakota gerne in den Rollen zweier berühmter «It-Girls» aus. «Ich liebe Nicole Richie. Ich liebe Paris Hilton», sagte die 24-Jährige dem «W Magazine». Sie und Dakota sahen den beiden reichen Freundinnen damals gerne in deren Reality-Show dabei zu, wie sie ein Leben ohne Luxus testen mussten, wie Fanning erzählt: «Meine Schwester und ich schauten uns «The Simple Life» an, und wir spielten die Szenen nach.»

«Ich war üblicherweise Nicole Richie und sie Paris», berichtet Fanning. Für Fotos mit dem «W Magazine» verwandelte die Schauspielerin sich nun selbst in Hilton, wie diese vor fast 20 Jahren häufig in «The Simple Life» auftrat: Mit pinkem Bikini-Top, großer Sonnenbrille und Chihuahua unterm Arm - in Fannings Fall aus Plüsch. «Ich konnte Paris bereits einige Mal treffen, und sie ist die Netteste und Coolste», schwärmte Fanning. Als sie erfahren habe, dass Hilton für die Show selbst bloß gewissermaßen eine Rolle gespielt habe, sei sie fasziniert gewesen.

Doch die Fanning-Schwestern spielten nicht nur die Rollen reicher Promi-Töchter - auch mit der echten Filmwelt kamen sie schon früh in Berührung: In dem Drama «Ich bin Sam» aus dem Jahr 2001 spielte Elle die jüngere Version von Dakota, die neben Sean Penn eine Hauptrolle hatte. Dakota spielte unter anderem als Tom Cruises Filmtochter in «Krieg der Welten» (2005) mit. Elle hatte außerdem eine Rolle in «Der seltsame Fall des Benjamin Button» und stand neben Angelina Jolie für beide «Maleficent»-Filme vor der Kamera.


Zoë Kravitz: Meine Mutter stieg an meinem Geburtstag aus einer Kiste

LOS ANGELES: Hollywoodstar Zoë Kravitz (33, «The Batman») denkt bis heute gerne an einen besonderen Geburtstags-Überraschungsgast. «Als ich ziemlich jung war, ich war vielleicht zwölf oder so, war ich mit meinem Vater auf den Bahamas und hatte Geburtstag», erzählte die Tochter von Rockstar Lenny Kravitz und Schauspielerin Lisa Bonet dem «Wall Street Journal». Leider habe es damals geheißen, dass ihre Mutter es nicht schaffen werde, für die Feier zu ihnen zu kommen, erzählte Kravitz. «Sie schmissen mir eine große Party. In der Mitte der Feier stand eine riesige Kiste, und aus der Kiste kam meine Mutter. Das war sehr cool.» Kravitz, die auch als Model und Sängerin tätig ist, ist das einzige Kind des ehemaligen Ehepaars Lenny Kravitz und Lisa Bonet. Zuletzt war sie unter anderem in dem Film «The Batman» neben Robert Pattinson als Catwoman zu sehen.


Sängerin Vicky Leandros: Karriere mit Leidenschaft und Demut

HAMBURG: Sängerin Vicky Leandros (69, «Après toi», «Theo, wir fahr'n nach Lodz») findet, dass sie für ihre mehr als 50-jährige Karriere keinen allzu hohen Preis zahlen musste. «Wenn das, was Sie machen, Ihre Leidenschaft ist, dann empfinden Sie nicht, dass Sie auf etwas verzichten», sagte Leandros, die am 23. August ihren 70. Geburtstag feiert, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Und verriet: «Natürlich gab es auch immer wieder Rückschläge - nicht alles ist gleich gelungen. Den Mut nicht zu verlieren, wieder aufzustehen und sich zu sagen, ich muss noch an mir arbeiten, darauf kommt es an.» Für die gebürtige Griechin, die mit fünf Jahren nach Deutschland kam, spielen auch Bescheidenheit und Demut eine wichtige Rolle. «Ich glaube, dass man Talent mit Fleiß verbinden muss. Und auch bei den größten Erfolgen habe ich mir immer gedacht, ich muss noch dazu lernen.» Ein gewisser Verzicht habe allerdings doch dazu gehört, sagte die zweimal geschiedene Mutter von drei Kindern: «Vor Konzerten kann man keine Freunde sehen, man kann nicht ausgehen. Man muss sehr diszipliniert sein. Das ist mir manchmal schon schwergefallen.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.