Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Regisseur Serebrennikow: «Wir tragen unsere Freiheit in uns»

HAMBURG: Für den russischen Starregisseur Kirill Serebrennikow (52) war die beste Antwort auf seinen Hausarrest die Arbeit. «Die beste Option ist, für das Leben zu kämpfen», sagte Serebrennikow am Freitag im Hamburger Thalia Theater. Deshalb habe er arbeiten müssen und jede Sekunde zum Schreiben und Lesen genutzt. «Ich habe daran gedacht, wie man leben kann, anstatt daran zu denken, wie man sterben kann», meinte der Regisseur.

Serebrennikow war im Sommer 2017 verhaftet und in Hausarrest gesetzt worden. Das von der Staatsanwaltschaft geforderte Straflager wegen angeblicher Veruntreuung von Geldern wurde beim Prozess im Sommer 2020 in eine dreijährige Bewährungsstrafe mit Ausreiseverbot aus Russland umgewandelt. Am Samstag hatte er plötzlich die Erlaubnis bekommen, nach Hamburg zu fliegen, um die Proben an seinem neuesten Theaterstück am Thalia Theater fortzusetzen.

Auf die Frage, wie frei er sich nun fühle, antwortete der Regisseur: «Man kann am Theater nicht ohne Freiheit arbeiten.» Und weiter: «Wir tragen unsere Freiheit in uns. Wir bekommen sie nicht von außerhalb. Das ist eine Frage, wie wir leben. Ich fühlte mich auch frei, als ich eingesperrt war.»

Die Proben zu Anton Tschechows Erzählung «Der schwarze Mönch» mit russischen, deutschen, amerikanischen, armenischen und lettischen Künstlern begannen am 8. November in Moskau und werden seit dem 4. Januar in Hamburg fortgesetzt. Die Premiere ist für den 22. Januar geplant. Nach der Premiere werde er nach Moskau zurückkehren, so Serebrennikow. «Direkt nach der Premiere muss ich zurück.»


Französischer Filmregisseur Jean-Jacques Beineix gestorben

PARIS: Der bekannte französische Filmregisseur Jean-Jacques Beineix ist tot. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Bruder des Regisseurs am Freitag berichtete, starb Beineix am Donnerstag im Alter von 75 Jahren. Beineix zählt zu den Wegbereitern des französischen Kinos der 80er und 90er Jahre. Seine Werke «Diva» und «Betty Blue - 37,2 Grad am Morgen» gelten als Kultfilme.

Beineix wurde am 8. Oktober 1946 in Paris geboren. Der Produzent und Drehbuchautor studierte ursprünglich Medizin. Erst im Jahr 1964 wandte er sich dem Film zu und begann als Regieassistent bei Jean Becker. Mehr als zehn Jahre später drehte Beineix 1977 seinen ersten Kurzfilm «Le Chien de Monsieur Michel» (etwa: Der Hund des Monsieur Michel), mit dem er den ersten Preis auf dem Festival Trouville erhielt und eine Nominierung für den César als bester Kurzfilm.

Mit «Diva» im Jahr 1981 begann er schließlich eine Karriere, die ihn trotz einiger Misserfolge, neben Luc Besson und Jean-Jacques Annaud zu den bekanntesten Filmemachern des zeitgenössischen französischen Kinos gemacht hat.


Schauspielerin Rebel Wilson wird Bafta-Filmpreise moderieren

LONDON: Die australische Schauspielerin Rebel Wilson wird im März die als Baftas bekannten britischen Filmpreise in London moderieren. «Ich freue mich sehr, die britischen Filmawards zu moderieren im März, wenn Covid nicht mehr existieren wird, weil es definitiv bis dahin gecancelt sein wird», schrieb die 41-Jährige am Freitag auf ihrem Instagram-Kanal. Mit dem Begriff «canceln» oder der «Cancel Culture» wird das Phänomen bezeichnet, dass Menschen in der öffentlichen Debatte kompromisslos verurteilt werden - etwa wegen politisch inkorrekter Äußerungen.

Im vergangenen Jahr, als die Preisverleihung als halb-virtuelles Format stattfand, moderierten Edith Bowman und Dermot O'Leary die Show. Üblicherweise reisen viele US-Stars zu dem Event nach London, auch die Royals sind regelmäßig dabei. Die Nominierungen sollen am 3. Februar bekanntgeben werden, die Verleihung soll am 13. März sein.

Wilson, bekannt als «Fat Amy» aus den «Pitch Perfect»-Komödien, zeigte sich auf aktuellen Fotos, nachdem sie zuletzt deutlich abgenommen hatte. «Ich weiß, dass ich nicht mehr witzig sein werde, weil ich nicht mehr fett bin», schrieb sie dazu ironisch.


Traumhafte Bühnenwelten von Erich Wonder und Heiner Müller

BERLIN: Die kreative Reibung zweier Ausnahmekünstler hat der Theaterwelt für zwei Jahrzehnte ein Traumpaar der Bühne beschert. Der ebenso gefeierte wie umstrittene Dramatiker Heiner Müller (1929-1995) und der 1944 geborene Bühnenbildner Erich Wonder schufen mit ihrer Zusammenarbeit Inszenierungen mit bis in die Gegenwart anhaltenden Nachwirkungen. Mit der Ausstellung «Erich Wonder - T/Raumbilder für Heiner Müller» gibt die Berliner Akademie der Künste von Sonntag an bis zum 13. März einen Einblick in das Wirken der deutsch-österreichischen Kooperation.

Müller und Wonder hatten sich in den 1970er Jahren in Frankfurt/Main kennengelernt. Von da an entwickelte sich eine Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Autor und Bühnenbildner, die bis zu Müllers Tod 1995 reichte. Geprägt war die Arbeit auch von den unterschiedlichen ästhetischen Erfahrungen des in der BRD und der DDR arbeitenden Ostdeutschen Müller und des Österreichers Wonder.

Das Team um Kurator Stephan Suschke, einige Jahre Mitarbeiter Müllers, hat sich dabei auf drei Inszenierungen konzentriert, die jeweils Maßstäbe gesetzt haben. Müllers Stücke «Der Lohndrücker» (1988) und seine Shakespeare-Adaption «Hamlet/Maschine» (1990) realisierten die beiden Künstler am Deutschen Theater in Berlin jeweils kurz vor und nach dem Mauerfall. Wagners «Tristan und Isolde» brachten Müller und Wonder 1993 mit Dirigent Daniel Barenboim für die Festspiele in Bayreuth auf die Bühne.

Die Ausstellung zeigt anhand von Bildern und Zeichnungen Wonders sowie Kostümen und Requisiten der Inszenierungen, wie sich die Vorstellungen des Bühnenbildners und die Inszenierungen des Autors zusammenfügten. Dabei sind keine realistischen Räume zu finden, die häufig geometrischen Figuren fügen sich eher zu traumhaften Welten zusammen, in denen Müller seine Figuren agieren lässt.


Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Annette Frier macht «kleines Festival der guten Laune» für Flutopfer (Foto-Archiv)

KÖLN/SCHLEIDEN: Schauspielerin und Komikerin Annette Frier (47) will mit einer Kultur-Veranstaltungsreihe Menschen in den Flutgebieten etwas aufmuntern. Das Projekt trägt den Titel «#biseswiederhellwird» und wurde von der Kölnerin initiiert, wie die Stadt Schleiden in der Eifel mitteilte. «Die Flutkatastrophe hat mich sprachlos gemacht», sagte Frier. Daher wolle sie sich mit Kolleginnen und Kollegen ehrenamtlich engagieren und das tun, was sie am besten könne: unterhalten. Auf Instagram versprach die Schauspielerin («Danni Lowinski») ein «kleines Festival der guten Laune». Aus «bekannten Omikron-Gründen» müsse man zunächst allerdings als rein digitale Veranstaltung starten. Mehrere Medien hatten berichtet.


Mehr als 300 Millionen folgen Kylie Jenner auf Instagram (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: US-Reality-Star Kylie Jenner hat einen Meilenstein auf Instagram erreicht: Die 24-Jährige knackte auf der Plattform die Marke von 300 Millionen Abonnenten. Rund 301 Millionen Menschen folgten am Donnerstag dem Konto der Unternehmerin. Das sei ein Rekord, berichtete das US-Magazin «People». Zuvor habe noch keine andere Frau auf Instagram die 300-Millionen-Follower-Marke erreicht. Jenner, die aktuell ihr zweites Kind mit Rapper Travis Scott (30) erwartet, veröffentlichte auf der Plattform vor kurzem Aufnahmen von ihrem Babybauch. Der einzige Promi mit mehr Instagram-Abonnenten ist laut «People» Fußballstar Cristiano Ronaldo. Als meistabonnierte Person auf Instagram habe er 390 Millionen Follower. Mehr Abos hat nur das Unternehmen selbst: Dem offiziellen Account von Instagram folgen auf der Plattform 461 Millionen Konten.


Alec Baldwin will sein Handy doch der Polizei übergeben (Foto-Archiv)

SANTA FE: Nach längerem Zögern will Hollywood-Star Alec Baldwin (63) sein Smartphone im Fall des tödlichen Filmdrehs nun doch den Ermittlern übergeben. Der Schauspieler werde sein Handy «diese Woche» den Behörden überlassen, kündigte der Anwalt Aaron Dyer am Donnerstag (Ortszeit) laut «New York Times» an. Sein Mandant und er hätten am vergangenen Wochenende eine Einigung mit den Behörden in Santa Fe County erzielt. Kurz zuvor hatte die Behörde im US-Bundesstaat New Mexico mitgeteilt, Mitte Dezember per Durchsuchungsbefehl eines Gerichts die Herausgabe des Telefons gefordert zu haben, das Mobiltelefon sei aber noch nicht an die Behörden übergeben worden.


Leute kompakt

Sänger Alvaro Soler ist von Corona-Unsicherheit «megafrustriert» (Foto-Archiv; die Meldung lief auch im Ressort Kultur)

BERLIN: Musiker Alvaro Soler (31) verzweifelt, wie andere Künstlerinnen und Künstler auch, an den erneut nötig gewordenen Konzertabsagen aufgrund der Corona-Situation. «Ich bin einfach megafrustriert. Ich kann es nicht fassen, dass die Lage jetzt wieder so ist», sagte der in Barcelona geborene Popsänger der Deutschen Presse-Agentur. «Es ist immer dasselbe: Wir planen die Tour und denken, bis dahin sei alles sicher. Und dann geht kurz vor den Konzerten wieder nichts. Alle fragen mich, was sie mit ihren Tickets machen sollen. Es bricht einem ständig das Herz.» Der 31-Jährige hatte seine «Magia»-Tour durch Europa für März geplant. Ob sie stattfinden kann, ist offen.


Internationaler Beethoven-Preis - Verleihung auf Frühjahr verschoben

BAD HONNEF: Die Verleihung des Internationalen Beethoven-Preises wird auf das Frühjahr verschoben. Grund dafür sei eine Erkrankung der Preisträgerin Maria Joâo Pires, teilte die Beethoven Academy am Freitag mit. Statt im Januar soll die portugiesische Pianistin im Frühjahr den mit 10.000 Euro dotierten Preis im Kursaal in Bad Honnef bei Bonn verliehen bekommen. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin.

Die Auszeichnung für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion wird zum siebten Mal vergeben. Maria Joâo Pires erhalte den Preis für ihre zahlreichen sozialen Musikprojekte sowie für ihr «Partitura»-Projekt mit jungen Künstlerinnen und Künstlern.


50 Jahre Margrethe - Dänische Königin zum Thronjubiläum gewürdigt (Foto-aktuell)

KOPENHAGEN: Königin Margrethe II. ist seit nunmehr 50 Jahren Staatsoberhaupt des dänischen Königreichs. Die 81 Jahre alte Monarchin wurde an ihrem 50. Jubiläum am Freitag auf einer kleineren Veranstaltung des Parlaments auf Schloss Christiansborg in Kopenhagen für ihre lange Zeit auf dem Thron gewürdigt. Größere Festlichkeiten, die rund um das Thronjubiläum geplant waren, mussten vorab aufgrund der anhaltenden Pandemie aufgeschoben werden. Sie sollen Mitte September nachgeholt werden. Margrethe ist nach dem Tod ihres Vaters am 14. Januar 1972 zum Oberhaupt des dänischen Königreichs ausgerufen worden. Zu ihrem Königreich zählen neben dem EU-Land Dänemark auch Grönland und die kleinen Färöer-Inseln. In Europa sitzt nur die britische Queen Elizabeth II. (95) länger auf dem Thron - sie feiert in diesem Jahr ihr 70. Thronjubiläum.


Stadtvertreter: Andrew sollte nicht mehr «Herzog von York» heißen

YORK: Ein hochrangiger Ratsvertreter der englischen Stadt York hat im Missbrauchsskandal um den britischen Prinzen Andrew gefordert, dieser solle auch seinen Titel als «Herzog von York» verlieren. «Nachdem die Queen ihm seine militärischen Rollen und royalen Schirmherrschaften entzogen hat, sollte er nun auch auf seinen Titel als Herzog von York verzichten», sagte der Liberaldemokrat Darryl Smalley aus dem City of York Council am Freitag. York sei stolz auf seine besondere Verbindung zur Krone. Nun müssten alle Anschuldigungen, die gegen Andrew erhoben wurden, aufgearbeitet werden. «Unsere großartige Stadt hat Besseres verdient», twitterte Smalley.

Prinz Andrew droht in den USA ein Prozess. Die Klägerin Virginia Giuffre wirft dem Royal vor, sie vor rund 20 Jahren als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Sie soll dabei von dem mittlerweile gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein an Andrew vermittelt worden sein. Die Queen hatte nach Forderungen aus dem Militär ihrem zweitältesten Sohn (61) alle militärischen Dienstgrade und Schirmherrschaften entzogen und sich damit deutlich distanziert.


Frankiert mit den Rolling Stones - Britische Briefmarken ehren Band

LONDON: Wer Post aus Großbritannien bekommt, kann in den kommenden Wochen womöglich die Rolling Stones von seinen Briefen oder Paketen grüßen sehen. Die Royal Mail gibt vom 20. Januar an ein Sondermarken-Set mit Fotos der Rockband heraus, wie das britische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Auf den Marken sind sowohl Gruppenporträts der Musiker als auch Aufnahmen von legendären Konzerten der Band zu sehen - von einer frühen Schwarz-Weiß-Aufnahme aus dem Londoner Hyde Park im Jahr 1969 bis hin zu einem Auftritt in Düsseldorf 2017.

Die Stones, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum feiern, sind erst die vierte Band, der die Royal Mail eine eigene Briefmarken-Serie widmet. Vorher wurde diese Ehre den Beatles, Pink Floyd und Queen zuteil. Der langjährige Stones-Schlagzeuger Charlie Watts war im vergangenen Jahr im Alter von 80 Jahren in London gestorben. Bereits einige Wochen danach trat die Band mit einer Hommage an ihren gestorbenen Kollegen wieder auf.


Priyanka Chopra und Nick Jonas wünschen sich Kinder (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: Schauspielerin Priyanka Chopra (39) wünscht sich nach eigenen Worten Kinder mit Ehemann Nick Jonas (29). «Sie sind ein großer Teil unserer Wünsche für die Zukunft», sagte sie im Interview für das Februar-Cover der «Vanity Fair», das am Donnerstag veröffentlicht wurde. «Bei Gottes Gnade, wenn es passiert, dann passiert es.» Für die Familiengründung seien sie und ihr Mann bereit, ihre Karrieren hintenanzustellen. «Das ist okay für mich. Das ist für uns beide in Ordnung.» Ihre Mutter, die sie beruflich berate, habe seit ihrer Hochzeit ebenfalls «lockergelassen», was ihre Karriere angehe.


Britney Spears kritisiert ihre Schwester wegen TV-Interview (Foto-Archiv)

LOS ANGELES: Mit deutlichen Worten hat Britney Spears (40) einen Fernsehauftritt ihrer jüngeren Schwester kritisiert. Jamie Lynn Spears veröffentlicht in Kürze ihre Memoiren und war deshalb in der Sendung «Good Morning America» zu Gast. Auf Twitter schrieb Britney am Donnerstag (Ortszeit) dazu: «Zwei Dinge haben mich daran gestört.» Zum einen habe sie gesagt, ihre große Schwester sei damals «außer Kontrolle» gewesen. «Zu jener Zeit vor 15 Jahren war sie kaum bei mir. Also warum sollte sie darüber sprechen, wenn nicht, um ein Buch auf meine Kosten zu verkaufen?» Als zweiten Punkt nannte Spears in ihrem Post die Auftritte ihrer jüngeren Schwester mit Remix-Versionen ihrer eigenen Musik, worüber in dem Interview ebenfalls gesprochen wurde.


Denzel Washington: «Bei Shakespeare kannst du nicht improvisieren» (Foto-Archiv)

LOS ANGELES/BERLIN: Die «Macbeth»-Verfilmung von US-Regisseur Joel Cohen hat Hauptdarsteller Denzel Washington (67) auch sprachlich herausgefordert. «Bei Shakespeare kannst du nicht improvisieren. Du musst dich genau an die Sprache halten», sagte der zweifache Oscar-Preisträger («Training Day») der Deutschen Presse-Agentur. «Ich weiß nicht, ob es dadurch schwerer wird, aber du musst disziplinierter sein.» Washington spielt im Schwarz-Weiß-Drama, das seit diesem Freitag beim Streamingdienst Apple+ läuft, den Königsmörder Macbeth. Die dreifache Oscar-Gewinnerin Frances McDermond (64, «Nomadland») ist als seine ebenso machtgierige Ehefrau Lady Macbeth zu sehen.


Polizei: Smartphone von Alec Baldwin noch nicht übergeben

SANTA FE: Die Ermittler in dem tödlichen Filmdreh für den Western «Rust» im US-Bundesstaat New Mexico arbeiten weiter daran, das Smartphone von Hollywood-Star Alec Baldwin (63) zu beschaffen. Wie die Polizei in Santa Fe am Donnerstag mitteilte, hatte die Behörde Mitte Dezember per Durchsuchungsbefehl eines Gerichts die Herausgabe des Telefons gefordert. Baldwins Anwälte hätten die Forderung erhalten, aber auch nach Einschaltung der Staatsanwaltschaft sei das Telefon bis heute nicht übergeben worden. Für die polizeilichen Ermittlungen sollten unter anderem Textnachrichten, E-Mails, Social-Media-Accounts und Fotos auf dem Gerät untersucht werden.

Baldwin hatte vorige Woche in einer Videobotschaft auf Instagram Medienberichte zurückgewiesen, dass er die Ermittlungen nicht voll unterstützen würde. In Bezug auf das angeforderte Telefon sprach der Schauspieler von Blödsinn und Lügen in Zeitungsberichten, dass er nicht kooperieren würde. Dieser Vorgang würde Zeit brauchen. Die Behörden könnten nicht einfach Fotos oder Liebesbriefe an seine Frau auf dem Telefon einsehen, sagte Baldwin in dem Videoclip. Sie müssten aber die Wahrheit über den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins herausfinden, betonte der Schauspieler.

Bei dem Dreh auf einer Filmranch in Santa Fe wurde Hutchins (42) am 21. Oktober tödlich verletzt. Hauptdarsteller Baldwin hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene benutzt. Die noch laufenden Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt echte Munition steckte. Die Polizei prüft derzeit, wie es dazu kommen konnte.

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